00:00:02: Hurra Hurra, ein Design Podcast der Burg.
00:00:24: Let's go!
00:00:25: Hallo liebe zuhörende Menschen an den Kopfhörern wahrscheinlich.
00:00:32: Herzlich willkommen zur einer neuen Folge des Hurra Hura Podcasts.
00:00:34: mein Name ist Christian Zöllner.
00:00:36: das ist der Design Podcast Der Burg Gebichenstein Kunsthochschule in Halle eine der mit Abstand allerbesten Kunsthochschulen der Welt und hier gibt es einen Designfachbereich und in diesem Designfach-Bereich gibt es unterschiedliche Studiengänge.
00:00:54: In einem bin ich, das ist das Industrie-Design da bin ich Professor.
00:00:58: Es gibt aber auch noch andere unter anderem das Textildesign Und im Textildesign gibt es eine Profisurin Das ist Bettina Göttge Krogmann und die sitzt heute hier bei mir in meinem Zimmer an der Burg.
00:01:09: Hallo Bettina!
00:01:10: Hallo Christian!
00:01:11: Das war ja fast schon so ne richtige Videoansage.
00:01:14: Ich bin ganz stolz dass das so funktioniert hat.
00:01:17: Bettina Wir haben so darüber gesprochen, wie machen wir das jetzt alles?
00:01:22: Du bist aufkriegt.
00:01:22: Ich bin aufgeregt!
00:01:24: Wir fangen einfach mit deiner Biografie an weil wir wollen ja über Design Lernen und Design Lehren sprechen, weil dieser Podcast soll sich neben den großen Fragen des Designs vor allen Dingen auch darum drehen, wie es eigentlich funktioniert mit dem Lernen oder Lehren, weil wir als Lehrende du wie ich das nicht gelernt haben.
00:01:46: Deswegen schauen wir hier mal kurz drauf, auf deinem Zettel.
00:01:48: Du bist wie viele Menschen und Gäste in meinem Podcast geboren?
00:01:55: Und du hast eine Lehre als Weberin gelacht.
00:01:57: Du hast das richtig ordentliches gelernt!
00:01:59: Ich habe eine ganz komplette Ausbildung gemacht.
00:02:03: Ich habe Weben von der Pika auf gelernt...
00:02:06: Woden?!
00:02:07: ...in Sindelfingen bei Stuttgart.
00:02:10: Okay.
00:02:12: Sindelfing bei Stutgart war es eine alte Weberstadt war und alle kennen sie natürlich nur vom Daimler.
00:02:20: Und als ich da Anfang der Achtziger meine Lehre gemacht habe auf einer Schule, also ich hab eine schulische Ausbildung mit einer Gesellenprüfung abgeschlossen.
00:02:30: Da kriegt mir dann auch keine Zimmer weil alles war von Daimlers besetzt und wir waren die Ober-Exoten, die fünf Hanzeln aus Norddeutschland die Fischköpfe an der Webstühle waren Wobei Fischköpfe auch schon die waren, die aus dem Saarland kamen.
00:02:48: Okay,
00:02:49: weil das auch nördlich ist vom
00:02:50: Stuttgart?
00:02:50: Weil das nördig von Stuttgard ist!
00:02:52: Okay und genau daher sagst du nämlich was... Man hört es ja so ein bisschen
00:02:56: Ich komm erst aus Norddeutschland.
00:02:58: Kannst du platt?
00:03:00: Kann man um Beten schnacken oder...?
00:03:02: Okay lassen wir das
00:03:03: Lass
00:03:06: mir lieber!
00:03:06: Obwohl da können wir kurz einen Exkurs machen.
00:03:07: ich hab ja heute in einer ruhigen Minute bin ich kurz bei YouTube Kleben geblieben Und dann habe ich gesehen dass der NDR eine Sendung hat, wo es nur so Plattleute eingeladen werden.
00:03:18: Da war Brösel der Erfinder der Werner Comics zu Gast und er hat ausschließlich platt gesprochen in der Sendung.
00:03:24: Und da ich ... Ach stimmt!
00:03:26: Genau den kenn' ich auch.
00:03:28: Nein!
00:03:29: Doch... Okay.
00:03:31: Nicht gut, aber ich
00:03:33: gehe da später drüber.
00:03:34: Genau nun hast du ein Stipendium für Jungheitwerkerin und war es Leiterin der Wehberei in einer behinderten Einrichtung in Bremen.
00:03:43: also bis dann wieder zurück in den Norden?
00:03:45: Dann hast du Textildesign studiert in Hamburg?
00:03:48: Genau relativ spät.
00:03:50: Also ich bin eine Spätsünderin.
00:03:53: Ich habe erst mit sieben zwanzig angefangen
00:03:56: zu studieren
00:03:57: genau und vielleicht Einmal noch kurz, weil es ja um Ausbildung geht und um persönliche Wege.
00:04:04: Also dieses Junghandwerker-Stipendium das war nicht in der Minderwerkstatt.
00:04:07: Das war in einer ehemaligen Ziegendeckstation im Bauhausstil...
00:04:14: Entschuldigung machen wir mal langsam!
00:04:15: In einer ehemeuligen Ziegendeckstation also wo sozusagen Ziegen zur Vermehrung hingebracht werden?
00:04:21: Genau.
00:04:21: Und das
00:04:21: haben wir in einem Gebäude aus dem Bauhaus...
00:04:23: Das von einem Bauhausschüler entworfen worden ist.
00:04:28: Also echt ein super schickes Gebäude, einfach auf dem Acker irgendwo.
00:04:32: Früher mussten die Ziegenböcke riechen nicht so gut und es war... Und die Gemeinden waren verpflichtet also in den dreißiger Jahren, waren verplichtet, Ziegen böcke zu halten und deswegen hatte die Gemeinde diese Ziegendeckstation gebaut.
00:04:52: Jemand aus dem Ort, der im Bau studiert hatte und hat die gebaut.
00:04:57: Und das hatten dann KunsthandwerkerInnen haben das ausgebaut, renoviert usw.
00:05:03: Dann hatten sie ein Stipendium ausgeschrieben und ich wollte ja unbedingt wieder in den Norden.
00:05:09: Ich hab mich nicht so wahnsinnig wohlgefühlt da in der Gegend und habe mich beworben und dann haben Sie mich eingeladen doch an einem Kunsthandwerkermarkt Teil zu nehmen und ich hatte schon ein Webstuhl.
00:05:23: Und dann habe ich mein Webstühl auf der Acker gesteht... ...und hab da gewebt, und dann hab mich da praktisch so... ...dann konnte ich ihn gleich dalassen und war dann ein Jahr.
00:05:34: Da hätte die Möglichkeit ohne Miete, ohne alles auszuprobieren, ob ich mich selbstständig machen will.
00:05:40: Also die Erfahrungen haben sich da gemacht.
00:05:42: Ganz kurz wenn man aber von einem Webstühlen spricht, spricht man schon mal zu dem großen... Gefühlt, anderthalb Meter, mal anderthalt Meter großem Holzgerüst.
00:05:51: Es gibt noch ein Foto von mir am Web-Schul auf dem Acker.
00:05:55: Den habe ich aber auch nie wieder auf den Acker gestellt.
00:05:57: Das ist
00:05:57: auch etwas Schade und was Besonderes.
00:06:00: Aber das war mein Engagement um da Stipendium zu kriegen.
00:06:04: Da hab' ich mich schön ins Zeug gelegt.
00:06:06: Interessant!
00:06:07: Genau.
00:06:07: Und dann habe ich aber während des Jahres, ich hatte dann gelegen, eine kleine Ausstellung zu machen, mir so einen kleinen Markt zu erschließen... Ich mein damals Anfang der Achtziger, es gab keine Existenzgründungsstipendien und Kurse und sowas.
00:06:20: Ich hab einfach Learning by Doing, hab mich da irgendwie reingeschmissen und hab dann aber auch festgestellt, ich war irgendwie ein zwanzig Jahre alt und hab gedacht, ich will aber nicht jetzt zwölf Stunden am Tag für vielleicht mal tausend Mark im Monat arbeiten.
00:06:35: Das sind zweitausend Ostmark, das sind viertausend
00:06:37: Euro?
00:06:39: Nein!
00:06:40: Es war wirklich... Also wenn ich meine Eltern nicht gehabt hätte und keine hätte Miete zahlen müssen, wäre es überhaupt nicht gegangen.
00:06:48: Und dann kriegte ich das Angebot, dann rief mich jemand an und fragte ob ich die WBerei übernehmen wollte in Bremen um mit Körperbinder zu arbeiten.
00:06:59: und das habe Um.
00:07:04: dann, Thema Ausbildung.
00:07:06: Studium?
00:07:07: Nein.
00:07:08: Ah, schade!
00:07:09: Dann habe ich in der Zeitung gelesen an irgendeiner Fachzeitung, dass es damals hieß, die noch HDK, eine ODK im Berlin Textil Design wieder neu eröffnet wird Und ich wollte mich... Ich war so ein bisschen unschlüssig, will nicht studieren oder mache ich irgendwas anderes.
00:07:28: Ich wusste okay, ich würde nicht in dem Bereich bleiben und dann habe ich mich blind beworben auf ... Ich hab gedacht ja die bauen das neu auf die brauchende Werkstattleiterin in der Weberei ist doch logisch!
00:07:40: Dann habe ich eine Blindbewerbung geschickt und dann hat sie gesagt nein sie hat keine Stelle aber hast du nicht Lust einen Lehrauftrag zu machen?
00:07:47: Und dann habe ich praktisch parallel zu meiner Arbeit im Bremen, bin ich dann immer Block für Blockwochen an die HDK gefahren und hab da Weben unterrichtet.
00:07:57: Also das fing meine Lehre an.
00:08:00: Wann war das?
00:08:00: Schon vor dem Studium!
00:08:03: Wann War Das?
00:08:04: Ich hab einundneunzig angefangen zu studieren, neun achtzig, neuneunzig.
00:08:10: Und dann hab' ich noch ein Semester... Da hatte ich dann einen Studienplatz in Hamburg also In Hamburg angefangen und habe eine Einungsschule studiert oder der anderen unterrichtet.
00:08:24: Und das war aber der Professorin dann doch etwas suspekt, und dann hat sie mich doch gebeten...
00:08:29: ...zulassen?
00:08:30: Das zu lassen!
00:08:31: Ich soll mich melden wenn ich mit dem Studium wieder fertig bin.
00:08:34: Ach, der Professor in Berlin war es?
00:08:36: Ja, ja, ja.
00:08:37: Okay.
00:08:37: Darum
00:08:38: wusste du das gar nicht.
00:08:40: Genau.
00:08:40: Also da fing
00:08:41: meine Lehre an
00:08:42: und meine Leidenschaft auch für die Lehre.
00:08:44: Also da hab ich schon gemerkt, oh das macht Spaß zu.
00:08:48: Das
00:08:48: weiterzugeben.".
00:08:49: Und dann hast du das studiert in Hamburg wahrscheinlich vier oder fünf irgendwie sowas.
00:08:55: und dann bist du eigentlich... was hast du denn gemacht?
00:08:57: Dann dachte doch, das weiß ich!
00:08:58: Das steht hier nämlich auf dem Zettel.
00:09:00: Und dann warst du aus der Art von Atyl die Leiterung Firma Kinna Sand in Westerstaede.
00:09:10: Und seit Jahr zwei ist dein Büro für Textildesign Textile Concept, Color Construction in Hamburg und Entwicklung von Textilprodukten, Dekorations- und Möbelstoffenfarbkonzepten, Kollektionskonzepte.
00:09:20: Betreuung von Fotoproduktion mit der Modedesignerin Eva Vorkörper.
00:09:25: Entwicklung von textilen Wohnen als es war's!
00:09:27: Also hast dann auch schon ein ganzes Stück auch entwerferisch aktiv in eine Praxis getrieben.
00:09:34: Genau ich habe tatsächlich ziemlich viel Glück gehabt.
00:09:37: also... Ich hab ja in Hamburg studiert und in Hamburg ist das genau wie in Halle dass man nämlich, das es kein Umland gibt.
00:09:44: Kein Textiles-Umland.
00:09:46: Das heißt wenn ich das studiere und als Textilisinerin arbeiten will und was damals vor allen Dingen in der Industrie möglich war oder mit der Industie für die Industrie wie auch immer dann muss sich wieder gehen.
00:10:02: Und Hamburg war ja so meine... Da wollte ich immer hin.
00:10:07: Ich kam vom Land.
00:10:08: Ich wollte immer nach Hamburg.
00:10:10: Ich habe dann ein paar Umwege über Sindelfingen und Bremen gemacht, aber dann war ich endlich in Hamburg.
00:10:15: Und war aber schon wieder so auf dem Absprung, hab gedacht okay, weil ich wollte arbeiten!
00:10:19: Ich hatte eine Praktikung gemacht bei Kreative Baumann in der Schweiz während meiner Studiums einen halben Jahr wo ich wahnsinnig viel gelernt habe, wo ich total reingesprungen bin in diese ganze Entwicklung für die Industrie.
00:10:33: Das hat mir total viel Spaß gemacht und das wollte ich machen.
00:10:37: Und dann kam es aber so, dass ich eben Westerstede ist auch in Norddeutschland und Kinnersand.
00:10:43: Ist eine schwedische Firma also eine alte kommt aus einer alten Leinenweberrei und war ist eine.
00:10:51: also nein war eine sehr wichtige kleine entscheidende Design produzierende Firma sage ich mal Also die hatte wir haben immer ausgestellt auf den Messen in Frankfurt Und Verona und Paris, ich weiß nicht wo.
00:11:09: Waren immer schon so gehörten mit zu der Creme de la Crème, der Textilverlage.
00:11:17: So nennt man die Firmen, die praktisch direkt an den Markt gehen, die eigentlich wie Großhändler funktionieren, aber eine eigene Kollektion machen, also eine ganz eigene Designsprache haben.
00:11:29: Vielleicht kennt jemand noch Nia Nurdiska oder ihr habt Anstürz.
00:11:36: Es gibt schon nicht mehr, früher gab es auch noch alle möglichen Zimmer und Rode.
00:11:41: Also es gibt relativ wenig und Kennersand war eine von diesen Firmen.
00:11:46: Ganz kurz?
00:11:48: Weil wenn wir ja schon darüber sprechen – und vielleicht viele Leute inklusive mir – nicht wissen wie das funktioniert.
00:11:54: Das heißt die produzieren, die haben entweder Inhouse-Designerinnen oder Designer oder extern, dann produzieren sie große Mengen bestimmter Textilien, die dann von beispielsweise Möbelfirmen gekauft werden?
00:12:08: Nee.
00:12:08: Wir produzieren nicht!
00:12:10: Wir sind eine Zwischeninstanz.
00:12:13: Wir sind ein Verlag... Also das ist ein ganz alter Begriff.
00:12:17: der Wien-Buchverlag eigentlich auch der Buchverlag drückt ja auch nicht so in Bücher selber.
00:12:22: Das ist korrekt.
00:12:24: Sondern wir entwickeln und deswegen war es so eine tolle Stelle, bei der ich einfach wahnsinnig viel gelernt habe und das auch mich total entfalten konnte um dann ja auch irgendwann hier zu landen.
00:12:38: Also die ganze Konzeption der Kollektion entwickelt.
00:12:43: Ich hab gesagt okay, die nächste Kollektions einmal im Jahr für Interior soll weiß ich nicht.
00:12:49: ne bestimmte Farbwelt soll eine bestimmte Designsprache haben.
00:12:54: Ich möchte gerne Gewebe, ich möchte gerne transparente Gewebete, dichte Geweben wie auch immer.
00:12:58: also man stellt eben so ne Serie zusammen und dann geht man zu produzierenden Industriebetrieben.
00:13:08: Wenn ich finde das ist ein... ich kaufe auch bei einem... ich habe oft bei freien Designerinnen eingekauft die Freelance arbeiten.
00:13:16: die sind dann zu mir gekommen oder Hab sie besucht in jemandem hier und dann haben wir gesagt, hier mach mal was für uns.
00:13:22: Ich möchte gerne... Was weiß ich?
00:13:25: Ein Fliederstoff ist ja egal!
00:13:27: Soll ein fröhlicher Frühlingsstoff werden.
00:13:31: Und dann kriege ich das Design von der Designerin und dann gehe ich entscheide ich soll dass jetzt im Gewebe umgesetzt werden soll das im Druck umgesetzt wird.
00:13:41: wenn es im Druck gesetzt werden soll normaler Siebdruck oder wie das sogenannte Ausbrenner, wo es ein bisschen transparenter wird.
00:13:51: Das entscheide ich praktisch natürlich in Absprache mit der Geschäftsführung und Design Team.
00:13:57: später hatte ich dann auch eine Mitarbeiterin aber das ist das Zentrum praktisch für die Gestaltung.
00:14:04: Die ist im Verlag Und dann arbeite ich auf der einen Seite meine Freelancer zusammen und auf der anderen Seite mit den Designer-Innen, die in den Produktionsbetrieben sind Und da, da ist auch Teamarbeit total wichtig.
00:14:18: Weil ich wusste dann gerade im Gewebebereich also der Geschäftsführer von der Firma hat mich eben praktisch... Also ich hatte die Chance demal ein Diplom zu zeigen und dann hat er gesehen ja das ist genau das was ich eigentlich grade suche weil das war eine Zeit in den In den neunzigern war sehr viel Druckstoffe und er wollte wieder zurück zu den Wurzeln der schwedischen Firma und wieder Webstoffe machen.
00:14:45: Und da kam ich daher mit meinem Diplom, wo einfach ...
00:14:50: Sitt aber bei diesen Textilverlangen.
00:14:51: Jetzt hast du natürlich diesen, sag jetzt mal die eine Seite des Handlers beschrieben?
00:14:57: Wenn es kommt, aber wer kauft das denn dann?
00:14:59: Wer sind denn das für Leute?
00:15:00: Einrichtungshäuser- und Traumastatze.
00:15:03: Aha!
00:15:04: Also für den Interior-Bereich.
00:15:06: Ein bisschen auch Möbelindustrie, aber die kaufen eher direkt bei der Produzentin oder bei den Produzierender Industrie weil das uns ... Das ist ja eine Handelsebene mehr.
00:15:19: deswegen gibt es davon ja Möbelindustrie so jemand wie Coa oder
00:15:25: was auch.
00:15:26: Die kaufen direkt bei den Webereien auch, die gehen selten über einen Verlag wobei Es gibt einen sehr großen Verlag, der nennt sich heißt Quadrat.
00:15:37: Wer wird dir auf was sagen?
00:15:40: Und Quadrat ist auch ein Verlag.
00:15:42: Produziert nicht.
00:15:44: Das reine... eigentlich nur Umschlagplatz aber ein gestaltender Umschlagplatz.
00:15:49: Schön meck ich mir das Begriff gestaltende Umschlag-Platz.
00:15:53: Genau und Quadrat zum Beispiel die sind auch sehr stark.
00:15:57: bei denen kaufen dann auch viele viele Firmen tatsächlich ein.
00:16:02: Und diese Verlage gibt es deswegen, weil produzierende Firmen immer eine Mindestmenge haben die sie verkaufen.
00:16:12: Die haben in der Regel kein Lager sondern die produzieren on demand und die Verlage sind dafür da, die haben einen Lager.
00:16:20: Die kaufen dann bei der bei der Weberreihe dreieinhalb Meter von einer Farbe von einem Stoff aber eben dreihundert Meter und verkauft dem Raumausstatt dann die fünf Meter, die er braucht.
00:16:32: Ja also das ist deswegen eigentlich wie ein Großhändler.
00:16:36: ich gehe ja auch nicht meine Schrauben wenn mein Auto kaputt ist.
00:16:40: kaufe mir keine Schraubendirekt beim Frau-Mehrsteller sondern dann geh ich auch zu irgendeinem
00:16:47: Händler.
00:16:48: Dann machen wir uns einen Sprung und dann hast du verschiedene Vertretungsprofessionen gehabt und Gastprofession in eine UDK oder noch HDK.
00:16:59: Nee, das war glaube ich die Zeit als es dann UDK wurde.
00:17:03: Das war natürlich mein Kontakt!
00:17:07: Ich hatte da vorher unterrichtet und dann habe ich sofort angerufen und gesagt so hier ist mein Diplom.
00:17:13: Tatsächlich war auch wieder was frei und dann hab ich bevor ich bei Kindersand war nochmal ein zwei Semester unterrichtete und dann hatte ich einfach keine Zeit mehr.
00:17:28: Und dann hatte ich aber, ich kannte natürlich die Professoren und kannte auch Studierende.
00:17:34: Die hatten mich eingeladen, einen Vortrag zu halten, immer meine Arbeit im Berufspraxis vermitteln.
00:17:40: Deswegen kannten sie mich.
00:17:41: Dann haben sie mich gefragt als die Professorin in Ruhestand ging... Ob ich nicht mit André Kuppetz zusammen, den du vielleicht auch kennst?
00:17:49: Ich hab mir
00:17:50: die
00:17:50: Professor geteilt.
00:17:52: Ich kenne ja aus dem Design-Report hinten das Bild in dem schicken Anzug war der immer so abgebildet.
00:17:56: Genau, er hatte
00:17:56: auch damals die Garanzüge.
00:17:58: Das war sein Markenzeichen!
00:18:00: Aber der hat tatsächlich Textilesign studiert und deswegen hatte Frau Ehring ihn gefragt.
00:18:05: oder hatten sie ihn gefragt... Und ich kam praktisch so aus der Praxis dazu.
00:18:10: Und dann aber noch Kassel und Weißensee.
00:18:16: Und dann schlussendlich bis zu seit zwei tausend sieben Professoren für Textile sein.
00:18:20: an der Burg gibt mich schon Kunsthochschule in Hallen.
00:18:24: Das sind ja bald ein paar Jährchen und hier machen wir eine kurze Pause, und zwar würde mich jetzt natürlich mal interessieren wie du das dir entwickelt hast diese Kompetenz des Vermittelns.
00:18:43: Also du hast es ja erfahren, in deiner Ausbildung wurdest du belehrt?
00:18:50: Du hast selber studiert, da hast du das mitbekommen und dann hast du dass immer auch irgendwie parallel selber gemacht.
00:18:58: aber an was hast du dich da orientiert?
00:19:02: wie bist du da... Wie hast du dir eigentlich ein Lehrkonzept oder eine Lehrpraxis aufgebaut entlang von welchen Leitplanken?
00:19:13: Ich meine, ein bisschen ist mir natürlich zu Gute gekommen dass ich schon eine Technologie unterrichtet hatte.
00:19:19: Also als ich wem unterrichtete habe, hab' ich mir natürlich Gedanken gemacht wie bringe ich das bei?
00:19:24: Hab' man eine Struktur entwickelt?
00:19:25: Wie können Sie am besten von dem in dieser kurzen Zeit die ich dann hatte was lernen?
00:19:30: also Das war schon so ein also dieser Praxis Dieser Zugang über die praxis der kommt bei mir einfach aus dem Aus mir heraus auch in der zeit Also, ich habe da meine Kinder dann aufgehört und frei beruflich gearbeitet.
00:19:47: Ich hatte immer meinen Webstuhl zu Hause.
00:19:48: Ich hab immer irgendwelche Muster selber gemacht.
00:19:53: Und dieses Prinzip des wirklich eins-zu-eins-Muster machen von dem Material... Es ist ja auch eine Materialentwicklung.
00:20:04: Das ist etwas was ... Was ich eigentlich von Anfang an immer gemacht habe, also was so vielleicht eine kleine Leitplanke ist.
00:20:12: Dass es mir immer darum ging Konzepte zu entwickeln Ja das hab' ich gelernt über die Kollektionsentwicklung Aber auch Learning by Doing Das hab' Ich nicht in meinem Studium gelernt.
00:20:23: Eine meiner Leitplanken war es genau nicht so zu machen wie ich studiert hab.
00:20:27: Daher war's ähnlich Eine
00:20:28: ganz wichtige Leitplane weil es gab weder Projektstudium noch.
00:20:32: Also egal Es war Ich habe die Zeit genutzt in meinem Studium.
00:20:39: Ich hab ganz viel einfach gemacht, was ich wollte und hatte den Raum dazu.
00:20:45: Aber wir haben wenig präsentiert, wir haben nie ausgestellt.
00:20:51: Wir haben diese ganzen Skills, die man ja auch braucht wenn man in der Praxis arbeitet.
00:20:56: Die haben wir alle nicht gelernt!
00:20:57: Und ich war bei Kinderstand.
00:20:58: und was sollte ich als erstes machen?
00:21:01: Als erstes eine Ausstellung, weil da war gerade so ne Veranstaltung wo wir ausstellen sollten.
00:21:06: Ich nur nie eine Ausstellung gemacht.
00:21:08: und als zweites einen Fotoshooting.
00:21:11: ich sollte plötzlich ein Fotoshoot im Fotografen begleiten ist natürlich bei jetzt alles nicht so doller.
00:21:16: am Anfang mal ich sie eigentlich nicht konnte.
00:21:19: aber das habe ich ganz viel in meiner Praxis gelernt.
00:21:22: also ich hab aus meiner Praxis ganz viel rüber geholt an die In die Lehre, also um einfach zu sagen so diese Komplexität.
00:21:30: Die Beine, die das tatsächliche Arbeiten für die Industrie in der Industrie im Markt sozusagen erfordert.
00:21:41: Die habe ich dann schon mitgenommen aber immer in der Kombination mit dem tatsächlichen Tun Mit dem Faden letztendlich oder im Muster oder wie auch immer.
00:21:54: Also dieses diese Kombination war mir eigentlich immer von Anfang an wichtig.
00:22:01: Natürlich habe ich die auch weiterentwickelt und ich hab mich selber auch weiter entwickelt, ich mein das ist, kennst du selber kaltes Wasser?
00:22:08: Learning by doing!
00:22:09: Du springst da rein, du erzählst immer schön irgendwas und...
00:22:13: Das ist der Globen.
00:22:14: Klingt ganz gut.
00:22:16: Ich meine, ich hab auch mal ... Der erste kalte See war Kindersand.
00:22:22: weil die haben mich gefragt Die fanden mein Diplom toll.
00:22:26: und dann haben sie mich gefragt, ja können Sie das denn auch umsetzen?
00:22:32: Mit einer Wehberei.
00:22:34: Habe ich einfach Ja gesagt.
00:22:37: Ich habe gehofft, wir tun hier wieder
00:22:38: gehen!
00:22:39: Das habe ich letztens gesehen.
00:22:40: Wir machen die Sachen ja nicht weil sie einfach sind, sondern wir machen die Sache weil wir glauben dass ihr einfach seid.
00:22:45: Nein aber das führt uns doch genau dahin Und ich glaube, dieses Wut hat ein bisschen gepaddelt.
00:22:52: Dann ist das halt mal ein bisschen aufregend aber dann ist es beim nächsten Mal schon ein bisschen weniger gepaddelt.
00:22:58: Ja und
00:22:58: es gibt eine Sache die mich wirklich immer gerettet hat in meinem kalten Wasser schwimmen.
00:23:06: Dann sitze ich bei einem Schweizer Weberei und spreche mit dem Techniker und sage so ne der sagt mir nee das geht aber nicht.
00:23:16: Ich habe aber wem gelernt, ich wusste es geht.
00:23:19: Und am Ende haben sie's genau so gemacht wie ich es haben wollte.
00:23:22: Paar Kompromisse musste ich machen, ne?
00:23:25: Da hat man nicht das richtig gegangen oder irgendwie sowas... Also Kompromissen machen muss man immer in der Praxis, das kennst du ja selber!
00:23:33: Aber ich hatte eine unglaubliche Selbstbewusstsein und Sicherheit weil ich die Technologie beherrscht hab.
00:23:40: Weil ich wusse was macht so ein Faden?
00:23:42: Ja nee, er macht eben etwas anderes.
00:23:44: Kann kein Bundesbild malen und sagen, das ist jetzt mein Stoff.
00:23:50: Sondern ich muss wissen was macht der Faden mit dem Kette- und Schuss?
00:23:54: Wie gehen die ineinander?
00:23:55: Ist deswegen die Textilwerkstatt bei uns an der Burg so umfassend ausgestattet damit man es immer auch genau
00:24:03: prüfen
00:24:04: kann und dass genau die Studierenden bei dir diese Kompetenz eigentlich parallel mitnehmen können weil man Weden glaube ich nicht mehr richtig lernen kann
00:24:16: Ganz wenig.
00:24:17: Also eigentlich nicht, das war damals schon
00:24:20: schwierig
00:24:20: aber... Das ist das Prinzip.
00:24:24: was mir immer total wichtig ist dass das... Ne ich fange nochmal von vorne an.
00:24:32: Erste Studienjahr haben wir ja unsere wunderbaren Grundlagen künstlerisch gestalterische Grundlagen.
00:24:38: die sind auch natürlich für uns total wichtig Farbe zeichnen etc.
00:24:44: Und parallel in unserem Bereich machen Sie eigentlich, fangen Sie ganz langsam an mit entwerferischer Kompetenz.
00:24:52: Da geht es ganz viel um technologische Kompetenzen.
00:24:54: Die machen Ihre eine Woche Sticken, eine Woche Stricken die gehen durch alle Werkstätten einmal durch.
00:25:00: und im zweiten Studienjahr das was bei euch wie heißt das bei euch?
00:25:04: Methodische Gestaltungsübung heißt es bei uns.
00:25:06: Genau bei uns heißt es Grundlagen der Gestaltung.
00:25:10: und tatsächlich mache ich Dieses Projekt, dieses zwölf Punkte-Projekt was Sie haben mache ich immer dann immer ähnlich seitdem ich hier bin weil ich das immer wieder evaluiere und aber immer wieder feststelle wie viel das bringt dass ich das so mache wie ich es mache.
00:25:32: Und zwar sind sie ein Jahr lang also zwei Semester lang nur am experimentieren.
00:25:41: Sie haben ein Rahmenthema, was weiß ich?
00:25:43: Jetzt haben sie gerade das Thema Gravity.
00:25:46: Da können sie sich einen Thema suchen und kann sich mit irgendwas beschäftigen, weil das ist ja das, was sie vor allen Dingen lernen sollen diese Transformation von einem Thema in den Stoff, von einer Erzählung, von irgendetwas.
00:25:58: Aber sie machen, machen, wir machen einmal eine Woche unsere Konsultationen und den Rest ihrer Zeit sitzen sie im Webstuhl an der Strickmaschine In dem einen Semester oder eben in der Druckwerkstatt und in der Stickerei, im anderen Semester.
00:26:15: Und dann machen Sie, machen Sie... Ich predige wirklich das immer wieder!
00:26:19: Es geht um die Erfahrung.
00:26:21: Ihr müsst Erfahrungen machen.
00:26:22: Es geht nicht darum, dass eine ultimative Ding zu machen sondern ganz viel zu machen.
00:26:27: Deswegen haben sie es immer.
00:26:28: Sie machen lauter kleine Stofffetzen im Grunde.
00:26:31: Aber jeder Stoff felsen hat eine eigene Geschichte, eine eigene Herkunft, einen eigenen Prozess Und dieser schreibt sich ja auch in den Körper ein.
00:26:40: Ich habe das schon mal gemacht, ich weiß das!
00:26:43: Ich erinnere das.
00:26:44: Das ist das worauf ich hinaus will wenn nicht die so viel in der Werkstatt arbeiten lassen.
00:26:49: Natürlich machen sie sich Gedanken drum wie das.
00:26:52: also strengen schon ihren Kopf mit an aber viel wichtiger ist dass Sie Ihren Körper einsetzen.
00:26:59: Ja zwei Sachen dazu.
00:27:01: An alle die gerade zuhören es ist ja bald wieder Jahresausstellung an der Burg kann man auf der Burgwebseite sehen und da gibt's Gebäude, wo die Textilwerkstatt unten drin ist.
00:27:10: Vielleicht tu ich der Unricht oder erzähl das falsch?
00:27:14: Ist ja die Färberei.
00:27:15: Das ist richtig genau diese Grunde.
00:27:17: Da ist ein großer Tisch und dann liegen da immer die ganzen Zentrums... Druckerei!
00:27:21: Das sind unsere Textildruckwerkstätten.
00:27:23: Die Textildrukwerkstätte.
00:27:25: Die Färberei ist im
00:27:27: Designers-Unden drin.
00:27:28: Genau natürlich.
00:27:30: Und ich kann mich an diesem Ort Stunden aufhalten.
00:27:34: Das ist, krieg ich heuläglich Gänsehaut weil es ist so ein... Also alles ist, man darf's immer nicht antworten, ich machs aber trotzdem, ich funge mich da so durch und das ist so toll all diese Gewebe und Farben und Samples zu sehen und dass er eben nicht in unten.
00:27:52: und ich glaube das ist ja so ein bisschen.
00:27:53: auch das wo das wenn man so ganz ganz ganz überflächlich drauf guckt ist ja Textil sein und Mode selbst hat dasselbe.
00:28:03: Hast du gesagt, wenn man wenn die dritte Person gar nicht im Raum ist und ganz weit weg ist, dann könnte man diesen Eindruck haben.
00:28:11: Dort geht es aber genau darum nicht.
00:28:13: Es ist wirklich ausdifferenziert in diese A-Fünf großen Proben, die da liegen und in unterschiedlichsten Deklinationen ausdifferentiert
00:28:29: sind.".
00:28:29: Genau.
00:28:30: Und das sind die Arbeiten, die im zweiten Schuljahr entstehen.
00:28:33: Also das sind genau die und du kannst dich schon auf die nächste Ausstellung freuen, da darfst du nämlich anfassen weil wir gerade... also wir machen in ein Semester immer Drucken-Ferben-Sticken und ein Semesterveben-Strecken und in dem Drucken gefärbt haben wir gar nicht, weil alle Stoffe sind weiß, haben wir uns nur alles jeder Aus der Gruppe hat nur mit weißen Stoffen gearbeitet, die wir manipuliert haben.
00:29:02: Wo wir mit drei D-Druck draufgegangen sind... ...die wir mit irgendwelchen Pasten bedruckt haben und es war das Thema Haptik.
00:29:09: also Wir sind zum Beispiel nach Hamburg gefahren zum Dialog im Dunkeln Und haben uns erst mal überhaupt mit dem Thema haptik auseinander gesetzt.
00:29:18: Was
00:29:18: ist denn jetzt das Dialog Im Dunkel?
00:29:20: Dialogim dunkeln kennst du nicht.
00:29:21: Tatsächlich habe ich erfahren dass es in Halle auch das gibt.
00:29:25: Das ist ein Ort, der wird von Blinden betrieben und du gehst eine Stunde mit einer blinden Person als die viertlich, gehst du durch dunkle Räume wo du nichts siehst nicht!
00:29:40: Du bist blind und du erlebst praktisch, du erlebst ihn eine Straßenszene und eine Wohnung.
00:29:47: Und dann hinterher gehst du noch in die Blindenbar, um bestellt sie was zu essen oder zu trinken.
00:29:53: Bist da eine Stunde?
00:29:55: Das ist ein wahnsinnig intensives Erlebnis!
00:29:58: Weil Du Dich nur aufs Fühlen konzentrierst
00:30:01: und hören
00:30:01: und ausfühlen.
00:30:04: Ja, ein super Ort.
00:30:05: also kann ich nur empfehlen das mal zu machen weil man verliert auch einen Zeitgefühl.
00:30:12: Also wenn man nämlich so mit dem mit dem Wahrnehmen beschäftigt ist, weil man Dinge wahrnehmen muss.
00:30:17: Mit den Fingern die man wenn man im normalen Leben ist einfach automatisch schon konditioniert.
00:30:23: Da brauchst du nicht drüber nachdenken.
00:30:26: und dann wenn Du in dem Ort bist denkst Du drüber Nach.
00:30:30: wo ist denn jetzt hier die Tischkante?
00:30:33: Du hast gerade gesagt dass du diese Formate in der Grundlagen der Gestaltung Nenn ich es jetzt mal technokratisch, dass du die immer ätherierst.
00:30:45: Du versuchst sie immer nochmal zu wieder... Also machst das eigentlich immer wieder und veränderst immer so Kleinigkeiten wahrscheinlich?
00:30:52: Aber genau, weil du sagst, du evaluierst die auch.
00:30:56: Wie funktioniert die Evaluationen?
00:30:59: Und was fragst du?
00:31:01: Was kriegst du zurück und wie reagierst
00:31:03: du?".
00:31:06: In diesem Fall meine ich jetzt, dass ich selber evaluiere.
00:31:09: Also wenn ich die Studierenden frage... Ich frage sie natürlich.
00:31:12: am Ende des Meisters und in der Regel also bei diesem Projekt hatten wir ja schon gerade die Feedback-Runde und als sich das Projekt vorgestellt hat gab es eine große Enttäuschung.
00:31:23: Ach warum?
00:31:24: Weiß!
00:31:26: Wir haben so Lust auf Farbe.
00:31:28: Warum können wir nicht?
00:31:29: Farbe?
00:31:29: in der Druckerei mit Druckstoffen verbindet man immer irgendwas buntes, tolles Farbiges eben.
00:31:38: Und dann nein wir müssen nur weiß und jede einzelne Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben mir erzählt dass sie das ist für sie eine ganz tolle Erfahrung war genau nicht mit Farbe zu arbeiten da sie sich ja viel mehr auf das haptische konzentrieren konnten Dass Sie sich damit beschäftigt haben.
00:32:02: Lewis zum Beispiel hat mir erzählt gestartet hat, wenn man die Augen zugemacht und doch gefühlt hat.
00:32:09: Das hatte ich mir aber dann doch nicht gereicht!
00:32:11: Und dann hat er für sich entschieden... Ich brauche aber das Visuelle dazu.
00:32:16: Dann ist es ja auch in Ordnung.
00:32:17: Es ging ja nicht darum, Stoffe für Blinde zu machen sondern einfach Stoff mit einem besonderen naphtischen Erlebnis
00:32:23: zu machen
00:32:25: weil das ja auch was ist, was das Textil wieder ausmacht.
00:32:28: ganz stark also
00:32:33: Mir nämlich hier, ich baue jetzt eine richtige Meterbrücke und will auf das Thema der Wiederholung.
00:32:39: Weil die hat das Textile eigentlich eine, sagen wir mal, eine repetitive Musterbildung ist klar.
00:32:51: Derriert sie und alterniert und kann in unterschiedlichen Formen, aber es ist eigentlich ein...
00:32:56: Schuss bei Schuss!
00:32:57: Fahrt mehr Faden?
00:32:58: Genau.
00:33:03: steht aber eigentlich dem diesem experimentellen Neumachen des Brechens der Regel, was ja auch eine Quelle von Innovationen ist hier immer irgendwie im Weg.
00:33:15: Also steine These Metabrucker!
00:33:20: Wie kommst du denn aus dem sagen wir mal handwerklich betonen richtig machen?
00:33:27: Was man ja braucht ins innovative Neuschöpfen
00:33:33: über das Thema.
00:33:36: Okay.
00:33:37: Das ist das Thema, weil wenn ich sage, geh ein Webstuhl, webt mal ein bisschen was, denkt dir ein paar Wörter aus und dann webst du die oder so?
00:33:50: Da kommt man nicht weit!
00:33:54: Und das ist ja das Prinzip, was dann auch in den Hauptprojekten ist.
00:33:58: Also für mich ist ganz wichtig dieser Zugang über ein Thema, dass ich etwas erzähle, dass sich etwas darstelle... Dass ich das ja ausdrücke über das Textil.
00:34:11: Weil das Textile ist für mich tatsächlich eine Sprache.
00:34:17: Ich meine wir haben ja dieses... Ich kann es nicht mehr hören, Text!
00:34:21: Text, Textur, Textil ist immer wieder Thema.
00:34:25: Also wir haben den kleinen Wortstaben bekommen natürlich aus dem... Ein Text ist ja auch was Repetitives und die Buchstaben sind aneinander gereiht
00:34:33: usw.,
00:34:34: also...
00:34:34: Coolest du das nicht behören kannst?
00:34:36: Ich höre dir!
00:34:37: Du
00:34:37: hörst mich
00:34:37: zu?!
00:34:38: Ja weil damit... Wir haben ja zum Glück jetzt relativ viele Textilaustellungen in den letzten Jahren.
00:34:46: Du kannst mal die Einleitungstexte von irgendwelchen Museumsleitern lesen und mindestens eben zwei Textes
00:34:55: erwähnt.
00:34:55: Über die nicht über die Metabrücke, sondern eben über die etymologische Brücke hin vom Text zum Textzigerarbeit.
00:35:03: Ist egal, dass man beiseite gelassen.
00:35:05: Ich finde Textil spricht eine eigene Sprache weil ich kann... Du sprichst über die Wiederholung und aber es ist nicht nur... Also in der Wiederholungen steckt ja ne große Kraft auch.
00:35:17: also das ist ja nicht nur, du hast das jetzt so negativ dargestellt Das ist ja euch wiederhole irgendwas irgendwann wird's langweilig.
00:35:24: Aber über dieses Wiederholen komme ich ja auch wieder auf andere Ideen.
00:35:28: oder werde ich angeregt was anderes zu denken?
00:35:33: Das spreche ich aus meiner Erfahrung von selbst am Webstuhl sitzen.
00:35:38: Ich nehme irgendwas vor, was ich weben will, dann webe ich das und dann bin ich aber... Das habe ich ja schon fertig gedacht!
00:35:43: Das muss sich nur noch ausführen und währenddich das ausführe mache ich das automatisch und fange an weiterzudenken und denke dann schon über den nächsten Stoff nach, den ich machen will oder irgendetwas ganz anderes.
00:35:57: Also die Überdiesel hat ja etwas ganz Meditatives
00:36:00: dieses
00:36:01: Repetitive
00:36:03: In dem Sinne, wenn du das gerade sagst.
00:36:07: Das planvolle Vorgehen ist ein Vorgehen.
00:36:10: Das ist sozusagen vor der Handlung.
00:36:12: hast du eigentlich alles schon ready?
00:36:14: Du besitzt nur noch da und arbeitest dein Plan ab!
00:36:17: Da gibt es wenig Eingriff, wenig spontane Interaktion sondern das ist eigentlich das Ziel zu auszuführen.
00:36:29: Nein also...
00:36:30: Aber nee ich will noch darauf hin auch.
00:36:32: Ich glaube nicht.
00:36:34: Das Jein habe ich gehört.
00:36:35: Aber das ... Nee, dass durch diese eigentlich fast zähnhafte Wiederholung wird der Körper in eine Schwingung versetzt.
00:36:45: Der Geist kommt ins Ruckeln und da also ins Laufen und beginnt kreativ zu denken während die Hände in einer fast schon in einer Art choreografischen Tanzschuss- und Kettfaden und man hat die Fühls auch mal noch mit Man muss die Augen so.
00:37:05: Aber das eine neuronale Netzwerk, was nicht für die Koordination des Körpers zuständig ist kann über Dinge nachdenken und aber im Thema sein.
00:37:17: Genau!
00:37:19: So ungefähr... Also es ist zumindest eine Variante des Arbeitenes.
00:37:25: Wenn sie ihre Experimente machen, wenn sie keine Vorgabe haben, also keine Vorgaben im Sinne von Funktion zum Beispiel.
00:37:36: Ich gebe im zweiten Studium ja nicht vor es soll ein Möbelstoff werden und dann Kleiderstoff oder irgendwie sowas sondern Es geht einfach nur ums machen um das da am Ende irgendwie eben dieser kleinen Fetzen liegt Und da können sie manche arbeiten dann schon auch dann beim Wegen nehme ich dann doch immer noch einen anderen faden damit rein und ändert das und Dann haben Sie am ende eine fläche wo ganz viel passiert.
00:37:59: und trotzdem Das ist vielleicht auch so ein Automatismus, den ich einfach verinnerlicht habe.
00:38:06: Ist denke ich das als Wiederholung?
00:38:08: Ich denke, ich habe diesen Stoff gewebt und vielleicht ist jeder Faden anders im Schoß in der Schoßefolge.
00:38:16: aber dann denke ich okay wie...ich denke immer darüber nach wie geht es weiter?
00:38:20: Und dann sage ich ok ja Es geht nicht weiter, denn ist es ein Bild und ich denke es aber in der Wiederholungen Dann wird es zum Stoff.
00:38:31: diese, diese strukturierte Logik dir ein anzueignen.
00:38:40: Also ich sehe in den Textil ist das auch bei euch eine Ausstellung sie auf diesem Kästchenpapier die technische
00:38:49: Zeichnung.
00:38:50: Wahnsinn!
00:38:50: Das ist ein Kot.
00:38:51: Ja genau, aber genau.
00:38:52: Das ist nur Löhneins, das ist das was alle reden immer vom JK Webstuhl als Begründung der Computertechnologie.
00:39:04: Im Grunde geht das schon los, wenn du eine Bindungspatrone aufzeichnest ...
00:39:10: Das stand nämlich auch in den Texturen.
00:39:12: Bindungspatrone habe ich gelernt.
00:39:13: Aha!
00:39:14: Das meine ich mit diesem
00:39:15: ... So nennt sich diese technische Zeichen?
00:39:16: Genau.
00:39:18: Ja genau und ich gucke
00:39:19: da drauf und kann sie
00:39:20: nicht
00:39:20: lesen.
00:39:22: Da bestimme ich geh der Fahrt nach oben.
00:39:25: Wenn der Feld gefüllt ist, geht der Fahrten nach oben oder bleibt da unten.
00:39:29: Das ist das Prinzip, null und eins.
00:39:32: Hoffen wir dazu!
00:39:34: Ja, das ist ja dann...
00:39:36: Höhere.
00:39:37: Nein, dann gibt's...
00:39:39: Okay gut, leise
00:39:40: geringe?
00:39:40: Das ist höhere Mathematik.
00:39:41: Es gibt eine Endoppelgewebe.
00:39:42: Ich kann ein Gewebe so konstruieren dass ich gleichzeitig zwei Geweben übereinander webe.
00:39:47: Die Lage legen sich über die Konstruktion übereinander.
00:39:50: Da siehst du nicht auf dem Karo-Papier, das weißt Du!
00:39:56: Das probierst Du entweder aus oder indem Du einfach diese im Buch nachschlägst und sagst, dass ist meine Bindungspartrone für ein Doppelgewebe?
00:40:05: Oder Du zeigst Dir das auch und probierest es ein wenig schon auch und wir merken, Hauptplan!
00:40:11: Der erste Fall ist rot, der andere zweite Fall ist grün.
00:40:13: Der dritte wieder rot und am Ende ist das Gewebe oben Rot und Grün.
00:40:21: Unsere tolle studentische Hilfskraft Karolin wird dann einfach ganz viel davon nenn ich schon nutzpacken.
00:40:28: so ein Wikipedia Abriss über diese ganzen Sachen.
00:40:31: Total toll!
00:40:32: Du hast gefahren, dass Wort Experiment verwendet und du hast in einem Text den ich hier gelesen habe mit dem Thema Feldstudien Wo es um so teilnehmende Beobachtungen, auch aktive Teilhaben in Designprozessen oder designforscherischen Prozessen das Experimentellerobern aufgeschrieben.
00:40:55: Das finde ich total toll weil da ging es ja auch um Routinen und Regeln und Wiederholung in der Beobachdung von Menschen und sowas.
00:41:05: Dann baue ich wieder in die Meterbrücke Weil man spricht ja auch von einem sozialen Gewebe, von so einem Gewirk wie Menschen miteinander in Verbindung sind.
00:41:19: Was bedeutet für dich dieses konzeptionelle Arbeiten?
00:41:23: Also viele Abschlussarbeiten die bei dir entstehen oder bei euch Masterarbeiten und Bachelorarbeiten sind neben denen sagen wir mal formal ästhetischen Kriterien um das sich einfach pardon mein Freund sehr schön sind So durchdacht, kluge Positionierungen zu bestimmten gesellschaftlichen Sachverhalten.
00:41:49: Wie entwickelst du das mit den Studieren?
00:41:52: Wie entwickeln die das und wie kannst du das begleiten dass es eine so eine intellektuelle Durchtringung
00:41:59: wird
00:41:59: bei denen außer dass sie natürlich von sich aus total klug sind?
00:42:03: aber welchen Beitrag denkst du hast du da oder deine Mitleerenden?
00:42:08: Ich meine, ich steuere natürlich einiges.
00:42:11: Also es ist ja ein Konglumerat letztendlich aus dem Studium.
00:42:18: Weil ich habe jetzt bisher nur von den Grundlagen gesprochen und wir gehen dann ins Hauptstudium.
00:42:22: Und im Hauptstudien findet bei uns das Projekt-Studium statt.
00:42:25: Das heißt... ...ich gebe einen Thema und das Thema ist aber eigentlich wie so ein Frame, wie so einen Rahmen damit... Man muss ja auch ein bisschen Orientierung haben, weil das wiederum ich eben gar nicht zu Ende erzählt habe.
00:42:41: Ist wenn ich mich einfach nur an Web-Schul setze und irgendwas, wo mich hinwebe, da passiert nicht viel.
00:42:46: Da bleibe ich einfach in meinem Kosmos, den ich mal gelernt hab und dann probiere vielleicht mal ein bisschen was und da ein bisschen etwas.
00:42:53: aber ich komme nicht dahin, wo ich es hinhaben will sondern da nutze Ein Thema, mit dem sie sich beschäftigen.
00:43:02: Wie zum Beispiel Thema Feldstudien?
00:43:05: Sie gehen raus und untersuchen
00:43:08: was ... Ich kann sogar sagen, wir sind nämlich in einer Tankstelle in Klänze im Landland.
00:43:13: Ja das waren ja unsere ganz kleinen Vorübungen.
00:43:16: Ach so genau!
00:43:17: Oder in einem Speedy oder in so unterschiedlichen Orten hier.
00:43:21: Genau wie sieht man das auf den ... Die seht ihr natürlich nicht liebe Zuhörner.
00:43:26: So eine Patrone aber ja unter einem Eisstadion in Dortmund
00:43:31: Genau.
00:43:31: Einstadion in Dortmund, gutes Beispiel.
00:43:34: Das hat ... Anna-Mohren heißt sie ... Hat das beobachtet?
00:43:42: Hat da praktisch sich hingesetzt, hat die Eiskutungsläuferin beobachtet und was sonst so rumfährt.
00:43:53: Die hatte ganz viele Filme gedreht, ganz viele.
00:43:59: Im Grunde ist das hier.
00:44:00: Also sie hat einen Stoff gewebt, wo sie dann praktisch diese Bewegung umgesetzt hat in den Stoffen.
00:44:05: In einzelne Frames?
00:44:06: In einzelnen Frames die sie dann zusammen auf einem großen Stoff gebracht hat und der im Grunde dann diese Transformation dieses Themas in den stoff ist.
00:44:16: ich sehe natürlich nicht dass es ein Eisstadion ist und worum es da geht sondern Das wird dann wieder zu was eigenem.
00:44:23: und trotzdem erzählt es aber die Geschichte des Eisstadions.
00:44:28: Also, sie erzählt von dem Eistadion.
00:44:32: Das ist der Prozess den Sie durchmacht und das ist dieser Prozess der Transformation von dieser Geschichte, von dieser Beobachtung, von diesen, meinetwegen Ritualen oder Raumempfindungen oder was auch immer.
00:44:48: also die sind ja sehr viel schädig und sehr unterschiedlich die Themen.
00:44:52: Aber immer geht es darum, wie kriege ich jetzt dieses Thema in den Stoff?
00:44:56: Und das ist auch der Moment wo die größten Schwierigkeiten haben.
00:44:59: Wo sie alle erstmal erst mal so ja wie mache ich das denn jetzt?
00:45:03: was mache ich denn jetzt?
00:45:04: Wie komme ich dann jetzt irgendwie an meinen Gewebe?
00:45:08: und Das schaffen Sie aber.
00:45:10: und das schaffen sie weil sie abstrahieren lernen weil sie das eben nicht abbilden.
00:45:16: Was weiß ich?
00:45:17: Wir kennen Bildteppiche, wir können auch im JAK.
00:45:20: Ich finde immer alle ganz schick, wenn man das erkennen kann was da abgebildet ist.
00:45:24: Ich kann dein Porträt, kann nicht in den JAK weben.
00:45:28: Ohne Probleme gibt es ein Programm, drück mich auf den Knopf der liest das ein und macht das aber das ist ja langweilig sondern es geht ja darum einfach neue Stoffformen zu finden, neue Ideen wie ich jetzt meine Fäden mache und dann das ist dann diese... wenn ich von der eigenen Sprache spreche.
00:45:48: Und das ist eben nicht der Text, den ich lese!
00:45:51: Das sind nicht die Fotos, sondern es ist etwas anderes, weil man sich auf eine ganz andere Art die Geschichte erfahren kann.
00:46:00: Aus der Perspektive des, sag jetzt mal, Marktes oder Textilverlages – wie sehr ist dieses Story dann am Ende noch wichtig?
00:46:11: Weil das sind ja immer sehr schöne.
00:46:15: Ach, ich verzerrte mir nicht mehr.
00:46:16: Ich sage es jetzt einfach in der Mangelung meiner sehr interessante reizvolle ästhetisch hochwertige Produkte die jetzt stehen, wo mir manchmal denn der Zeit und den Nerv fehlt mich in diese Backstories reinzuarbeiten.
00:46:34: und ich erfasse es aufgrund seiner sinnlichen Komponenten und weniger über die Backstory dahinter Was ich ja total cool finde, dadurch entsteht das Neue.
00:46:44: und wenn es mich dreimal mehr interessiert dann gucke ich's mir natürlich noch in die Tiefe an oder liest den Text dazu.
00:46:51: Aber ist der W nicht eigentlich verpufft?
00:46:56: Klar verpuft er.
00:46:58: Feinhaft, ne?
00:46:59: Ja
00:46:59: natürlich.
00:47:03: aber das Gefühl was du gerade beschrieben hast... Ich sehe das!
00:47:07: Du gehst dahin und du siehst die Stoffe, du nimmst sie wahr.
00:47:10: Und du spürst da ist was!
00:47:12: Darum geht
00:47:13: es...
00:47:14: ...und nicht darum, was da
00:47:15: ist.
00:47:15: Genau, das ist ja keine Abbildungstechnik.
00:47:17: Es ist ja kein Abbildungstechnika, sondern da ist etwas und du kriegst Lust auf diesen Stoff.
00:47:23: Das ist ein ganz wichtiger Moment den ich versuche, die dahin zu führen.
00:47:28: Also diese... Was hab' ich immer gesagt?
00:47:31: Das ist eher ein künstlerischer Weg.
00:47:35: Erst mal künstlerische Fragen.
00:47:37: Wie kriege ich das übersetzt?
00:47:38: Weil, dann habe ich diesen Stoff dahängen und der ist ja noch nicht für den Markt!
00:47:43: Ich will überhaupt nichts, das schaffen wir gar nicht.
00:47:46: Mir ist das Wichtigste dass die Idee gut ist, dass die Ergebnisse genau diese Ausstrahlung haben Und wenn ich dazu in der Lage bin Dann kann ich auch weiter transferieren.
00:47:59: Da kann ich wieder in den Markt gehen und kann mir dem Markt angucken Okay, was ist im Markt eigentlich los?
00:48:06: Natürlich ist das wichtig.
00:48:07: Das war auch mein Leben in der Industrie.
00:48:10: Ich bin auf jeden Messe gefahren und ich war in meiner Paris-New York überall und habe mir überall angeguckt, was passiert um das aufzunehmen, um das in die Stoffe einfließen zu lassen, die ich jetzt für den Markt dann wieder entwickelt hab.
00:48:24: Es war oft auch frustrierend weil die kurzen Stoffen, die wir gemacht haben, waren noch nie Bestseller Aber die haben wir uns geleistet, weil auch die Stoffe wiederum das erzählende Moment waren in der Kollektion.
00:48:42: Weil das ist so Teil wichtig wenn du so eine Kollektionsaufbaustestes Geld verdienst mit UNI-Stoffen.
00:48:47: Mit was?
00:48:47: Mit
00:48:48: UNI Stoffen!
00:48:48: Mit einfarbigen Stoffem.
00:48:51: wie sehen deine Freunde zu Hause aus, wenn du Kopfhächer hast?
00:48:54: wahrscheinlich weiß
00:48:56: Ich gehe gerade die Räume durch, ja irgendwie so ein helles Zeug genau.
00:49:01: Genau das ist das was sie kaufen.
00:49:03: aber um es zu verkaufen hat man dann in so einem Verlag die Chance auch Eyecatcher zu machen.
00:49:10: und die Eyecatchers sind dann die die Spaß machen und eyecatcher sind auch die die Geschichte erzählen und wo dann am Ende auch egal ist ob die Stoffe dann die weisen ob die Kunden dann nur die weißen Stoffe kaufen.
00:49:23: Aber das ist wieder eine Transformation in ein anderes Feld, aber wenn ich gelernt habe diesen Schritt zu machen von einer Geschichte in einen Stoff, kann ich auch den nächsten Schritt widergehen?
00:49:38: Ist die Erfahrung, die ich eigentlich mache mit meinen Absolventinnen ... Arbeiten, wenn sie einen Job finden was natürlich nicht einfach ist aber dann müssen Sie genau das tun.
00:49:52: Nämlich wieder abstrahieren weil jeder jede Firma ist ja spezialisiert Aber dann können die das auch.
00:50:00: Was wäre eine total tolle Überleitung zu der Frage?
00:50:03: Ja wo landen eigentlich deine Studierenden und was sind Geschichten die es sich zu erzählen wohnt?
00:50:08: Und jetzt hast du gesagt wenn sie dann ein job finden das ging ja total fatal.
00:50:13: Es ist gerade Ich weiß nicht, wo leben wir heute?
00:50:16: Im Jahr ... In Halle.
00:50:19: Im Jahr... im Jahr ... ... und es gab eine Zeit, als ich anfing, zwei sieben war das relativ gut was zu finden wenn man in die Industrie wollte.
00:50:39: Das war auch tatsächlich ganz anders als ich Abschluss gemacht habe.
00:50:46: Es war völlig klar, ich bin die einzige aus meinem Jahrgang, die im Texte geblieben ist.
00:50:52: Das war eine ganz schwierige Zeit, da waren noch alle arbeitslos nur abm stellen und man konnte nicht mal Lehrer werden.
00:50:59: Also es war wirklich auch ne finzere Zeit.
00:51:01: wir sind damals ganz anders damit umgegangen.
00:51:05: Niemand hat sich so ein super Stress gemacht.
00:51:07: Oh Gott, was passiert wenn ich mit meinem Studium fertig wird?
00:51:10: Sondern wir haben einfach studiert und dann waren wir fertig.
00:51:11: Und dann hat man geguckt, was man macht.
00:51:13: Es war tatsächlich eine andere Zeit.
00:51:16: Machen aber die jungen Menschen heute auch!
00:51:18: Ja... Aber es gibt viel mehr Ängste.
00:51:22: Also viel mehr Sorgen und auch berechtigt nicht.
00:51:25: Das ist ja einfach ne ganz andere Entwicklung.
00:51:29: Die ersten, die bei mir den Abschlüsse gemacht haben Die sind fast alle im Texti geblieben.
00:51:35: Also da war ein tatsächlich ein wichtiges Feld ist die Autonistrie, wo man natürlich extrem wieder zurückschrauben muss weil die Farbe ist nicht mehr da.
00:51:47: Die Materialien man liebt Wolle und Leinen und Baumwolle das kannst du alles vergessen es ist alles Polierster.
00:51:53: Das
00:51:53: hat einen Begriff dieses dieses Feld in irgendwie Color
00:51:56: and Trim.
00:51:58: Wenn du Glück hast und bist in einem OEM, also bei VW oder Audi oder so.
00:52:05: Überall Leute von mir sitzen
00:52:06: übrigens.
00:52:07: Was heißt Original?
00:52:08: Irgendwas?
00:52:08: Manufacturer?
00:52:10: Okay gut OEM sagen wir einfach.
00:52:12: Genau!
00:52:12: Also die großen Autoplayer.
00:52:15: wenn du da an so einer Caller and Trim Abteilung sitzt... fährst du auch nach Mailand und Paris und überall hin.
00:52:22: Und machst tolles Story, Mutboards präsentierst dir und alle finden das ganz schick.
00:52:27: Am Ende ist der Stoff Schwarz- und aus Poliesta natürlich auch total antrustvoll weil da wenn du so einen Top hast, vor allem auch noch bei dem Zulieferer Wenn du die Geweberentwicklung für ein Hortestof machst Das ist Millimeterarbeit oder Nanometerarbeit, wie das ausgetüftelt wird mit den Funktionen und das muss nach die Funktion.
00:52:52: Wenn du von Funktion sprichst?
00:52:55: Von was für Funktion sprechen wir denn da?
00:52:59: Also im Auto ist es ganz extrem.
00:53:00: Das ist natürlich Abrieb, dass ich da fünfzig Jahre auf meinem Auto sitzen darf.
00:53:07: Kein Auto wird so alt wie die Stoffe halten.
00:53:09: Dann gibt es Klettverschlüsse, wenn ich da meine Tasche draufschmeiße mit Schleckverschlüssen... Das war ein paar Jahre großes Thema, das wurde in so Kategorien aufgenommen.
00:53:19: Farbeigtheit wahrscheinlich.
00:53:21: Farb-Echtheit, Licht-Eechtheit.
00:53:22: also so ein Auto steht ja ständig in der Sonne,
00:53:24: d.h.,
00:53:25: sie müssen extrem lichtecht sein, die Farben.
00:53:27: Deswegen fallen auch irgendwelche Naturmedaillen sowieso.
00:53:32: Ja, dann auch wahrscheinlich so dieses Schwitzen und so ein Kram.
00:53:35: Solche Sachen... Also das ist am Auto, es ist am extremsten.
00:53:40: Und wenn du ... und da ist auch noch extrem der Objektbereich.
00:53:43: also wenn du an die ganzen Stoffe denkst für Kinos nicht zu Hause sondern für den öffentlichen Bereich.
00:53:51: Abjektbereich ist ja öffentlich.
00:53:53: Hotelz, Kinos, Theater Bühnenvorhagen, das sind alles Objektstoffe.
00:54:05: Und die müssen zum Beispiel alle aus Flammenhemd ausgerüstet sein oder deswegen sind sie oft auch so mit Stimmen Polyester und was dann dieses Kriterium schon erfüllt.
00:54:17: Das sind sehr funktionale Kriterien und mit denen musst du natürlich umgehen als Gestalterin.
00:54:24: Du kannst bestimmte Materialien verwenden, musst bestimmte Kriterie erfüllen.
00:54:30: Das ist zum Beispiel so ein Abrieb, wenn du einen Möbelstoff hast.
00:54:35: Der soll ja nicht so schnell verschleißen und das wird gemessen an dem ... Da gibt's den sogenannten Martindale-Test.
00:54:42: Bitte wie?
00:54:43: Den Martindale!
00:54:44: Ein Herr Martindale hat den erfunden Schubbertest.
00:54:48: Kann man den auch nennen... da dreht sich eine bestimmte Art Stoff, dreht es sich immer auf einer Platte Und dann mal wegen nach fünf tausend Umdrehungen ist der erste Faden gebrochen kaputt und dann hatte es fünf Tausend Mal den Day.
00:55:08: Und die Objektindustrie verlangen sechszigtausend, achtzigtausende.
00:55:15: Also so das müssen super Stranger Materialien sein.
00:55:19: Aber ist ja diese Kunststoffhasern wie beispielsweise Polyester nicht denn doch ganz dankbar?
00:55:26: Weil sie hier so unterschiedlich sind.
00:55:28: Genau.
00:55:28: Ich bin überhaupt kein Feind der Chemiefaser, überhaupt nicht!
00:55:33: Es geht einfach um den Umgang damit.
00:55:35: Hast
00:55:35: du nie mal so ein Projekt zu viskose gemacht?
00:55:37: Ich erinnere mich vielleicht auch
00:55:39: nicht.
00:55:41: Schon öfter zur Econyl.
00:55:44: Econyl ist eine recycelte Polyamidfaser.
00:55:47: Da arbeite ich immer wieder mit Projekten zusammen und... Und das ist zum Beispiel eine positive Chemie-Faser, sag ich mal.
00:56:02: Weil das ist tatsächlich recyceltes Polyamid was aber die gleichen Eigenschaften hat wie das Virgin Polyamide weil es chemisch recyclet wird.
00:56:14: Ich habe zwar einen hohen Energieaufwand um das zu tun hab aber dann die erneuerbaren Energien die das kappern können und hab einfach... Das ist einmal ein super Material Und das ist eine ganz schöne Geschichte.
00:56:28: eigentlich, weil wir so viel mit dem Material gearbeitet haben.
00:56:31: Haben es natürlich in der Werkstatt und es gibt eine ganz große Selbstverständlichkeit Egonül einzusetzen für die Studierenden.
00:56:38: Viel selbstverständlicher als ein Polyester oder irgendwas anderes, weil es so positiv besetzt ist, weil die Erfahrungen, die wir im Studiengang haben, positiv sind.
00:56:49: Und was
00:56:50: wissen natürlich auch?
00:56:51: Weil wir wissen dass das positiv
00:56:55: ist!
00:56:56: Können die das mitnehmen?
00:56:57: Also hast du schon so Storys, wo dann Studierende sagen ja und dann sind wir jetzt... ich arbeite jetzt in der Firma ABC.
00:57:05: Und dort habe ich es geschafft und Ökonüle eingesetzt.
00:57:11: Können sie ein?
00:57:12: Können Sie ein!
00:57:12: Okay, und ich hab noch eine Frage.
00:57:16: Die Teppiche.
00:57:20: Spielen Teppige?
00:57:21: Nee genau, aber spielen Teppische?
00:57:23: weil wir gerade von Hotels oder Objektausstattung gesprochen haben Das habe ich da mit meiner Tochter letztens geguckt.
00:57:29: Der Grand Budapest Hotel von Wes Anderson und da ist ja alles mit so tollen Stoffen, überall sind alles farbisch und bunt.
00:57:34: Und dann muss sich auch wieder an so Hotell-Teppiche denken.
00:57:38: Sind Teppiche Teil eures, sagen wir mal Produktportfolios?
00:57:45: Was ihr in Textilisen macht?
00:57:47: also hast du manchmal Teppichprojekte?
00:57:49: Ja das gehört mir dazu natürlich!
00:57:54: Also bei Mikronyl ist es tatsächlich so, dass das hauptsächlich recycelte Teppichböden sind.
00:58:00: Weil Teppischböde immer aus Polyamid sind.
00:58:02: Das muss natürlich getrannt werden.
00:58:04: Das ganze Thema mit Materieltrennung betrifft uns extrem.
00:58:12: Aber es gibt immer mal wieder ein Teppigprojekt.
00:58:15: oder wenn es dann Themen sind die total offen sind, dass auch jemand sagt ich mache jetzt einfach mal Teppiche Es ist gerade ein bisschen sehr beliebt, weil wir jetzt ja in den textilen Künsten auch eine Tafteng-Werkstatt haben.
00:58:29: Die wir nicht haben die sie aber da nutzen können und da sind immer mal wieder welche zu einem Projekt wenn es eben... Sie sind ja in der Regel frei wie sie's umsetzen die dann sagen ich mach einen Teppich draus.
00:58:42: Setzt das als Teppig um?
00:58:44: Ja.
00:58:45: Aber ich wollte noch eine Sache, weil we reden so wahnsinnig viel über die Industrie Und du hast mich gefragt, wo die Land ist.
00:58:53: Ja und genau.
00:58:53: So vor zwanzig Jahren war es tatsächlich so, dass relativ viele Jobs bekommen haben in der Autoindustrie bei den Textilverlagen Inwiebereien, in diversen anderen Orten, die mit der Industrie was zu tun haben.
00:59:10: Wir müssen heute viel mehr gucken.
00:59:13: Es ist noch viel breiter geworden.
00:59:16: Wo können unsere Absolventinnen arbeiten?
00:59:19: Wir haben das ganze Thema Museum mit drin.
00:59:23: Eine Absolventin hat sich damit selbst nicht gemacht, dass sie Repliken webt.
00:59:30: Die hat Stoffe von Annie Albers praktisch nachgewebt für Ausstellungen... oder auch im Bausmuseum in Dessau hängt ein Wandbangen von Gunter Stölzel, den sie auch praktisch nachgewebt hat.
00:59:46: Den sie das Original hängt in Lübeck bzw.
00:59:50: hängt nicht sondern liegt im Depot weil alte Dexilien sind extrem empfindlich.
00:59:56: also die dürfen immer nur einen bestimmten Zeitraum ausgestellt werden dann müssen wir wieder ins Dunkel sozusagen.
01:00:06: Und da hat sie sich zum Beispiel drauf spezialisiert und damit, ne?
01:00:10: Hat tolle Projekte gemacht mit der... ...und Joseph Ivers Foundation in Amerika.
01:00:16: Und ich weiß nicht von Bauhaus
01:00:18: usw.,
01:00:19: das ist eine Nische!
01:00:20: Dann dann ist ein Riesendema natürlich die Selbstständigkeit dass man sich mit eigenen Produkten selbstständig macht Das gibt es natürlich genauso wie bei euch im Industrie-Design, dass man eine Idee hat
01:00:33: Und sein eigenes Atelier mit eigenen.
01:00:34: Das vermarktet so.
01:00:36: was ich ja auch damals mit meiner Kollegin Eva gemacht habe, dass wir Wohnassists was entworfen haben, Gissenwolldecken solche Sachen sind auch über die Messen getingelt und haben sie verkauft.
01:00:48: Und dann gibt es aber eben viel.
01:00:50: das ist jetzt viel stärker.
01:00:51: dieses Projekt orientierte Arbeiten also ist die Industrie stellt kaum noch ein
01:00:57: Aber
01:00:58: sie brauchen natürlich neue Produkte und vergeben dann eben Aufträge.
01:01:05: Das ist das, was ich ganz lange gemacht habe – also nachdem ich immer Kinder aufgehört hab und die Zeit bis ich hier angefangen habe, habe ich immer Großprojekte gemacht.
01:01:15: Ich bin nirgendwo getingelt oder habe jemanden Entwurf verkauft oder da mal einen Entwurf, sondern ich habe eine ganze Kollektion entwickelt... Auf Freelance-Basis?
01:01:24: Genau!
01:01:25: Also das ist eigentlich so ein ganz wichtiges Feld Wo sich einige eben jetzt auch etablieren.
01:01:35: und dann gibt es natürlich die Forschung, dass man über Forschungsprojekte weiter macht.
01:01:44: Stimmt ja das ist tatsächlich wenn ich hier zu hingucke bei euch Passiert das?
01:01:49: Wir haben selber jetzt ein neues Forschungsprojekt, was auf einer Bachelorarbeit von Kim Kors besteht.
01:01:57: Also was ins Material geht also eine Materialforschungsthema wo es um Verseidungen von Wolle geht.
01:02:07: Er recycelt Seide indem er sie auch löst, das Fibroin gewinnt und mit dem Fibroiden regionale Wolle beschichtet, die dadurch weicher wird.
01:02:19: Das ist das Ziel!
01:02:20: Und daran arbeiten wir gerade.
01:02:22: Das haben wir beantragt und bewirklich bekommen als Grundlagenforschung mit dem SDI zusammen das sächsische Textilvorschungsinstitut
01:02:30: in Chemnitz.
01:02:32: Genau.
01:02:33: Also das ist auch ein Feld?
01:02:36: Ja und ich glaube dass es hier das Tolle daran... dass er in so viele Richtungen gehen kann.
01:02:42: Ich kenne eine Absolventin, die hat, glaub ich, einen Tapeten.
01:02:48: Es gibt ja unterschiedlichste Oberflächen, in denen man arbeiten kann an der Stelle.
01:02:55: Ja,
01:02:55: und Tapeten finde ich das am langweiligsten, weil es da wirklich ... fast nur um Muster geht.
01:03:04: Genau, aber das ist eine Zwischenstation.
01:03:06: Also das ist dann so irgendwo landet man ja dann irgendwo an der Stelle immer.
01:03:12: Ich gucke mal auf die Uhr und es ist jetzt eigentlich den Moment wo wir darüber reden was jetzt noch so passiert?
01:03:18: Ich sehe du hast eine Ausstellung im Oktober.
01:03:21: Genau ich habe jetzt viel über Industrie und Material gesprochen.
01:03:27: Ich finde das total spannend!
01:03:29: Willst du noch was anderes erzählen?
01:03:30: Ich will eigentlich noch etwas anderes erzähln, weil da... Nein.
01:03:33: Da bezogen tatsächlich auf die Ausstellung, die wir jetzt im Herbst machen.
01:03:39: Warte mal kurz, wie macht es anders?
01:03:40: Bitte nein!
01:03:41: Jetzt hast Du so viel über Industrie gesprochen.
01:03:43: Das ist doch gar nicht alles.
01:03:45: Was das auf Textile sein ist, doch so vielfältiger.
01:03:47: Das hat so viele Dimensionen und Politische Dimensione.
01:03:52: Hast Du da noch irgendwas?
01:03:54: Genau.
01:03:55: Darum geht die Ausstellung, die Taking-Space-Heist politische Dimensionen im Dexil-Design.
01:04:03: und dazu komme ich auf eine ganz wichtige andere Seite des Studiums meiner Projekte.
01:04:11: also ich habe sehr viele Projekten, die sich eher auf kulturwissenschaftliche Themen beziehen und sie sich aufeinander setzen mit der Gesellschaft, mit unserer Situation etc.
01:04:22: Beziehen.
01:04:24: Und ein ganz wichtiger Aspekt ist dabei, dass wir im Textil ja letztendlich stigmatisiert sind.
01:04:33: Wir sind stigmatisiert als weibliches Fach was nicht so viel wert ist wie viele andere Fächer wie die Architektur, wie das Industriedesign, wie alles Mögliche.
01:04:45: Das ist das.
01:04:45: dann lebe ich mein Leben lang schon damit Dass sich immer laut sein muss, immer lauter sein muss als alle anderen um zu zeigen, hallo wir sind hier.
01:04:55: Wir machen tolle Arbeit!
01:04:56: Wir machen die tollste Arbeit der Welt weil Textil ist einfach ein wahnsinniges Universum und es ist aber in der Handarbeitsecke da steckt es ganz viel immer noch fest.
01:05:12: deswegen ist das Thema Feminismus ein ganz wichtiger Part und Feminismus im Sinne von Empowerment auch von Selbstermächtigung dass sie den Raum, deswegen Taking Space.
01:05:24: Dass wir uns in einen Raum holen, der uns eigentlich zusteht!
01:05:28: Ich meine ich bin bei Virginia Woolf und ein Raum für mich selbst oder das Titel ist jetzt anders.
01:05:36: Es geht darum tatsächlich mehr Platz zu beanspruchen als uns zugestanden wird und es wird auch so wenig Platz zugestandten weil eben Stoff auch oft so eine untergeordnete Rolle spielt.
01:05:51: Und weil das, was wir tun immer noch wieder weiterverarbeitet wird?
01:05:55: Ich mache den tollsten Vorhangstoff aber ich entscheide nicht in welchem Raum er hängt.
01:06:00: Das entscheidet der Räumostadter oder die Einrichterin oder so.
01:06:05: Ich kann den tollen Möbelstoff entwerfen und ich entscheidere nicht auf welche Möbelsicht befindet.
01:06:11: Es gibt ganz gruselige Erfahrungen, die ich mit eigenen Stoffen gemacht habe wo ich dachte Gott ist Willen!
01:06:16: damit gemacht, der war doch ganz anders angelegt sozusagen.
01:06:20: Also wir sind ein bisschen fast so ein Halbzeug inzwischen.
01:06:25: Deswegen werden wir auch gerne immer zusammengestopft mit der Mode weil ja Mode aus Stoff besteht.
01:06:30: aber nein Textil Design ist ein eigenes Universum und hat ganz andere Anforderungen, ganz andere Quenterien.
01:06:38: es geht um die Flächengestaltung, um die Konstruktion um ganz andere Inhalte, als wenn ich mich mit den Körper beschäftige oder mit dem Raum und das dadurch dass wir aber nicht so am letzter Front sind außer vielleicht beim Teppich.
01:06:57: Das ist ein texiles Produkt was ein Endprodukt ist, was für sich funktioniert.
01:07:03: Ist es natürlich total schwer wahrgenommen zu werden ernst genommen zu werden in der Dimension die unsere Arbeit hat?
01:07:13: Punkt, der mir total wichtig ist und der mir auch in der Ausbildung total wichtig is, meinen Studierenden zu empowern.
01:07:21: Und dass sie am Ende des Studiums nämlich genau weil Sie dieses Skills alle gelernt haben sich hinstellen können und sagen hier bin ich und ich kann was so in der Hoffnung das ist dann was nützt für Ihren weiteren Weg?
01:07:36: Das wäre
01:07:36: jetzt meine Frage wie sind gelingt ihr das
01:07:38: oft?
01:07:39: ja
01:07:39: cool
01:07:40: also ich finde ja Ich bin immer mächtig stolz wenn wenn ich so meine Abschlusspräsentation hab und dann, ich bin immer genauso aufgeregt wie meine Absolventin.
01:07:51: Und wenn sie dann durch sind und das dann da stehen und das präsentieren und total selbstbewusst und total tolle Sachen erzählen, wie du ja eben das auch so wahrnimmst?
01:08:03: Dann bin ich natürlich toll!
01:08:05: Das ist mein Ziel.
01:08:06: Da will ich hin.
01:08:09: Wie erzählt, wie werdet ihr das erzählen?
01:08:11: dieses taking space also es ist ja auch mit dem moden.
01:08:14: Es ist ja Studiengang Texteilte seinem conceptual Texteilen.
01:08:18: Also das ist
01:08:20: reine Text-Deal.
01:08:22: Wir werden im Grunde drei Themen zu den Abschlussarbeiten oder Projektarbeiten entstanden sein.
01:08:32: wenn wir zeigen quasi in Haus aus unserem aus unserer Power raus, die wir haben.
01:08:42: Und das Thema Feminismus ist natürlich ein wichtiges was auch oft bespielt wird und thematisiert wird.
01:08:49: Dann nehmen wir das Thema Klimawandel in der ganzen Nachhaltigkeitsdebatte wo wir einfach auf viele Projekte haben, die in die Richtung agieren also zum Beispiel Thema Recycling usw.
01:09:06: Und das dritte große Thema ist das, ähm ... Das Thema dekoloniales Design.
01:09:13: Also dass wir sehr stark thematisieren, wo kommen die Muster her?
01:09:17: Wo kommen die Stoffe her?
01:09:19: Worauf beziehen wir uns?
01:09:20: Wie beziehen wie erzählen wird das?
01:09:23: Wie arbeiten wir gemeinsam?
01:09:24: Also diese ganze Thematik, die ja auch bei uns an der Schule ausgehandelt wird also gerade durch Mara und Dandara und also durch die Designstudies ganz stark.
01:09:37: Ich habe letztes Semester auch ein Projekt mit Mara Recklis zusammengemacht.
01:09:40: Lost Pattern, Stoffe aus Krisenregionen wo wir einfach ganz viel diskutiert haben über kulturelle Aneignungen.
01:09:50: wie gehe ich damit um?
01:09:51: Wie respektvoll darf ich das überhaupt also dieses so grundsätzlich diskutieren.
01:09:58: Ja aber das habt ihr ja zeigen.
01:09:59: wer
01:09:59: das fand ich ja so toll als ihr Das Projekt heißt Rutsis oder Rutses und da wart ihr in Usbekistan, Tachikistan habt euch mit IKAT-Stoffen beschäftigt.
01:10:11: Also du musst gleich kurz besser erklären was iKAT Stoffe sind.
01:10:16: aber das habt Ihr also.
01:10:17: unser Kollege Lars Paschke vom Modeldesign war mit und ich glaube studiert dann aus Textilmodo korrekt?
01:10:24: Das war so toll!
01:10:25: Also zu sehen wie ihr euch das angeguckt habt, was ihr da gesehen habt und wie ihr noch selber dazu gearbeitet habt
01:10:30: ist halt
01:10:31: toll.
01:10:31: Und es war eine totale Herausforderung, weil wir haben nicht einfach... und das war tatsächlich eben ein positives Beispiel wie mit einer fremden Kultur.
01:10:47: Wie wird damit umgehen?
01:10:48: Weil wir haben nämlich nicht, wir sind nicht hingefahren, haben uns diese treuen Sachen angeguckt oder alles angeguckt und dann sind wir wieder nach Hause gefahren und haben uns voll inspiriert irgendwie damit beschäftigt und ein paar tolle Sachen gemacht sondern Wir haben, als wir da waren, Workshops gemacht sowohl in Tajikistan also auch in Uzbekistan zusammen mit anderen DesignerInnen.
01:11:09: Also in Tajiksdann waren das unterschiedliche eher freie, freie DesignerInne und in Uzbeckistan war es auch eine Hochschule mit der wir dann ein Workshop zusammengemacht haben um uns so ein bisschen kennenzulernen.
01:11:26: und dann haben sich immer Vierergruppen zusammengetan im Als wir wieder hier waren im Semesterprojekt, also wir haben daraus ein Semester-Projekt gemacht und es war immer eine Textildesignerin von uns.
01:11:39: Eine Modedesignerin von uns, eine Designerin aus Tajikistan, eine Designerin aus Uzbekistan Und das war ne Vierergruppe.
01:11:47: Die haben zusammen eine kleine Kollektion gemacht.
01:11:51: Das war die Monster-Herausforderung bei Sprachbarriere Nur online, nur über Telegramm ab und zu mal irgendwie eine Videocall usw.
01:12:01: Ja das
01:12:02: ist auch mitten in so Covid also es ja noch zusätzlich dass es ja... Also auch hier noch distanziert war?
01:12:09: Genau genau!
01:12:10: Und das war die Herausforderung bei dem Projekt mit dieser Technik.
01:12:14: IKAT ist eben da verortet lokal hat ne große Tradition.
01:12:19: iKAT is eine Technik.
01:12:21: ich hab ja Kette und Schoß Und bevor die Kette überhaupt auf den Webstuhl kommt, färbe ich sie gemustert ein.
01:12:30: Das heißt, meine Kettfäden, mein Bündelkettfädchen, die ich eigentlich am Websche bringen will, die ist erstmal weiß und dann sage ich an bestimmten Stellen soll sie weiß bleiben?
01:12:44: Dann wickelte ich ganz dickes Garn drum, klemmen die so ab...
01:12:48: Man muss sich vorstellen wie so Spacke, also mit Verlaub für die nicht textil Person Wenn man so Spaghetti aus der Packung nimmt, dann ist das ja auch ein Bündel.
01:12:57: Genau
01:12:58: und dann wickel ich dieses Bündeln ganz eng zusammen und wenn ich das dann in rote Farbe tauche kommt die rote farbe an der Stelle nicht anders an den Garn sondern das bleibt weiß und der Rest ist rot Und das ist eine sogenannte Kettmusterung Und das ist E-Cut.
01:13:16: Dann kommt es auf den Webstuhl und weil dann ja ... Es gibt die Kapillarwirkungen von dieser Farbe, deswegen entsteht da immer so'n unregelmäßige Kontur.
01:13:27: also da wo ich hab jetzt weiße Rot als Beispiel und da wo's weiß in Rot übergeht, ist das immer so ein bisschen verschwommen.
01:13:34: Ja genau, das wollte ich grade sagen!
01:13:36: Das hat mich so beeindruckt an diesem E-cut-Gewieber ... wimmend, unscharf ist.
01:13:49: Und man kann das aus der Entfernung gar nicht richtig erkennen... ... weil ich dachte es ist gedruckt und also man muss richtig rangehen bis man so als alter Mensch die mir richtig sehen kann.
01:13:59: Und dann sieht man wie das eigentlich eine Zauberreihe ist.
01:14:06: Aber
01:14:06: das Tuxi ist Zaubernreihe!
01:14:10: Hätten wir damit ein Schlusswort.
01:14:12: Vielleicht.
01:14:13: Wenn du möchtest, hör mir gerne auf!
01:14:15: Ich kann noch eine Stunde
01:14:16: weiter
01:14:17: reden.
01:14:17: Du hast immer mir eine Frage gestellt und dann habe ich dir eine Antwort gegeben und dann bist du zur nächsten.
01:14:23: Also wer noch mehr wissen will soll sich an mich wenden.
01:14:26: Genau oder einfach hier Textile sein.
01:14:29: studieren lohnt sich?
01:14:30: Dixie-Design studieren lohnt sich, zur Jahreserstellung zu kommen.
01:14:34: Und natürlich dann im Herbst am thirteenth Oktober ist die Eröffnung.
01:14:38: Im Volkspark hier?
01:14:39: Galerie
01:14:40: im Volkspark unserer Hochschulgalerie
01:14:42: und du hast aber auch noch, sehe ich hier gerade steht hier noch vom fünfundzwanzigsten bis sechsten zwölften Beteiligung in der Ausstellung zum Benitakocht Otte in der Kunststiftung.
01:14:52: Genau!
01:14:52: Benitakoch Otte war vor genau hundert Jahren hier an der Burg.
01:14:58: Die Leiterin der Dixi Klasse War davor am Bauhaus, hat mit Günter Stölzel war sie eng befreundet.
01:15:06: Mit einer anderen... ...mit der einzigen Bauhausmeisterin.
01:15:11: Ich vergesse mal, dass du das ja alles gar nicht weißt
01:15:13: aber... Was weiß ich nicht?
01:15:15: Das ist so ein bisschen Taxi-Backround da kennst du
01:15:17: den Unterstölzelsel.
01:15:18: Also mit Günther Stölzel ist mir ein Begriff.
01:15:20: Ist dir mit dem Begriff okay?
01:15:22: Alles sehr gut!
01:15:23: Wie viele Frauen im Bauhaus gibt es?
01:15:25: Ja,
01:15:26: wenig.
01:15:27: Also als Meisterin war die einzige Meistererin und die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt hat eine Ausstellung initiiert Zeitgenassische Positionen zu Benita Kochotte, die eben am fünfundzwanzigsten neunten eröffnet wird.
01:15:46: Und wir haben ein Semester lang Begegnungen mit Benita als Thema gehabt wo wir ganz persönlich also sehr stark, also uns die Personen-Minäte angeguckt haben.
01:16:01: Wir haben ganz viele Briefe von ihr gelesen, die sie an ihre Freundin Gunter Stölze gelesen hat und die uns wiederum die Tochter von Gunther Stölzer zur Verfügung gestellt hat.
01:16:09: Die haben wir besucht, wir haben Gespräche geführt.
01:16:11: Also das ist auch Thema Methodik weil du fragst in diesem Fall... Es geht ganz stark zum Thema Oral History.
01:16:20: Also dieses subjektive Erzählen auch wissenschaftlich bestand hat.
01:16:27: Und das war so ein ganz wichtiger Background für die Studierenden, weil sie erst ganz wenig Angst hatten.
01:16:34: Oh Gott!
01:16:35: Das ist so privat alles diese Briefe sind so privat und dann haben wir aber damit gearbeitet und Sie haben sich ihr Angenäher der Person angenehr dem arbeiten mit diesen persönlichen Informationen und haben dazu dann gearbeitet.
01:16:55: Dann lohnt sich das ja so zu sagen, wenn ich jetzt hier sehe.
01:16:58: Man könnte sozusagen eigentlich die politischen Dimension des Textil Designs angucken und dann kann man bei uns eine Hochschule in den Konsum gehen, einen Kaffee trinken und dann wieder Richtung Kunststiftung gehen und sich das angucken.
01:17:10: Und wenn man immer noch nicht so viel hört kommt man am Sechsten bis Achtem, ne?
01:17:20: Fünfter bis Achter, Elfter ist noch ein Symposium.
01:17:24: Zum Abschluss unserer Ausstellung Volkswagen gibt es auch noch einen Symposium, wo es nochmal um diese ganze politische Dimension geht das zu diskutieren in Verbindung aber auch mit einem Netzwerk in Halle.
01:17:36: Sie haben nämlich sich Absolventinnen von mir hier im Halle zusammengetan zum sogenannten Textilport.
01:17:44: Das ist ein Netzwerk was jetzt hier in Hallen besteht von Freiberufler frei beruflich tätigen Textildesignerinnen hier in Halle oder Umgebung.
01:17:55: Da gehört dann auch noch der Benni dazu, den er wie bereich hat und da docken sich so mehrere Personen an.
01:18:01: ganz spannend haben es jetzt mit Unterstützung des Landes.
01:18:05: die hatten eine Förderung vom Land Sachsen-Anhalt und die mit denen zusammen machen wir dieses Symposium.
01:18:13: Ich wusste auch ganz stark darum, wieder Empowerment.
01:18:16: Wussten geht sich über Netzwerken zu empowern und zusammenzuarbeiten und lauter und stärker und sichtbarer zu werden.
01:18:25: Da machen wir jetzt aber Schluss.
01:18:27: Bettina ich wirklich.
01:18:29: also wir sind so Nein alles freien wir können ja machen wie wir wollen das ist ja wie bei Es warten ja keine Tagesthemen auf uns.
01:18:38: Deswegen toll, ich danke dir ganz herzlich.
01:18:40: Wir packen die Termine für die Ausstellung in die Show-Notes.
01:18:44: auch nochmal Benita Koch Otte wenn es jetzt was gibt auch mit drunter und... Ich dank dir ganz herzlich!
01:18:51: Das war toll!
01:18:51: Ja man hat Spaß gemacht!
01:18:52: Ja ich fand auch wir haben das gemacht dass noch alle Sätze zu Ende gestellt.
01:19:19: Ciao!