Hurra Hurra – ein Designpodcast der BURG

Hurra Hurra – ein Designpodcast der BURG

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00:00:02: Hurra Hurra, ein Design Podcast der Burg.

00:00:21: Ich sag jetzt hallo!

00:00:23: Hallo liebe Zuhörerinnen und Zuhörende, das ist eine neue Folge des Hurra Hura Podcast dem Design und Design Education Podcast der Bug.

00:00:34: Gebe ich den Stand kurz auf Schule Halle.

00:00:35: hier geht es um Fragen des Designs aber eben auch oft um Fragen wie machen wir denn das eigentlich?

00:00:42: Das Design lernen und das Design lehren?

00:00:47: Jetzt habe ich vergessen, ob ich schon gesagt habe.

00:00:49: Mein Name ist Christian Zöllner und ich bin hier Professor im Design und das ist eine neue Folge.

00:00:55: Und zu Gast ist Marta Henschel und Marta Hänschel ist mir live zugeschaltet aus Berlin.

00:00:59: Hallo Marte!

00:01:01: Hallo Christian, danke für die Einladung

00:01:03: Sehr gerne.

00:01:04: wir sind unglaublich passioniert aber dabei sehr schlecht vorbereitet.

00:01:09: Das ist ziemlich genau mein Motto für vieles in meinem Leben.

00:01:16: Hat aber nichts, anders als in der Lehre oder vielleicht dann doch ganz oft.

00:01:19: Marte ich stelle dich mal kurz den Zuhörenden vor damit wir ungefähr wissen alle auf dem selben Stand sind und du korrigierst mich einfach wenn's Mist ist okay?

00:01:30: Also Marte hat ... Du hast es im Jahr two thousand nine common works gegründet.

00:01:37: Dann hast du zwei tausend einundzwanzig Den Berlin Fashion Hub mitgegründete.

00:01:45: Dann hast du, jetzt geht es dir durcheinander mein Zettel.

00:01:50: Du hast aber auch die Sourcebook GmbH gegründet und da mit sketch.co so Lieferkettenmanagement für so nachhaltige Klamotten aufgebaut richtig?

00:01:59: Das war aber vorher bis... ...zweitausendfünfzehne habe ich das halt gewohnt.

00:02:04: Zweitausend

00:02:04: Fünften!

00:02:05: Das war falsch, das ist nicht fünfundzwanzig.

00:02:06: genau weil das wäre ja Quatsch, weil du bist nämlich seit zwei tausend zwanzig Professoren fürs Sustainable Fashion Design Im Creative Business Department an der festhalten Hochschule für Management und Recht.

00:02:24: Das stimmt, aber es gibt noch eine Hochschulle für Management oder Recht.

00:02:33: Deswegen ist das der Untertitel unter mit die Zuhörenden, die dann fleißig ihre Hausaufgaben machen und das natürlich alles sofort liken ... und Followern, damit ich da meine Schuldigkeit getan habe.

00:02:48: Ergänze ich das nochmal?

00:02:49: B ist

00:02:49: C!

00:02:49: Du packen das ja alles in die Show-Nords rein... Da kann man keine Fehler machen.

00:02:54: Und das heißt du bist im Fashion Business aktiv.

00:02:59: Du

00:03:02: bist und jetzt wird es lustig.

00:03:03: Du hast auf LinkedIn eine Milliarde Follauer.

00:03:06: Ich bin ganz überrascht gewesen als ich das gestern gesehen habe.

00:03:10: Und er steht Ideational Leader und Sustainability Expert.

00:03:20: Ja, das hat sich jemand für mich ausgedacht.

00:03:23: Das bedeutet ich bin alles und nichts!

00:03:27: Ich lege mich nicht fest damit, weil ich kann immer schlecht Nein sagen.

00:03:31: und für den Fall dass ich aus versehen noch was ganz interessant finde, was leider öfter vorkommt als es mir lieb ist habe ich.

00:03:40: dann kann ich da eine Expertise fortauschen.

00:03:44: Hervorragend Und hier ist schon der erste Pro-Tipp für alle jungen Zuhörenden.

00:03:52: Unglaublich lange Biografien mit unglaublich vielen klugen Titeln, in die alles reinpassen damit man das dann am Ende auch einfach ganz profund zu formulieren kann dass man das auch ist

00:04:02: Genau und dann aber immer nur sich mit dem nötigen Zusatzvorstände für das jeweilige Projekt oder den jeweiligen das jeweils gegenüber passend ist.

00:04:13: Da kann man dann genau die Profession aus dem Hutsaugern, die man da gerade gebrauchen kann.

00:04:21: Welche würdest du denn heute hier aus dem Hut zaubern?

00:04:23: Weil wir über Design und Lehre sprechen würde ich hier meine Rolle als Professorin für nachhaltige Mode in den Vordergrund stellen.

00:04:36: Aber das ist ja nur so für Menschen, die sich nicht vorstellen können dass man so viele Rollen miteinander vereinbaren kann kompliziert.

00:04:44: ich selber finde es überhaupt nicht kompliziert weil sie alle ganz viel miteinander zu tun haben diese Sachen und ich in der glücklichen sehr privilegierten Lage bin meine Praxis und meine Lehre und meine Forschung miteinander ins Gespräch bringen zu dürfen.

00:05:03: Und glaube, dass die Studierenden, die können es gerne hier kommentieren wenn das nicht so ist von den Ressourcen aus der praktischen Arbeit sehr profitieren und weiß besser auch die guten Ideen die Studierenden im Rahmen ihres Studiums so hervorbringen, haben dann auch da die Chance wirklich in die Welt zu kommen und dazu skalieren.

00:05:28: Weil die Modewirtschaft ist wirklich sehr messig!

00:05:32: Man sagt ja das ist die drittgrößte Konsumgüterindustrie der Welt und die zweitschmutzigste.

00:05:37: also gibt es wirklich jede Menge zu tun und wäre wirklich sehr schade wenn diese ganzen guten Konzepte und Pläne in der Versenkung verschwinden, weil es keine Foren- und Räume und Programme gibt wie die in die Welt kommen können.

00:05:56: Da reden wir gleich drüber?

00:05:58: Eine Frage vorher!

00:06:01: Weil ich ja so total unvorbereitet bin hast du Design studiert?

00:06:05: Ja Genau.

00:06:05: Ich bin eine gelernte Herrenmaßschneiderin, habe Abenteuerarte gelernt und hab dann Modedesign studiert und bin Diplom-Modedesignerin für die aufmerksamen Zuschauer.

00:06:17: Das war der Abschluss, den man noch letzten Jahrtausend in Angriff genommen hat vor der Bologna Reform was jetzt einem Master entspricht.

00:06:27: Wo hast du das gelernt?

00:06:28: Studiert

00:06:29: an der HTW Berlin?

00:06:30: Alles klar!

00:06:32: Okay, dann wissen wir eigentlich alles über dich ... was als Hintergrundinformation wichtig ist.

00:06:38: Und jetzt kommt... ... schon meine allererste Frage, du bist?

00:06:42: Oder warum wir eigentlich miteinander sprechen.

00:06:44: vielleicht müssen wir das auch noch mal so ein bisschen reinholen.

00:06:46: also wir kennen uns aus über oben Wege.

00:06:48: Wir sehen uns relativ selten freuen uns aber immer wenn wir uns sehen und.... Als ich dann mitbekommen habe dass Du jetzt auch Professorin bist habe ich mich zusätzlich noch unglaublich gefreut weil ich ja weiß dass viele Hüte dir stehen Ort ist, wo ganz viele Themen und Positionen und Werte vermittelt werden können.

00:07:14: Man sieht das jetzt nicht die Aircourts, an die jüngere Generation, aber eben an Menschen, die was lernen wollen.

00:07:20: Ist mir vielleicht meine erste Frage an dich?

00:07:25: Was ist das denn deiner Meinung nach Sustainable Fashion Design?

00:07:29: Also ich weiß, was Fashion Design ist, ich weiß was Sustainable oder Nachhaltigkeit bedeutet.

00:07:36: Aber was ist es in deinem oder eurem Kontext und wie würdest du das beschreiben?

00:07:42: Um das hier noch ein bisschen komplizierter zu machen, heißt der Studiengang Sustainable Fashion Design and Management.

00:07:48: Also er hat den längsten Titel behauptt und versucht in dieser sehr kurzen sechs Semester – also da ist auch noch wirklich ein knackiger Bachelor – relativ viel rein zu packen, was aber auch bedeutet, der lässt auch einiges weg.

00:08:05: Und der Grund, warum ich es irresistible fand dann auch noch zu meinen zwei anderen Jobs auch noch Professorin zu werden und diesen Studiengang mit zu gestalten war dass mir aufgefallen ist das die Kompetenzprofile, die wir so in der klassischen Mode-Design Ausbildung ausbilden.

00:08:31: Das Dietze zu führen und ich habe selbst die Erfahrung gemacht als ich meinen Abschluss hatte dass es dafür kaum noch Jobs gibt.

00:08:38: also sie können wahnsinnig tolle Sachen und das Studium macht Wahnsinn nicht viel Spaß!

00:08:42: Also ist wirklich herrlich.

00:08:43: man fängt an mit Zeichnen und kann in unglaublich großen Freiheit mit Zugriff auf alle Materialien der Welt Prozesse der Welt und alle Verfahren, und alle Sprachen.

00:08:59: Und alle Ästhetikinnen und alle Methoden und Theorien unglaublich viel gestalten was man entweder tragen muss aber auch nicht unbedingt tragbar sein muss.

00:09:12: Was ganz Tolles im Studium Aber ziemlich weit davon entfernt ist wie A-Mode dieser Unternehmen eigentlich arbeiten noch relevanter, wenn wir da sprechen vielleicht auch noch darüber.

00:09:29: Wenn tatsächlich sehr repetitive Aufgaben im Designalltag ersetzt oder diese Rollen effizienter macht und Zum anderen fehlen da ganz viele Kompetenzen, die Gestalter eigentlich heute brauchen.

00:09:48: Davon bin ich überzeugt und das sehe ich eben auch in unserer Arbeit im Fashion Hub wo wir so ein Incubator sind für Impact-Startups, die eben nicht nur Modemarken sind sondern auch alles Mögliche andere an Innovation entlang der textilen Wertschöpfungskette hervorbringen nämlich sowas wie neue Ferbeverfahren oder neue Fasern, oder neue Verarbeitungstechniken.

00:10:17: Und was es eigentlich braucht sind Gestalter die nicht nur Produkte gestalten können.

00:10:26: und im Modi Design ist das wer ist eigentlich mein Kunde?

00:10:30: Was hat der so für Körperformen?

00:10:32: wo wohnt er?

00:10:33: so ist es heiß oder kalt.

00:10:34: ich reduziere jetzt mal ganz stark die Komplexität In welchem Markt wird es verkauft, wenn es ein kommerzieller Ansatz ist?

00:10:41: Wenn nicht welche Materialien, welche Silhouette hin, welche Trageanlässer und so weiter habe ich stelle ich mir da eigentlich vor.

00:10:49: Dann hab' ich einen Produkt für den Anlass von der Zielgruppe oder auch nicht Und finde meinen Käufer oder auch nichts.

00:10:58: Was das aber braucht sind eigentlich Gestalter die neue Geschäftsmodelle gestalten können, weil die Geschäfts-Modelle, die wir so haben in der Mode... Die sind erstens sehr prekär.

00:11:11: Also der konventionelle Mode Markt ist sehr stark in Bedrängnis und Alternativen sind zwar irgendwie schon ausgedacht aber gibt es noch nicht richtig gut nach meiner Einschätzung?

00:11:29: Das heißt Es braucht an irgendeiner Stelle die, die das auch denken.

00:11:33: Und es sind nicht unbedingt die Betriebswirtschaftler, die sich das ausdenken sondern braucht man echt viel Kreativität und da können so die klassischen Kreatives Techniken, die man auch im Modedesign lernt, richtig gut helfen.

00:11:48: Das Zweite ist, ganz viel technisches und Verfahrenswissen.

00:11:56: Da kommen wir jetzt zur Nachhaltigkeit, ich muss unglaublich viel mehr wissen um nachhaltige Lieferketten zu gestalten.

00:12:02: also was machen eigentlich Materialien ungesund und problematisch?

00:12:07: Was machen eigentlich Produktionen so unterhaltig und exploitative also ausbeutend?

00:12:17: Wie kann es eigentlich gehen?

00:12:19: Und ich brauche unfassbar viel Wissen und muss ganz viele Kontakte haben, muss in der Lage sein da überall im Kontakt zu sein und diese ganzen Dinge abzuverfolgen.

00:12:29: Das heißt, ich brauch Gestalter die Verfahrensysteme-Lieferketten gestalten.

00:12:36: Da brauch' ich unter anderem... Kreativität, aber auch ganz viel Kommunikations-

00:12:42: und

00:12:44: Durchsetzungsvermögen.

00:12:46: Ich muss wahnsinnig gut verhandeln können und von meinen Ideen überzeugen können.

00:12:52: Und die wenigsten, denen ich dagegen überstehe, die klatschen Beifall weil das mehr Aufwand kostet mehr Geld, dauert länger unter Umständen.

00:13:01: Das heißt, ich brauche Gestalter, ich über das Produkt hinaus Geschäftsmodelle, Organisationen, Systeme, Verfahren, Lieferketten und so weiter gestalten können.

00:13:15: Und das hat mir gefehlt und deswegen mache ich es was ich mache.

00:13:20: Das ist die lange Antwort

00:13:23: auf Geld.

00:13:24: Eine unglaublich tolle lange Antwort!

00:13:26: Ich habe mir so ein paar Sachen rausgeschrieben.

00:13:28: du hast am Anfang gesagt Ich weiß nicht mehr, aber ich habe mir die Frage gestellt.

00:13:35: Wie arbeiten denn Modedesignerinnen und Designern unternehmen?

00:13:37: Du hast gerade dieses Beispiel gebracht.

00:13:40: Es gibt den Anlass und die Kleidung und in welchem Markt wird das verkauft?

00:13:44: ist es wirklich so oder ist es eher nur eine Übung in der Uni?

00:13:51: Super

00:13:51: gute Frage!

00:13:52: So war das nämlich früher als wir noch ausgebildet wurden.

00:13:56: also du bist ja in anderen Disziplinen ausgebilde worden.

00:14:00: Früher gab es den Designer, der stand oben auf der Pyramide.

00:14:03: Der hat seine Inspiration aus dem Universum oder woher auch immer bekommen und dann hat er was bestaltet.

00:14:09: Und dann gab's so eine Armee von Erfüllungsgehilfen die Distanzungen wir in die Tat umgesetzt haben.

00:14:14: Und nun hat man zweimal im Jahr einen Präsentkurs von seinen italienischen Stoffhändlern bekommen und er hat sich über Weihnachten mit Champagner und Oliven voll gefressen.

00:14:28: Also die Zeiten sind vorbei, weil... also insbesondere wenn man den Anspruch hat ein nachhaltiges Produkt zu gestalten und da ist natürlich irgendwie Produkt nur eine Materialisierung von einem Konzept, einem System, einem Geschäftsmodell etc.

00:14:47: Und das versuche ich sehr stark zu vermitteln dass im Design sind achtzig Prozent des künftigen Produkt-Umweltfußabdruckes eingeschrieben.

00:14:58: Das heißt, der Designer hat ganz elementar die Verantwortung für alle Schritte, die nach im Folgen zum Inverkehr bringen das Produkt des Führen aber auch zur Nutzung und zur Nachnutzung.

00:15:12: also was passiert danach?

00:15:14: Landet es auf einer Möggippe und wird dann Mikroplastik oder wird da irgendwas anderes richtig Gutes noch draus nämlich Nährstoff oder was auch immer.

00:15:25: Das heißt, diese unschöne Verantwortung die heute den Designern auf die Schulter gelegt wird verändert zwingend auch wie gestaltet wird.

00:15:41: und das bedeutet eben nicht dass sie seiner so ausgebildet werden sollten, dass sie oben auf der Pyramide sitzen und gibt es ganz viele Erfüllungsgehilfen die dann dafür verantwortlich sind das richtige Material und den richtigen Knopf und den Richtigen Hersteller und das richtige Verpackungsmaterial zu finden.

00:15:57: Sondern Sie sind unmittelbar dafür verantwürdig das alles so zu organisieren, net zero oder in einer wunderbaren Welt netto-positiv auf diese Welt wirkt, was in der Mode sehr, sehr schwierig ist.

00:16:18: Da braucht es ganz viel dazu und das muss man gestalten vermittelt.

00:16:22: Das heißt anders als dieser geniale Kreateur an der Spitze der Pyramide sitzt er eigentlich ganz unten und gestaltet auf einen Prozess oder auf ein Material, zum Beispiel wenn ich ohne Wasserverschmutzung gestalten will.

00:16:44: Und die Modewirtschaft ist für zwanzig Prozent der Süßwasserverschmutzung verantwortlich.

00:16:50: allein also ein Fünftel in Süßwasser- oder Frischwasser ist einer der bedrohtesten natürlichen Ressourcen auf diesem Planeten.

00:16:58: Also es schon wirklich eine große Verantwortung, wie unsere Branche da hat.

00:17:05: dann muss ich einen Prozess gestalten.

00:17:08: Der hat Materialien, der hat Lieferwege, er hat verschiedene Transfers, der Transport, der Nutzung, nämlich waschig das bei Handwäsche, Kalt oder bei hundert Grad und schleute das High Speed

00:17:26: usw.,

00:17:26: nur um einige zu nennen.

00:17:28: Also sehr komplex!

00:17:29: Und am Ende führt es dazu, dass ganz viele Begrenzungen gibt, die man früher als Einschränkungen der Kreativität missverstanden hat.

00:17:39: Die aber heute eigentlich ein ganz wichtiges Rüstzeug und Designstrategien sind, Studierenden vermitteln kann.

00:17:52: Das heißt sowas wie Design for Zero Waste, Design for Psychability, Design für Carbon Neutrality oder so Design Strategien.

00:18:01: die können alle miteinander kombinieren idealerweise aber sie sind in der Kombination sehr schwer zu erreichen.

00:18:09: deswegen machen wir so Übungen und Wänden exerzieren diese Design Strategie durch die sich alle gleichermaßen dadurch auszeichnen, dass sie die gestalterische Freiheit und Vielfalt sehr stark eingrenzen.

00:18:24: Und es gibt einen bestimmten Typus Gestalter, die das total spannend finden, die ihre Ärmelhochtrampeln und das eine interessante Challenge finden, diese sich so ein bisschen hinter den sozusagen die Nutzungsperspektive und auch hinter den Nutzerstellen... kommt so ein bisschen auch aus einer Handwerkstradition.

00:18:48: Was die Idee von guter Gestaltung ist, das läuft dem aber zuwider wie auch für viele Dekaden-Designer eigentlich ausgebildet sind, dass sie in einem krassen Wettbewerb stehen und es braucht den ikonischen, genialen Designetypos der sich mit seiner Dominanz und seiner erkennbaren Designsprache von seinen Gegenspielern, die alle das gleiche anstreben abhebt.

00:19:22: Wenn ich jetzt aber frage, dass wenn kein dieser Autoren-Superdesigner, Designerin da on top steht auf diese Pyramide?

00:19:33: Und wir jetzt alle in die Mittel- und Groundlayers gehen – wer sitzt denn dann on top?

00:19:41: und gibt es dann überhaupt noch so eine Top?

00:19:43: Genau, dann gibt es nämlich keinen Top.

00:19:45: Dann gibt's möglicherweise Kollektive und zwar nicht Kollektiven nur aus Designern sondern auch Kollektiver aus allen anderen Gewerken die einen da noch reinmischen.

00:19:54: das heißt wir haben hier idealerweise wenig Ego-Show und vier Kooperationen d.h.

00:20:02: ein Rebranding von Disziplinen und Gewerke die vorher nicht so oft gesehen wurden zum Beispiel eben den Hersteller oder den Zuschneider, der Knopfvertreter und so weiter.

00:20:20: Alle die sind unmittelbar notwendig um ein erfolgreiches Produkt zu machen was Teil einer sehr gesunden Lieferkette ist in der alle gleichermaßen davon profitieren dass es dieses Produkt gibt.

00:20:35: Und das ist glaube ich eine Einladung zu einem neuen Branding der Designerpersönlichkeit.

00:20:47: Und wie machst du das, dass du das den jungen Menschen vermittelt?

00:20:52: Also wie lernen die das bei dir?

00:20:55: Weil es ist ja dann alles eine neue Sache!

00:20:57: Du bist hier selber durch eine andere Ausbildung, durch ein anderes Studium gegangen und bist jetzt in einer neuen Welt mit neuen Anforderung... Wie baust du das didaktisch auf?

00:21:11: dass das nicht belehrend ist, sondern dass es empowernd ist.

00:21:15: Ja durch ganz viel Kooperation und in Kontakt dringend von solchen Leuten die das anders machen.

00:21:22: ehrlicherweise kann man ja gar nicht lehren, sondern das muss als strebenswert interessant für die eigene Karriere erfahren werden.

00:21:33: Das heißt, ich lade ganz viele Leute ein die spannend nicht nur spannende Produkte machen sondern auch anders arbeiten im Kollektivarbeiten.

00:21:42: zum Beispiel wir sind selber beim Berlin Fashion Hub eine Genossenschaft was in dieser Branche und in Deutschland so bisschen nach Kommunismus.

00:21:54: klingt, es aber gar nicht ist.

00:21:56: Das bedeutet einfach nur jeder unabhängig von den eingebrachten Ressourcen hat den gleichen Zell nämlich genau eine Stimme was ein ganz einfaches Mittel ist um diese Teilhabe am Prozess zu gewährleisten.

00:22:11: also das muss man sich nicht ausdenken.

00:22:14: da gibt's ganz tolle Beispiele und die Beispule wenn sie nicht in der Mode zu finden sind dann muss man Also dann gibt sie vielleicht in anderen Regionen, deswegen mache ich ganz viel internationale Kooperation.

00:22:28: Dann gibt es hier vielleicht in andern Disziplinen.

00:22:31: Deswegen laden wir uns auch Leute ein die irgendwo anders aus Interior Technische Textil oder Automotive kommen und wir gucken uns verschiedene Stufen der Wertschöpfungskette an.

00:22:43: also ich lade auch Leute aus dem Maschinenbau ein Die super spannende neue Impulse für Textile, Verfahren liefern und mache ehrlich gesagt alles was ich in meiner Ausbildung so ein bisschen vermisst habe.

00:22:59: Und Zugang und Netzwerk... ...dass ich eben nicht hatte weil ich hatte wirklich obwohl ich schon eine Lehre gemacht hab keine Ahnung was für ne Art Job ich da eigentlich jetzt machen soll.

00:23:12: Aber das ist aber glaube ich auch normal weil also ich sage das immer den Studierenden hier selbst die Idee die ihr jetzt habt was der Job isst ist er nach dem Studium nicht mehr.

00:23:23: Also das verändert sich ja in dieser Rasanz danach, dass du quasi hast dir eigentlich was eingeschrieben, was es am Ende schon nie mehr gibt.

00:23:33: Und das wird ja noch akuter weil egal wie zeitgemäß wir jetzt ausbilden, das was wir uns als Veteranin überhaupt vorstellen können wie der Job möglicherweise in der näheren Zukunft aussieht Das sieht ja sehr unwahrscheinlich dann in der Realität, die die Absolventinnen erfahren erleben.

00:23:59: Also das heißt da sprechen wir vielleicht auch noch mal drüber wie man sowas vermittelt und was für didaktische Methoden man da anwenden kann.

00:24:11: aber meine Idee ist ein bisschen Konfrontationstherapie.

00:24:17: Möglichst viel in Kontakt kommen mit unterschiedlichen Konzepten, die durchaus zum Teil sehr kommerziell und konventionell sind aber irgendwas anderes machen und irgendwie erfolgreich sind oder auch von ihren Fehlern scheitern lernen erzählen das finde ich auch immer ganz wichtig.

00:24:37: dann hat man eine Brotbrühe an Möglichkeiten.

00:24:46: Da bin ich sehr schlecht vorbereitet.

00:24:49: Ah, ich habe ein gutes Beispiel!

00:24:51: Eine tolle Gründerin Alisa Linz an der Stelle Grüße gehen raus von Lokales Leder ist eine ganz tolle Grunderin.

00:25:06: die hat Mode Design und Mode Marketing studiert weil sie dachte auch nach dem Designstudium.

00:25:12: Jetzt brauche ich echt hier nochmal ein bisschen Business und Vermarktungswissen, und ist dann über ein Problem gestolpert was ein ganz toller Ansatz ist und auch sozusagen eine Methode oder einen Vorgehen womit ich oft arbeite.

00:25:26: lasst mal die Studierenden über Probleme stolpern und versuchen daran rum zu knuspern.

00:25:39: Bedingte Methode hier vorführen, aber es ist zumindest eine Ansatz nehmen.

00:25:45: Sehr lange am Problem verstehen bleibt und das Produkt ist ein notwendiges Resultat oder eins der der Resultate die daraus kommen können.

00:25:55: Das kann dann ein Modeprodukt sein oder einen Service oder eine neue Kundeninteraktion oder wie auch immer um dieses Problem zu lösen.

00:26:05: Um wieder bei Alisa Linz bleiben, mal mit einem Jäger gesprochen, der erzählt hat dass pro Jahr in Deutschland eins Komma zwei Millionen Wildtiere geschossen werden und die heute werden.

00:26:21: Mit denen wird nichts gemacht.

00:26:24: Das ist eine Ressource.

00:26:25: Die wird nicht genutzt Und die Lederindustrie es will sie nicht unappetitlich werden aber ist wirklich äußerst unappétitlich.

00:26:33: da guckt man besser nicht so genau hin.

00:26:37: ansonsten hat man nie wieder Lust mit Lederprodukten.

00:26:43: Wegen den Gerben oder wegen den Tieren?

00:26:45: Ja, also wegen der gesamten Lieferkette die Tiere das Gerben und auch der Umgang danach ist es äußerst eine sehr ineffizient und ausbeuterisch und davon leiden alle Beteiligten und es gibt kaum Nachhaltige Also sehr, sehr wenige und sehr kleine und sehr nischige nachhaltige Alternativen.

00:27:10: Und dann hat sie sich das angeschaut und hat sich in das Thema rein gefurzt und verkauft jetzt Leder aus Jagdwild und hat daraus um das irgendwie zu kommunizieren ein tolles Produkt ist, was im Grunde Abfeuerprodukt ist.

00:27:33: Also ich stehe dem nicht unkritisch gegenüber.

00:27:35: nur um das hier als Beispiel zu erzählen hat sie dann daraus auch Produkte gemacht, um zu vermitteln wie wertig das eigentlich ist?

00:27:41: und da sind eben so Schrotlöcher drin, was einfach ein...was das Material mit sich bringt.

00:27:52: Das heißt als Gestalter muss man damit irgendwie umgehen Einbauen.

00:27:58: Das ist eine interessante, das funktioniert

00:28:00: auch total gut.

00:28:00: Genau und es wird eben immer so weil das so sehr sichtbar ist, immer zu einer Debatte führen und auch zu einem kritischen Umgang damit.

00:28:07: Das heißt sie ist darüber gestolpert und hat ihre erzählt.

00:28:12: für jedes erste Semester da lade ich Sie wieder ein und Sie erzählte die Geschichte, weil's einfach interessant ist wie man als Modedesign Absolvent eigentlich über das Stäubern, über so ein Problem auch seinen Weg zum Beispiel in der Gründung finden kann.

00:28:34: Was ich immer versuche zu machen ist Technologien, Entwurfstechnologien sage ich jetzt mal oder generell Tools mit denen wir arbeiten nur so ein bisschen anzu-teaching und dann Raum zu geben, dass die selber gelernt werden.

00:28:59: Weil ich glaube das wenn man dieses Skill im Studium entwickelt sich ein Tool selber beizubringen dann also sich da so reinzunirten und das ist ja heutzutage total einfach.

00:29:13: Man kann jetzt irgendwie alles googeln und irgendwie mit Google nach der Vater spricht Kann er mit irgendwie Chatty sich und Claude Code und sich alles irgendwie so bauen lassen.

00:29:25: Da kann man ja total schnell so ein Capacity-Building bei sich selber machen und Skill Development.

00:29:33: Das Tool, was ich gerade brauche, nehme ich... Ich zieh es mir schnell drauf und dann kann ich damit arbeiten!

00:29:39: Und wenn ich selber muss... Ja du musst dieses Werkzeug, das musst du ganz genau können und wir sitzen jetzt hier dabei und gucken dir über die Schulter wie du das richtig ordentlich lernst und dann hast du alles brav gemacht?

00:29:51: Nee!

00:29:52: Hauptsache du lernest das... selber dir dein Wissen dazu finden und die raus zu angeln, weil das wird dir helfen später Adeptiv zu sein.

00:30:00: Ich glaube, dass ist eine wichtige Skill.

00:30:03: Wir machen das ein bisschen parallel Weil Die Erfahrung ist, wenn sie dann einmal ihr Problem identifiziert haben was interessant relevant genug ist um sich damit zu beschäftigen Dann braucht es ... eine Bandbreite, also ein Werkzeugkasten antun ist um relativ schnell das zu verproben.

00:30:27: Und jetzt geht es um Verproben?

00:30:29: Ja, um ganz schnell in so einen... Was ich klicke für Prototype.

00:30:36: bei Mode ist es ja oft irgendwie dann so'n Fit-Sample, also so'nen ganz schneller Prototyp den jemand irgendwie anfassen anprobieren, probetragen kann.

00:30:48: wenn's jetzt um die Materialisierung in ein Modeprodukt gilt und die neue Generation braucht sehr, sehr schnell diese Übersetzung.

00:31:00: Also ich habe noch im Handwerk gelernt usw.

00:31:03: Im Herrenmaß ist das tatsächlich so dass man erst Im dritten Jahr darf man dann von der, vom Meister davon überhaupt erst den Kugelärmel einsetzen.

00:31:14: Vorher wird man das ist so ganz ritualisiert und man darf erst zum Schluss sozusagen die Königsklasse der Verarbeitungstritte.

00:31:23: Das war früher in der Modedesigenausbildung bei uns auch so.

00:31:27: da hat man angefangen sozusagen mit den Basics Fundamentals oder irgendwann durfte man sich ein bisschen freischwimmen.

00:31:34: ich glaube dass diese Also so machen wir das.

00:31:37: Wir machen ganz früh, ganz schnelle Realisationstechniken.

00:31:42: also das ist natürlich in so Grundlagen der Gestaltung und Entwurfstechnik.

00:31:48: Das kriegt man heute.

00:31:51: Kann man wirklich wenn man da Interesse hat sich ganz schnell drauf tun sowohl analog als auch digital.

00:32:01: Das kann man viel schneller erlernen Und auch relativ zügig zu irgendwie kommunizierbaren Resultaten führen, damit ich irgendwie erklären kann was ich hier meine.

00:32:15: Aber wenn es dann um Realisation geht also so Schnittzuschnitt nähen und so da braucht es um irgendwie ein testbares Produkt hinzukriegen schon ein paar schon ein paar Gäste.

00:32:31: Deswegen machen wir das Parallel, dass wir die so schnell wie möglich dazu befähigen, das wirklich zu realisieren.

00:32:41: und dann gehen wir dem Zugang, die dürfen immer die Werkstatt benutzen oder wohnen sie dann und sind am Wochenende da und machen ihre eigenen Projekte und machen das möglichst niedrigschwellig und so zugänglich, dass Sie da wirklich Spaß dran haben das alles zu benutzen und möglichst viel Material anzufassen, um möglichst oft zu scheitern sich die Finger zu brechen, Nadeln abzubrechen.

00:33:06: Die Maschinen zu ruinieren.

00:33:07: Ich hoffe, jemand hört hierzu für den Materialbeschaffungsruch.

00:33:12: Nein

00:33:14: aber es ist okay!

00:33:16: Genau das heißt parallel so dass man wenn man irgendwie an diesem mit diesen Problemen sich lang genug befasst hat und dem auf die Spur gekommen ist ganz schnell was prototypen kann hinter dem man auch steht, dass man auch gern zeigt.

00:33:33: Und wenn das aber

00:33:35: es ist ja Design und Management sind also es kommen der Gestalterinnen und Gestalter mit einer hohen Planungs- und Organisationskompetenz bei euch raus?

00:33:48: Also das wenn wir jetzt über diese Berufsfelder weil sie sind sehr breit Das sind Gestalter, die in Design-Teams arbeiten können aber in der Lage sind das Ganze auch in Lieferketten zu denken.

00:34:08: Das heißt sie machen nicht nur einen Entwurf sondern die bauen die ganze Lieferkette da drum herum und können sich auch überlegen dass Sie zum Beispiel und wissen dass denim superwasserhungig ist und wirklich einen hohen Chemikaleneinsatz braucht.

00:34:29: Und das oft in Monokulturen mit gentechnisch veränderten Saatgut gearbeitet wird, und dass es in bestimmten Regionen unter bestimmten Kriterien anders möglich ist und bauen dann auch diese Lieferketten gestalten, dann eben auf so einen Warden im Bett der wenig Wäsche braucht wie auch immer.

00:34:55: Das heißt da sind Gestalter mit viel mehr Wissen die nicht nur das Produkt gestalten sondern darüber hinaus.

00:35:03: Das sind aber auch Teamleitungen in Design-Teams.

00:35:10: Da sind aber oder Schnittstellen rollen, die es heute immer wieder gibt.

00:35:19: Also die CSR Manager, also Corporate Social Responsibility-Abteilungsmitarbeiter, die eine große Designkompetenz haben, die ganz eng mit den Designthemen arbeiten können um sicherzustellen dass diese Nachhaltigkeitsziele und Nachhaltigkeit Performance eingehalten wird.

00:35:39: oder das sind Designer, die in Management Teams arbeiten oder Designer.

00:35:47: Die im Marketing arbeiten und in der Lage sind diese unterschiedlichen Sprachen zu sprechen um zu übersetzen weil im Grunde braucht es ganz zentral eine Change Management Kompetenz.

00:35:59: Das ist jetzt auch schon wieder so ein Buzzword, aber das ist bei Designern oft unterentwickelt und ganz besonders ist es eben im Sales, in Marketing, in Management auch unterentwickelt.

00:36:09: Und daran scheitern dann oft richtig tolle Ideen gut gemeinte Ideen super innovative, super nachhaltige Produkte die möglicherweise der Kunde wirklich gern hätte.

00:36:23: Die scheitert an diesen vergrößerten Prozessen in Organisationen und je größer die Organisation, desto schwieriger wird das.

00:36:33: Die sind aber auch um den Punkt zu machen, in der Lage zu gründen.

00:36:39: Das wäre ich glaube als Design-Absolventin nicht gewesen.

00:36:43: Ich habe trotzdem gegründet und hätte mir wahrscheinlich zehn Jahre an Schmerzen Spaghetti und Tomatensauce für alle am Ende des Monats, für eine Woche sparen können.

00:37:02: Wenn ich das alles gewusst hätte was ich jetzt weiß Und wenn ich nicht sozusagen diese Erzählung aufgesessen wäre dass man entweder ein kreativer oder rationaler Geist sein kann dass man sich für eine Sache entscheiden muss haben ein bisschen die Philosophie, dass man die super gut verbinden kann und es ist ganz viele Rollen in der Kreativwirtschaft gibt.

00:37:30: Die genau davon profitieren, dass diese beiden linke und rechte Gehirnhälfte in einer Person zusammenkommen.

00:37:38: Wenn du jetzt warst gerade von diesem Change Management gesprochen das was du grade beschreibst?

00:37:45: Und was die das Kernprofil der Absolventinnen und Absolventen ist, die bei dir und euch mit einem Lied auf den Lippen hinaus flattern.

00:37:59: Dann sind das ja wandelorientierte fast schon Transformationskompetente junge Menschen!

00:38:06: Und denen würde ich grundsätzlich sagen dass die Change Management Skills haben.

00:38:12: Habe ich dich aber jetzt richtig verstanden?

00:38:14: Dass es aber nicht ist sondern Change Management ist noch viel ... diebere Psychologie oder was ist, also was ist diese Change Management Kompetenz und wie erlernt man sie?

00:38:26: Ja.

00:38:27: Also das sind ja einmal kreative Nachhaltigkeitsbewegte... ...die in der Lage sind neue Organisationen zu bauen.

00:38:40: um da ganz kurz dabei zu bleiben bevor wir zu dem Change Management kommen was eine Herausforderung in existierenden Organisationen ist.

00:38:48: Aber Change Management braucht man auch als Gründer, weil ich trete ja in existierte Systeme ein.

00:38:54: das heißt ich finde mich dann irgendwie in der Lieferkette wieder die aber nur so und so funktioniert.

00:39:01: also man kann nur ab tausend Stück Jeans in Türkei, dass es den nächsten Region produzieren fertig aus.

00:39:11: wenn ich fünfzig brauche Geht das eben nicht.

00:39:13: oder ich muss die von Hand nehmen, da kostet eine dreitausend Euro.

00:39:17: Also sozusagen in diesen mit diesen Realitäten diese Realitäten mit denen das System gebaut ist die vorzufinden euch auch Change Management Kompetenzen unterschätzt man oft.

00:39:29: als Gründer denke ich Bau des lieber gleich selber.

00:39:32: dann muss sich da nicht erst irgendwie aufwendig was verändern.

00:39:36: Die Herausforderung ist denn oft dass ganz tolle Ideen haben und viele davon fände ich echt super, wenn es die gäbe in dieser Welt.

00:39:48: Aber eben dann aufgrund von Ressourcenknappheit, keiner hat auf einen gewartet alle Produktionslots sind schon voll keine Ahnung man muss für seine zwei Kisten gleich neun Container bestellen und so weiter.

00:40:04: alles das was passieren kann muss sich ganz viele Kompromisse eingehen.

00:40:10: Am Ende ist leider mein geniales Produkt viel weniger genial, weil ich diesen ganzen Realitäten ausgeliefert bin.

00:40:16: und deswegen braucht es natürlich da Kompetenzen wie man sowas baut gestaltet und wie man andere von seiner Idee überzeugt.

00:40:24: gleich dieses mal ein bisschen was doch ausnahmsweise anders zu machen und dann am Erfolg beteiligt zu sein.

00:40:31: das klingt viel einfacher als es ist.

00:40:33: in existierenden Organisationen wird man Also ich meine, das ist so Story of my life.

00:40:41: Ganz viele Gründe hören warum was nicht möglich ist und wenn man im deutschsprachigen Raum arbeitet – und jetzt möchte ich nicht für allgemeinern aber es war eine persönliche Reise – dann gibt's eine Risk Awareness.

00:40:57: Wie heißt das?

00:40:59: Also keine große Risikopereitschaft?

00:41:02: Aversion!

00:41:06: oder wie wir auf Deutsch sagen,

00:41:08: das haben wir immer schon gemacht.

00:41:16: Das ist eben auch in den Organisationen so und das Interessante ist es nicht nur aktuell aber besonders auch aktuell in diesen sich überlagerten Krisen und lang anhaltender Krisenhaftigkeit.

00:41:34: Die Angst und das Verharren auf dem Status, wo auch ganz nachvollziehbar ist.

00:41:42: Bei denen die irgendeinen Einfuß haben oder die von diesen Veränderungen betroffen sind.

00:41:47: Das heißt egal wie gut man eine Idee ist ich muss unbedingt dafür sorgen dass alle die und zwar die einzelnen Personen so schnell wie möglich die extra meine Gehen profitieren, dass sich ihr Einsatz lohnt.

00:42:06: Und diese Motivationen sind ganz unterschiedlich und das heißt ich brauche ganz viel Empathie und da funktioniert eben dieser Elfenbeinturm oben auf der Pyramide sitzen und gegeneinander arbeiten überhaupt nicht mehr sondern ich brauch ganz viele Alliance of the Willing und eine kritische Masse muss ich bauen damit ich sozusagen meine Innovationen ins Unternehmen implementieren kann.

00:42:36: Das ist unglaublich schwer, aber alle wünschen sich das.

00:42:41: Hast du Best Practices aus deinen Alumnis oder Alumnähe die das gemacht haben?

00:42:47: Weil ich habe mir bei dir schon nochmal gerade was du gesagt hast diese Achtzig Prozent Footprint aufgeschrieben.

00:42:53: also es ist.

00:42:55: natürlich können wir kleine Denim-Kollektionen entwickeln und dann Beitrag leisten.

00:43:01: Das ist wahrscheinlich auch unterm Longtail wird auf viel stecken, aber man muss doch in die großen Reihen von Hilden aufmischen.

00:43:13: Kannst du das da erzählen?

00:43:16: Wie gibt es da was?

00:43:17: Es gibt Alumni... unglaublich frustriert sind, weil sie eigentlich wissen wie es geht und dann trotzdem daran scheitern.

00:43:31: Dann dauert das viel länger als die sich erhofft hatten oder merken dass außer Lippenbekenntnissen da einfach wenig Bereitschaft zur Investition da ist nämlich weil das nicht incentiviert ist.

00:43:47: ein Beispiel im Einkauf.

00:43:50: also das sind die die dann entweder wenn Die Mode marken, man stellt sich also vorher.

00:43:57: Da gibt es Entwurf und dann gibt's eine Sample-Werkstatt die machen dann wunderschöne Musterteile und dann gibts dann die DD Stoffe einkaufen und dann schön in den Händen halten und sich an der Mutboard hängen und davor stehen und Bratschlagen welches schwarz ist dass die tollste Nase ist.

00:44:18: aber bei den Großteil der Marken, die kaufen also fertig war.

00:44:22: Das heißt sie machen nur einen Entwurf oder schicken ein Referenzmuster, was sie irgendwo anders

00:44:29: her... Creative Biling habe ich mal gehört ist dir bitte!

00:44:34: Und dann ist die Realisation beim Fertigware-Importeur.

00:44:40: und dieses Biling ist oft noch so gestaltet dass es irgendwie Fixum, Honorar gibt.

00:44:51: Was aber nur irgendwie sechzig Prozent des Gehalts ausmacht und vierzig Prozent sind erfolgsabhängige oder verhandlungsabhängigte Bestandteile.

00:45:01: Das heißt in der Regel macht hier die Preisreduktion den Verhandlungserfolg.

00:45:09: Also je günstiger ich einkaufe, desto ihr komm'.

00:45:11: ich kann nicht meiner Familie am Monatsende was anderes als Spaghetti mit Tomatensoße hinstellen Und das ist natürlich eine Incentivierung, die sämtliche Nachhaltigkeitsansinnung hat Absurdum führt.

00:45:26: und was man dann als Designer?

00:45:28: und dafür kommen dann die Frustrationen hin.

00:45:33: Weil ich natürlich als Designer oder Team Lead in der CSR-Abteilung keinen Einfluss darauf habe dass da umgedacht wird.

00:45:45: Ich

00:45:45: wollte eine positive Geschichte erzählen.

00:45:47: Also, eine tolle positive Geschichte ist ein Absolvent... ich will mal den Namen nicht nennen weil ich weiß gar nicht, ob er aktuell arbeitet, denn einen Praktikum gemacht hat bei einem großen dänischen so High Street also so mittleres Preissegment Modekette.

00:46:07: Jetzt können natürlich alle Zuhörerinnen überlegen was das ist?

00:46:10: Ja, jeder

00:46:10: hat ein Bild im Kopf.

00:46:11: Und die haben schon angefangen relativ frühzeitig so drei D Design Tools anzuwenden.

00:46:19: Also da reden zwar alle davon aber es ist überraschend wie wenig das wirklich praktiziert wird in den Unternehmen und ganz oft sind es aber andere Motivationen also so Marketing geleitet warum damit gearbeitet wird und er hat aber auch eine Abschlussarbeit gemacht, wo er ganz dezidiert die Nachhaltigkeitsmehrwerte von einem D-Design-LED-Prozess unterstrichen hat.

00:46:52: Also man kann etwas sehr viel, man hat weniger... Sample Loops, man muss viel weniger Bemustern.

00:47:01: Man kann viel akkurater planen und produziert und demandet idealerweise nur

00:47:06: das.

00:47:08: Das bedeutet, dass es digital simuliert sozusagen.

00:47:10: Genau.

00:47:10: Das ist so sozusagen a three-D Fashion Rhinos bei uns im Industrie Design.

00:47:16: Genau, wie Klo oder Browseware.

00:47:20: Und da muss man eben auch bestimmte Designstrategien anwenden und es ist in den Unternehmen oft nicht so bekannt weil diese drei D-Design Motivation sozusagen woanders sitzt, woanders herkommt... Wie Zero Waste Pattern Making?

00:47:34: Also ich habe ja einen Stoff aus dem ich aus einem zwei D Teile zuschneide die ich dann zu einem drei D Produkt zusammenbauen.

00:47:44: und da der Mensch eben viel eckig ist, sondern Rundungen hat fällt da eben sowas wie zwischen fünfzehn und dreißig Prozent an Schnittabfall ab.

00:47:54: Was man ja mitbezahlt und da gibt es wirklich eine ganze Community an Designern und Schnittmachern die das total wirklich zur Meisterschaft gebracht haben und total komplexer Designs machen, den man das nicht ansieht wo kein Kram Abfall abfällt.

00:48:18: Genau, also Timo Rissanen zum Beispiel, kleiner Tipp als der mittlerweile in Australien lebt und arbeitet aber lange bei Parsons in New York war er so ein bisschen kann man mal nachschauen der das wirklich ganz stark vorangetrieben hat als eine von ganz vielen Design Strategien Und sowas kann man natürlich manuell sich irgendwie ranarbeiten und dann zwanzigtausendmal zuschneiden.

00:48:47: Und dann den Schnittabfall auf zehn Prozent, dann auch fünf Prozent optimieren.

00:48:53: Aber man kann natürlich im Trededesign sowas erproben ohne dass man das alles immer materialisieren muss.

00:49:01: also als ein Beispiel.

00:49:03: Er hat es sozusagen diesen Komplex oder diesen Link zur Nachhaltigkeit hergestellt und hat es sozusagen ziemlich erfolgreich dort die Denke implementiert.

00:49:16: Und das hat letztlich dazu geführt, dass die Teamstrukturen andere sind also, dass sie nicht horizontal sind sondern vertikal.

00:49:26: Also früher gibt's eben ein Design-Team Das ist dann Abteilung Rock und Hose Dann gibt es Abteilungen Accessories keine Ahnung.

00:49:33: Und dann wird es weitergegeben.

00:49:35: und dann gibt es eben die anderen Teams, die so nachgelagert sind wie da sozusagen diese Erführungsgehilfen die Stuben der Pyramide runter und mittlerweile sind die aber vertikalt.

00:49:46: Das heißt, alle gehören sozusagen zu einer Produkt-Unit oder gehörnen alle dazu inklusive Sales & Marketing, die zusammen an dem Erfolg von so einem Produkt und eben auch an so einen Nachhaltigkeitsperformance arbeiten.

00:50:05: Und es gibt ganz viele Widerstände gegen so eine Umstrukturierung.

00:50:09: Ganz, ganz viele.

00:50:11: Das müssen wir jetzt vielleicht in dem Detail nicht besprechen aber das klingt jetzt nach einem No-Brainer ist aber wirklich voraussetzungsreicher und viel Unterstützung braucht man da in der Organisation die von dieser Größe diese ein paar Tausend Mitarbeiter.

00:50:30: Und an der Stelle wechseln wir das Thema und reden über den Berlin Fashion Hub und Formen.

00:50:39: Weil, und das will ich ja noch mal kurz sagen.

00:50:41: Damit hast du von angefangen... ...und da wäre ich emotional freudig als du gesagt hast ne?

00:50:47: Du hast halt so viele Hüte und so viele Sachen!

00:50:49: Du forscht, du lehrst, du bist Praktikerin, du wirst auch eben mit dem Haberinnen oder äh also du verknüpft Leute, du bist eigentlich im schönsten Community-Bilderin an der Stelle Und alles profitiert voneinander.

00:51:09: Und das fühle ich ganz doll, weil... ...ich das auch so mache.

00:51:13: So ein anderes Milieu, anderes Feld aber... ...so ist das.

00:51:17: und ich hatte immer ganz lange so'n schlechtes Gewissen, weil ich immer dachte ah damit tue ich allen Unrecht!

00:51:22: Nämlich die Hochschule leidet vielleicht darunter, dass sich auf dem anderen Wald tanze, die Community mit für die ich mich engagiere ist sauer, weil Ich dann wieder in der Hochschulle bin.

00:51:33: Unterm Strich würde ich sagen haben alle viel davon mitgenommen.

00:51:36: So und mehr und haben mehr von mir als wenn ich jeweils nur eins gemacht hätte.

00:51:41: Also das so und ich fühle mich auch besser inzwischen.

00:51:45: Das sehe ich auch, aber ich muss es ganz stark erklären.

00:51:48: also dass kostet mehr Arbeit weil man das wirklich transportieren muss und die Sichtbarkeit des Verständnis herstellen muss Und das ist etwas, was ich glaube ich unterschätzt habe.

00:52:08: Also ich diese verschiedenen Rollen so zusammengebastet hab weil für mich macht es total Sinn im direkten Erleben und erfahren und Teilnehmung eben an diesen ganzen Möglichkeiten.

00:52:20: Ist das für das Individuum oder für die Organisationen, die da beteiligt sind nachvollziehbar?

00:52:26: aber für die jeweiligen Arbeitgeber?

00:52:30: Das dauert natürlich bei VORN die mich dafür bezahlen, dass ich das alles mache und dass sich eigentlich den Start-ups hier eine gute Plattform bietet damit sie wachsen und gedeihen können.

00:52:45: So bis dann irgendwie die Erstsemester Studierenden dann irgendwann mal zu irgendwem hier ins Praktikum kommen oder an einem gemeinsamen Forschung muss.

00:52:55: Projekt mitarbeiten oder dann hier irgendwie als Junior Talent in die Organisation einsteigen.

00:53:01: Das dauert natürlich ein paar Jahre, das heißt es ist ein relativ langfristiges Invest und andersrum genauso.

00:53:08: also dass dann so einen Sohn Incubator der für Impact Startup Gründer um hier mal bisschen weiter Bescheid English zu reden Um für diese Absolventen von Nutzen zu sein, da hört die Hochschule auch wenn sie alle immer gern Aluminienetzwerke pflegen wollen.

00:53:36: Schon lange nichts mehr von denen.

00:53:38: also das ist muss sich viel Überzeugungsarbeit leisten dass Sie mich das machen lassen.

00:53:46: So und jetzt musst du trotzdem nochmal erzählen was es dieses vorn Wie funktioniert das?

00:53:53: Was ist deine Rolle da, was is euer Impact.

00:53:56: Genau ich versuch mal so ein bisschen den die Motivation dahinter ohne jetzt eine lange Vorgeschichte runter zu beten.

00:54:06: Zurich kapitulieren.

00:54:07: also Ich mache eigentlich alles was ich mache weil ich irgendwann ein Problem hatte.

00:54:14: Also ich mache eigentlich Lehre Ich als Arbeitgeberin immer dieses Recruitment gemacht habe und irgendwie den, die dann bei uns eingestiegen sind.

00:54:26: Immer das Gleiche erzählt hat und dachte, bevor ich mich jetzt hier wiederhole ewig, dann bringe ich das doch einfach gleich in eine Gruppe von Studierenden bei.

00:54:37: Dann sind sie denn schon fit?

00:54:38: Und dann kann ich dann weiß ich auch, wer ist das Talent?

00:54:41: Und spare ich mir hinterher Zeit.

00:54:44: so also aus dieser sehr pragmatischen Perspektive und auch weil ich das hasse, oft dasselbe zu machen.

00:54:51: Und mich zu wiederholen was so ein bisschen widersinnig klingt wenn man auch Theorie Kurze an der Uni unterrichtet aber sei es drum beim Fashion Hub genauso.

00:55:02: also Ich habe ein paar Firmen gegründet und war nie zu dem was sich da gegrundet hab irgendwie qualifiziert.

00:55:07: Ich habe einen IT Unternehmen gegrünnet und überhaupt keine Ahnung gehabt von IT sondern war Schneiderin und Modedesignerin.

00:55:15: mich hat dieses Problem so genervt und da war eben das Software irgendwie dann die richtige Lösung dafür.

00:55:23: Und habe in dieser Rolle als Gründerin, und es ist natürlich schon länger her keine Infrastruktur gefunden, die mir irgendwie die Umsetzung meiner Lösung ermöglicht hatte, sondern ich hab an total vielen bescheuerten Herausforderungen zu kämpfen gehabt eingebüßt und nachdem wenn das so bescheuert ist, obwohl wir wirklich große Probleme haben in der Modewirtschaft.

00:55:52: Und diese Lösungen die es da draußen zum gibt, die aber irgendwie nicht skalieren.

00:55:57: Also wir sprechen über Kreislaufwirtschaft.

00:55:59: In der Theorie es gibt aber kaum zirkuläre Produkte sondern der ganze Krämpel landet halt irgendwie als Mikroplastik im Ozean.

00:56:06: also offensichtlich fehlt diese Lösung in der Breite und dachte, dann baue ich doch das mit vielen guten Leuten was mir da gefehlt hätte.

00:56:24: Und zwar ein Go-to-Ort wo nicht alle von Null anfangen die gleichen Sachen rauszufinden.

00:56:32: Alle können bei Null anfang einen englischsprachigen Markenanwalt zu finden Das Steuerbüro, das mir erklärt wie alle diese ganzen komplizierten Entitäten funktionieren.

00:56:48: Oder ich habe irgendwie ein Go-to-Play, dann können die es alle viel schneller abhandeln und ihre wertvolle Lebenszeit auf die viel wichtigeren Sachen verwenden.

00:56:56: oder alle rennen individuell los um schreiben drei hundert E-Mails an den gleichen Hersteller, die einfach drehunderte E-mails bekommen.

00:57:05: Fünf Leute überlegen sich kollektiv was zusammen und haben eine gescheite Auflage, die für einen Hersteller total interessant ist.

00:57:13: Und sorgen dafür dass der ein resienteres Geschäftsmodell hat und sorgen selbst dafür das ihre Anfrage beantwortet wird.

00:57:21: also so jetzt ganz pragmatisch.

00:57:25: Das haben wir irgendwann in einer Studie dazu geschrieben wo es genau rauskommt, dass es das genau braucht.

00:57:33: Wir, ich früh mit meinem Software-Unternehmen, mit Sketch und eine Reihe von anderen unter anderem Magdalena Schafrin.

00:57:41: Die die Neonit gegründet hat.

00:57:43: das war die größte nachhaltige Modemesse der Welt.

00:57:46: Diesmal hier gab mittlerweile nicht mehr also so ein paar Akteure, die hier schon lange in der Stadt irgendwie rummachen, die eine ähnliche Hypothese hatten was es da braucht?

00:57:57: Und dieser dazu geführt nach ein paar Jahren dass die grüne Fraktionen einen Haushaltstitel ... in das Berliner Abgeordnete Haus reinverhandelt hat und es dann dafür Geld gehabt.

00:58:09: Und da gab's eine europäische Ausschreibung, die haben wir gewonnen.

00:58:12: Mega!

00:58:14: Ich gratuliere.

00:58:15: Dankeschön.

00:58:16: Das ist ein bisschen.

00:58:17: aber in der Zwischenzeit weil wir sind auch nicht alleine... Glaubst du noch andere Hubs in Berlin als den Games Hub oder den Media Hub?

00:58:24: Es hat schon gezeigt dass also so ne... Orte, die Zugang zu Know-How und Infrastruktur und für Gemeinschaft bieten ohne dass es ein Zwangsgemeinschaft ist.

00:58:38: Für so sehr fragmentierte kreative Wirtschaftsbranchen eine richtig gute Idee sind.

00:58:44: Und dann, deswegen machen wir das aktuell.

00:58:47: Also wir sind eine eingetragene Genossenschaft.

00:58:51: Wir haben eine Community von ungefähr drei Hundert fünfzig Mitgliedsorganisationen Von denen so ein Drittel würde ich mal sagen Berliner und einen weiter großer Umkreis.

00:59:04: Dann nochmal ein weiteres Viertel, so deutschsprachige Raum Dann noch einmal ein Drittel Europa und dann nochmal ein paar außerhalb sind die alles mögliche machen, aber die sich irgendwie einen Interesse haben an Nachhaltigkeit, an Mode als Gestaltungsdisziplin und an Innovationen im weitesten Sinne zu.

00:59:25: Und das ist von Model-Agenturen mit diversen Models, Models mit Behinderung und allen Körperformen und Farben des Regenbogens bis hin zur den Erfindern von Ultraschall, Färben oder was auch immer.

00:59:46: Und ganz viele Marken natürlich auch und ganz unterschiedlicher Größe.

00:59:51: also wir haben auch ein paar der größten Marken bei uns in der Community.

00:59:58: Wir arbeiten zum Beispiel eng mit Salando die ein großes Programm Sponsoren so eine Design Academy die wir jedes Jahr machen für hundert Gestalter.

01:00:09: das heißt machen da auch Fundraising und arbeiten mit denen zusammen, aber in einer sehr großen Unabhängigkeit.

01:00:17: Diese Genossenschaftsform ermöglicht uns das eben.

01:00:21: Die haben dann trotzdem nur eine Stimme unabhängig wie viele Ressourcen sie eingebracht haben.

01:00:29: Das ist ganz wichtig!

01:00:30: Es macht großen Spaß die entweder tolle Ideen haben und die umsetzen, die wir versuchen irgendwie in Kooperation zu bringen damit sie das idealerweise gemeinsam machen oder die schon an einem bestimmten Stand sind.

01:00:51: Die wird dann dazu ermutigen ambitioniert er in ihrer Nachhaltigkeit in ihrem nachhaltigkeits Aktivitäten zu sein.

01:01:05: also eine Community ... aus ganz verschiedenen Leuten und Firmen.

01:01:13: Wie zu ich habe vorhin auf der Webseite gespeckt, ihr seid da im Co-Working Space also ihr seid ein realer Ort?

01:01:19: Ja!

01:01:19: Wie groß ist hier?

01:01:21: Wir haben so fünfhundert Quadratmeter und zwar in Bikini Berlin... Ich gucke hier auf die Gedechneskirche Breitscheidplatz, es ist ganz bewusst.

01:01:30: Ich kann hier TikTok jeden Tag... hundertmal Currywurst essen.

01:01:34: Das ist für mich so ein bisschen befremdlich, ehrlich gesagt weil ich arbeite in einem Mall am Kudam es also wirklich überhaupt kein Off-Ort.

01:01:42: aber wir haben zwölf Meter Schaufensterfläche das heißt wir machen alle B to B. Aber hier gibt's eben diesen Endverbraucher d.h.

01:01:50: jeden Tag laufen hier fünfzig Motifatis und Kinder mit der Eiswafel vorbei und wundern sich was hier so passiert.

01:02:00: Wir haben nämlich auch ein Laden, also das ist dann der... So wird die

01:02:02: Geschichte erzählt.

01:02:05: Genau!

01:02:05: Das heißt hier treffen sich alle hier Mogel miteinander rum.

01:02:08: es gibt wirklich einen wunderschönen sehr heller rippgesentativer schön gestalteter Ort mit ganz tollen Möbeln und ganz tollen Designobjekten und einfach wunderbar hier.

01:02:22: Aber es ist eben auch alles, was hier entsteht kann dann sehr schnell und niedrigschwellig mit dem Endverbraucher vertestet werden.

01:02:34: Man kann hier viele Sachen probieren und auf ein sanftes Bett fallen wenn man damit scheitert.

01:02:44: Also kleines Beispiel aus der Praxis das ganze Thema digitaler Produktpass ist Lieferkettengesetz usw.

01:02:55: Es gibt umfangreich Regulation und natürlich auch viel Innovation, die da passiert ganz unterschiedliche Lösungen Und wir haben bestimmt, würde ich mal sagen so zehn bis fünfzehn Innovators, die sich mit dem Thema in unterschiedlicher Form irgendwie befassen und ein Pop-up Store der dann diese unterschiedlichen Lösungen miteinander.

01:03:21: Das heißt, man kann reinkommen und können mit diesem Angebot irgendwie umgehen was dazu geführt hat dass es eine vier Prozent Scanning Rate gibt.

01:03:31: Also nur vier Prozent aller Kunden in dem Laden waren haben mit irgendeiner Form diesen TPP-Angebot interagiert war auf jeden Fall nicht das, was man sich so erhofft hatte.

01:03:43: Also ein sehr gutes Beispiel für diesen Attitude Behavior Gap.

01:03:45: Siebzig Prozent interessieren sich für Nachhaltigkeit nur zehn Prozent der verkauften Produkte sind nachhaltig.

01:03:51: also an irgendeiner Stelle fehlt da was.

01:03:55: Und dafür ist es ein gutes Beispiel, dass man dann eben nicht erst zehn Jahre entwickelt und Patentein reicht und dann irgendwie weltweit ausrollt.

01:04:04: Sondern hier eigentlich so einen Spielplatz hat.

01:04:06: und Testfeld nehmt man unter real Bedingungen eben nicht in schöne Berger-Nahhaltigkeitsmark hinterhof curated Store, sondern hier da wo die ganzen Touristen vorbeilaufen.

01:04:21: Die sich dafür nicht interessieren.

01:04:22: wenn ich Hintergrund haben kann man das erproben was ganz interessant ist.

01:04:30: und was hat es mit eurem Microfactory auf dich?

01:04:32: Schön dass du fragst!

01:04:36: Das mein Lieblingsprojekt was ich hier verzapft habe.

01:04:43: Wenn wir über nachhaltige Geschäftsmodelle sprechen, das hatte ich vorhin schon ein bisschen angeteasert.

01:04:49: Ist es heute so dass Motormarken ja in Verkehrbringer sind?

01:04:53: Das heißt die gestalten irgendwas dann investieren sie vor produzieren vor meistens da wo Arbeit willig ist irgendwo in fernost oder in nordafrika und Lagern lassen sich das liefern und schieben es dann mit viel Aufwand in einen übersättigten Markt rein.

01:05:15: Was dazu führt, dass nur vierzig Prozent der Produkte zum Originalpreis verkauft werden und zwanzig Prozent überhaupt nicht verkauft wird weil niemand braucht soviel Bekleidung.

01:05:27: Und die... Das was sie dann brauchen ist nicht unbedingt das was man sich vor einem halben Jahr überlegt hat, was es möglicherweise dann zu dem Zeitpunkt braucht.

01:05:40: Das heißt, es wäre doch irgendwie interessant mal zu schauen ob neben Design Make Cell auch Design Cell Make geht und haben dafür so eine Art Demonstration Factory hier gebaut in der Designer im TrID-Designen das zum Verkauf anbieten und verkaufen, dann materialisieren.

01:06:06: Dafür gibt es hier diese Micro Factory.

01:06:09: Da stehen große Flachbild-Strickmaschinen drin, weil den Vorteil hat, dass man eben nicht erst eine Fläche, also einen Stoff weben muss, den zuschneiden, das alles auf Lage halten, sondern man kann direkt aus einem Garn ein Tridä.

01:06:28: Produkt stricken und das ist hoch automatisiert.

01:06:31: Also unsere Francesca kann das hier ein Batch auf die Maschinen schicken, dann laufen sie hier über Nacht und am nächsten Morgen ist es fertig.

01:06:40: da brauche ich also keine wie bei Cat & So, also wie bei Nähen mit Nähmaschinen diese ganzen Anskel-Labor die da gebückt eben an diesen vielen Maschinsitzen sondern das ist wie Treadedruck für Bekleidung.

01:06:59: Und jetzt kommt der Trick, weil wir über Kreislaufwirtschaft reden.

01:07:03: Das ist die einzige additive Fertigungstechnologie, die ich ja auch umkehren kann.

01:07:09: Nicht wie bei drei D Druck, dann ist es da verklebt und muss sich das schreddern.

01:07:18: Bei Textil, da geht es immer um die Faserlänge.

01:07:20: Also wenn ich das zerschreddere dann muss sich immer Frischfaser reinmischen.

01:07:24: Außerdem ist alles Mischfasern und da sind noch Knöpfe drin also total kompliziert.

01:07:30: Strick kann nicht wieder auftrennen, kann das Garnrück gewinnen und wieder verstricken ohne Materialverlust.

01:07:35: Und das machen wir hier!

01:07:36: Wir machen sozusagen eine zirkuläre Closed Loop per Peter-Ohm-Mobilee.

01:07:41: Ist das eine Wortspiel?

01:07:44: Closed loop?

01:07:45: Das heißt, ich

01:07:48: weiß nicht... Aber wenn ihr bei der Clothing macht?

01:07:53: Ach so.

01:07:54: Also geschlossener Kreislauf.

01:07:56: Das heißt Textil zu Textil.

01:07:58: Vorne schmeißt du deinen Strickpulli rein hinten kommt ein neuer Strick-Pulli oder fünf Baby-Beanys für deine immer zahlreicher werdenden Nerven und Nichten dabei raus.

01:08:07: Seh nach dem!

01:08:08: Pulli to pulli Prinzip.

01:08:10: Pulli To Pulli genau das nehme ich schreibe mich mal auf und werde es mal direkt als Titel für mein nächstes Forschungsprojekt.

01:08:19: Nein, das ist doch genial!

01:08:21: Ist die auch im Schaufenster diese Microfactory?

01:08:23: Ach geil!

01:08:25: Und jetzt wieder ne diese vier Prozent.

01:08:29: passiert das?

01:08:31: Genau es passiert aber wir haben das in erst im letzten September in Betrieb genommen.

01:08:37: also es hat über ein Jahr gedauert weil natürlich machen wie immer irgendwas wovon wir keine Ahnung haben.

01:08:44: das heißt Ist ja klar, so ist es eben mit Innovation.

01:08:48: Ja naja also das ist ja leider der Nachteil von Innovationen dass es eben noch nicht da ist und ich habe hier wirklich viele böse Böse geerntet als dann die Budapester Straße gesperrt werden musste Die Fassade rausgenommen in einem Riesen Schwerlast Ausgleichsplatten Gabelstabler und Kran-Gdöns, diese Riesenmaschine hier reingeruchtet werden mussten.

01:09:20: Und dafür musste hier baulich alles Mögliche vorbereitet werden weil das ja also das ist ja nicht Desktoptechnologie sondern Industrietechnik die sonst irgendwo in Fertigungshallen rumsteht.

01:09:36: aber jetzt sind sie da und wir arbeiten schonement und wir großen Marken, aber auch vielen kleinen und müssen trotzdem deswegen bin ich so viel unterwegs gerade ordentlich die Werbetrommel rühren weil dadurch dass es das noch nicht gibt fragt es ja auch keiner nach.

01:09:57: Das alte Catch-Twenty-Two Dilemma und deswegen brauchen wir ganz viele Marken Aber auch Retailer, weil es ist ja ein superspannendes Retail-Konzept.

01:10:11: Mit den sterbenden Innenstädten baut ihr doch deine eigene Gestaltung und Produktion und Recycling mit rein.

01:10:18: Dann bist du gar nicht mehr abhängig von irgendwas und kannst deinen Kunden zum Co-Designer... ...und mit Hersteller machen?

01:10:27: Wenn ich mir das jetzt mal vorstelle!

01:10:31: Wer ist mir egal wie lange das hier dauert aber ich würde kurz auf dieses Experiment gehen.

01:10:35: Bitte

01:10:37: Wir sind in Forst an der Sächsisch-Brandenburgischen Grenze.

01:10:48: Eine Shrinking City, so mit einer völlig unbelebten Innenstadt.

01:10:54: Jetzt es sind acht Läden zu Einer ist eine Spilothek, der andere ist ein Döner Der andere ist leer.

01:11:03: Dann ist ein Waffenladen dann ist alles zu So.

01:11:07: Und jetzt macht dort eine Microfactory auf und das Zielpublikum, nicht zwingend kaufstark weil dezentraler ländlicher Raum Ostdeutschland hat kann er aber hinkommen und dort wird ein Pulli gestrickt der sozusagen da sind die Garnen dann gibt es.

01:11:31: dann kann man sich vielleicht noch einen Pattern auswählen Dann habe ich diesen Pulli.

01:11:34: so Preisfrage Ist es abbildbar, dass das... Okay schade.

01:11:45: Ich war auch in Forst und ich

01:11:47: habe... Nein

01:11:49: nein nicht Forstbashing aber das sehr extremes Beispiel weil zu spät also zu späht für Forst das hätte man ganz mutig frühzeitig machen können als es eben noch genug

01:12:09: junge

01:12:09: Leute gab, die sich überlegt haben.

01:12:11: Bleibe ich jetzt hier mit meiner Familie und ziehe meine Kinder vor?

01:12:15: oder muss ich irgendwo mit meinem ganzen Motivationen und Talent irgendwo anders hingehen?

01:12:21: Und dann hätte man vielleicht in Forst auch nicht so eine retail-fokussierte Sache gemacht sondern hätte Mit irgendwie, war nicht da Trivira?

01:12:34: Ist das nicht auch in Forst oder da in der Nähe also dieser Chemiefaser-Bude.

01:12:39: Das kann

01:12:40: durchaus sein ja.

01:12:40: Da hätte man sich mit denen lokal zusammengetan und hätte gesagt pass auf wir machen hier eine lokale Lieferkette für Alternative Chemiefaserte, die wir hier ausabfällen der Holzwirtschaft oder abfellen.

01:12:54: Aus der Molkerei oder was auch immer da ist und bauen hier etwas richtig Superes und machen dazu eine richtig tolle, ein richtig tolles Living Lab im Herzen von Forst und laden alle dazu ein und bilden hier Leute aus usw.

01:13:09: Dafür wäre es vielleicht denkbar gewesen.

01:13:11: aber eigentlich ist dieses Konzept, das ich gerade beschrieben habe Eine Lösung für konsumstarke Urbane-Räume, also da wo verbraucht wird.

01:13:23: Berlin habe ich nicht parat vorbereitet.

01:13:29: steht irgendwo in meinen drei tausend Notizdateien wie viel Tonnen oder wie viele Millionen Stück Bekleidung Berlin so verbraucht.

01:13:42: Und was mit dieser Begleitung passiert, nämlich werden weniger als ein Prozent wieder zu neuen Textilen recycelt.

01:13:48: Das heißt hier wird ein Problem... Hier gibt es ein Problem und die Kosten dafür werden externalisiert.

01:13:57: das heißt wir irgendwo wird der Boden ausgetrocknet, weil wir irgendwo Baumwolle in Monokulturen anbauen.

01:14:08: Die wird dann hier irgendwie als Jeans tragen.

01:14:10: oder irgendwo ist der Acharsee natürlich schon längst ausgetrackt, weil in Uzbekistan so viel Baumwulle angebaut wurde.

01:14:17: Shit happens.

01:14:18: deswegen wird jetzt irgendwas anderes ausgetrocknet oder verschmutzt.

01:14:22: aber wir haben sozusagen das Problem was diese Abhängigkeit von diesen globalen Materialströmen produziert.

01:14:32: Das lagern wir immer in anderen Regionen aus.

01:14:35: Und dieses Bewusstsein dafür nimmt aber zu und die Nachfrage nach Alternativen nimmt auch zu, aber der Markt bietet macht das Angebot eben noch nicht weil er sagt, die Kunden sind nicht bereit dafür mehr auszugeben.

01:14:50: also in irgendeiner Stelle kickt wieder dieses Attitude-Behavior-Gap Thema rein.

01:14:55: Das heißt, wir haben hier mehrere Profiteure.

01:15:00: die Nachhaltiger konsumieren wollen, aber nicht so richtig verstehen, wofür sie jetzt eigentlich mehr ausgeben.

01:15:07: Und das ist die Hypothese, die eben da mehr in den Prozess einzubinden.

01:15:11: und das andere ist es, dass die Regulationen, die Inverkehrbringer dazu verpflichtet, ihre getragenen Produkte zurückzunehmen – so ungefähr wie das bei Elektrogeräten ist.

01:15:27: Das heißt, diese Verkehrbringer haben jetzt das Problem dass sie damit irgendwas anfangen müssen.

01:15:32: und dieses Aufkommen dieser Posts-Konsumer.

01:15:37: Bekleidungsprodukte sind da wo der Konsum stattfindet und das ist eben geballt in den urbanen Räumen.

01:15:43: Das heisst dort läuft es alles auf dann kann man das exportieren und verklappen dann landet das irgendwo anders und erzeugt da die Probleme.

01:15:53: Aber eigentlich will der Gesetzgeber, dass die dort sozusagen wieder zu neuen idealerweise Textil-zu-Textile recycelt werden weil das ist sozusagen das Anstrebenswerteste.

01:16:09: also erst Reuse, also getauscht repariert weiterverkauft aber irgendwann dann abgescycled oder recycled.

01:16:19: Irgendwann ist wirklich das Ende der Lebensspanne erreicht, egal wie viel Zyklen es getreten hat.

01:16:24: Das Produkt passiert eben da wo viele Menschen sind und wo viele Sachen tragen und die Hand haben.

01:16:31: Es gibt hier eine Notwendigkeit diese Verwertung dort zu organisieren Wo sie stattfinden, wo der Gebrauch stattfindet.

01:16:44: Aber das scheint eine kritische Masse zu geben.

01:16:46: also nehmen wir von Kottbus in den Versteigen jetzt einen Zug von Forst nach Kottbuss.

01:16:51: wären wir da schon soweit?

01:16:52: Fast nicht ne?

01:16:53: Potsdamüsern oder

01:16:57: geht denn nur in Lose?

01:16:59: Du hast natürlich recht mit der Kaufkraft.

01:17:01: vielleicht fangen wir so mit Low Hanging Flug an.

01:17:03: wie setzt sich das durch?

01:17:05: Wir haben dann auch unsere unsere Innovation-Adoption Kurve, wo wir dann die Early Adopter und die Late Majority haben.

01:17:20: Zweite deswegen sind hier die Early-Adopter eher die, die so lojas sind, the Lifestyle of Health and Sustainability also die schon Vegetarys sind irgendwie mit dem Zug fahren und von Flugscharmen durchdrungen sind, die sind vermutlich eher offen dafür.

01:17:43: Und sorgen dann auch dafür dass es eine kritische Masse erreicht uns von diesen Micro Factories eben an jede Ecke welche gibt so das diese diese Angebote einfach viel günstiger und zugänglicher werden.

01:17:58: Und dann ist sozusagen in der zweiten erstes Berlin, Paris, London, New York.

01:18:04: Dann ist Potsdam

01:18:07: oder

01:18:09: Magdeburg und dann kommt erst Kreuzbus und dann kommen vielleicht erst Forst.

01:18:14: Fair enough!

01:18:15: Weißt du?

01:18:15: Also ich glaube das ist ja auch total okay.

01:18:17: aber das war genau meine Frage wie diese Microfactories eigentlich aktuell in dieser Dichte mit diesen Prozetten... Manufaktur-Prozessen hier fast.

01:18:29: Also ist ja eigentlich eine Micromanu Factory irgendwie, ne?

01:18:34: Genau.

01:18:35: und das um hier nochmal so ein bisschen Streusel drauf zu streuseln weil man sich natürlich fragen kann, jeder in Oranijske wen interessiert es überhaupt dass hier so eine Person sich irgendwie einen neuen Kashmir Pullover der auf jeden Fall dreistellig gekauft hat, der dann auch wieder dreistllig kosten darf bei euch durch exerziert.

01:19:04: Die Idee ist eine wirklich alternative zur Massenproduktion durch eine Vernetzung von Microfactories herzustellen.

01:19:18: Wir brauchen ganz viel von denen die miteinander vernetzt sind.

01:19:23: Das ist so ein bisschen dieses Flyer Alarm Prinzip, die ich weiß nicht ob es jetzt immer noch so ist.

01:19:28: Aber sie hatten keine eigenen...

01:19:30: Nee, die haben das gebrockt in sich.

01:19:31: Genau!

01:19:32: Also die hatten so ein Fulfillernetzwerk und dann gab's irgendein paar tausend konnten auch Copy Shops um die Ecke sein also die die gerade irgendwie über Nacht das Papierne Maschine hatten und Maschinen da unten haben.

01:19:43: wir haben dann irgendwie die Achthundert Flyer gedruckt und die andere Bude hundert Kilometer weiter haben dann die Brust ergemacht.

01:19:50: Also dieses Thema Decentralized Distributed Manufacturing.

01:19:56: Und dann gibt es dann eben in Forst möglicherweise die Bude, um jetzt aus diesem Forstschimmingsfalle zu entkommen.

01:20:04: Sind denn vielleicht die mit diesen lokalen Ressourcen?

01:20:07: Lass mal irgendwie Pulp aus der Papiermühlenfabrik.

01:20:12: Da ist doch Leipa in Schwed.

01:20:16: Ist das da nicht in der Nähe?

01:20:17: Ein bisschen nördlicher.

01:20:19: In der Nähe von Prenzlau, also gibt es viel Papierherstellung.

01:20:23: Vielleicht ist dann die Forstbude, die die Regenerat Faser verarbeitet aus den Abfüllen und aus der Forst- und Papierwirtschaft.

01:20:33: Und das ist deren Spezialgebiet.

01:20:35: und wenn ich jetzt als Marke irgendwie eine Kollektion von fünfzig verschiedenen Produkten habe, dann werden eben sozusagen die, die für Forst passen nach Forst geschickt Kaschmeh sind, die können bei uns im Bikini übernachts umgesetzt werden als Idee.

01:20:55: Ich bin unglaublich begeistert von dir, Marte.

01:20:58: Dezent verknallt du bist unfassbar schlau.

01:21:01: aber wir müssen hier jetzt stopp machen weil sonst reden wir noch hundert Jahre weiter und kommen von Vorosten.

01:21:07: dann sind wir dann in Polen oder müssen wir über Bulgarien sprechen und wieder ein Problem, denn wo kommt das Leinen her?

01:21:14: Dann sind wir in Kazakhstan!

01:21:18: Ja, ich kann ja noch mal kommen

01:21:21: irgendwann.

01:21:22: Unbedingt!

01:21:24: Oder wir kommen... Ich komme mit meinen Studierenden zu dir ab.

01:21:27: Bitte darum.

01:21:27: Eine Sache noch.

01:21:29: Nächstes jetzt fange ich doch nochmal für vorne an was ist mit Open Source?

01:21:33: Ha sehr gut richtig gute Frage.

01:21:35: ich versuche mich kurz zu fassen.

01:21:37: also wir versuchen alles zu veröffentlichen was geht und machen so viel wie möglich zugänglich.

01:21:45: der Transparenz halber, der Ehrlichkeit halber muss man aber auch sagen, dass wir das nicht immer unsere Partner überzeugt bekommen.

01:21:55: Weil also auf der einen Seite ist es proprietäre Technologie, also das ist natürlich Industrietechnologie die ist überhaupt nicht so gebaut als die mit irgendwem anderen spricht Da hat sich das im Textilmaschinenbau, ist es überhaupt kein Konzept was sich durchgesetzt hat und da bin ich einigermaßen pessimistisch.

01:22:14: Deswegen bauen wir so Brücken, also wir bauen so Dinge die sind manchmal echt so ein bisschen hemmensärmelig damit sie miteinander reden und die unterschiedlichen Plattformen auch miteinander sprechen.

01:22:27: Da arbeiten wir dran.

01:22:28: und das was wir selber entwickeln mit ganz vielen anderen schlauen Leuten Das machen wir Open Source verfügbar, aber jeweils diese Anzustellen sind eben nicht immer so verfügbare.

01:22:42: Und gerade wenn wir mit sehr markenbewussten Partnern arbeiten also zum Beispiel arbeiten wir auch mit Luxusmarken die Daran die eben sehr gute Materialien haben, die noch viel Wert haben und deswegen ist es für sie interessant diese Materialien möglichst in hochwertige neue Produkte zu übersetzen.

01:23:04: Also bei Fast Fashion, weil ganz billigen Materialien eher ein schwieriges Konzept ist Und die sind bisher noch schwer davon zu überzeugen das öffentlich zugänglich zu machen weil die natürlich auch in Punktu ihrer Nachhaltigkeitsperformance mit anderen Inwettbewerben stehen.

01:23:26: Und deswegen ist es gut, dass du das ansprichst und ich werbe hier dafür ausdrücklich und lade alle ein, die Lust haben mit uns zu arbeiten und offen für eine Zugängnismachung sind ins Boot zu kommen.

01:23:42: Mega geiles Schlusswort!

01:23:43: Martin, ich danke dir ganz herzliche liebe Zuhörende.

01:23:45: Alles was Martin gesagt hat steht in den Show notes nicht alles aber vieles.

01:23:49: wir versuchen ganz viel.

01:23:50: Lojas war ein wieder schon wieder ganz fantastisch.

01:23:54: packen wir da alles nicht alles rein.

01:23:57: Danke Karo dass du das machst und an dieses stelle sage ich Tschüss liebe Höründe musst du jetzt

01:24:02: auch

01:24:24: sagen tschüß liebe Hürinde.