Hurra Hurra – ein Designpodcast der BURG

Hurra Hurra – ein Designpodcast der BURG

Transkript

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00:00:02: Mir gegenüber sitzt, ich prüfe das an dem Bild ab.

00:00:23: Sarah Meyers.

00:00:25: Du musst jetzt hallo sagen?

00:00:26: Hallo!

00:00:26: Hallo genau und Laura Fügmann

00:00:29: Dankeschön.

00:00:30: Hallo Christian

00:00:31: Genau und zusammen seid ihr das Designstudium Meyers-Fügmann hervorragend Und wir sprechen heute über Design und Design Studium und wie man das vielleicht lernt oder lehrt Design Podcast der Burkibichen Städten Kunsthochschule Halle ist, in der wir eins zwei drei gerade sitzen.

00:00:51: Im Raum zwei oder sechs ist es unglaublich warm.

00:00:53: Wir haben die Fenster zugemacht damit man die

00:00:56: Vögel und

00:00:58: Pfauen und Fasahne über den wunderschönen grünen Campus hüpfen nicht hört.

00:01:05: Mein Name ist Christian Zöllner.

00:01:06: Ich bin Professor im Industrie-Design und innerhalb von dreiundfünfzehn Sekunden habe ich das Intro gesprochen, und ich freue mich, dass ihr da seid.

00:01:12: Danke

00:01:14: schön!

00:01:14: Ihr seid aufgeregt?

00:01:15: Ja!

00:01:16: Das war unser erster Podcast.

00:01:17: Eure

00:01:18: erster?

00:01:18: Ja

00:01:18: genau.

00:01:19: Der Vorrang.

00:01:19: Der vorrang, was uns erwischt.

00:01:22: Frisch erwisht!

00:01:23: Cool!

00:01:26: Auf eurer Website steht, dass hier ein Studio für Textile Produkte sein & Research seit in BASED in Berlin und Luxemburg.

00:01:32: Gibt es in Luxemburg ein Büro oder ist das so eine Finde wie bei den Panama Papers?

00:01:38: Das ist ein bisschen wie bei Panama Papers.

00:01:42: Unser Website ist nicht super up to date, wir haben

00:01:45: früher

00:01:45: immer noch mehr in Luxenburg gearbeitet.

00:01:48: mittlerweile wird's ein bisschen weniger

00:01:51: aber alle unsere ersten Projekte waren in Luxemburg weil Sarah Meyers aus Luxemburg kommt.

00:01:57: Weil ich Luxemburgerin bin und weil es am Anfang für uns da einfacher war, weil wir haben in Badstein Berlin gemacht dann waren wir in Amsterdam Und in Luxembourg war das Netzwerk etwas kleiner und Wir haben da direkt mit dem Projekt gestartet.

00:02:15: zu Luxemburng-Design-Vianale Haben dann direkt ein Product Design Award gewonnen.

00:02:22: Es ging da irgendwie schneller die Wege waren kürzer

00:02:24: gefahren und ich hätte genau gedacht, hey aber das ist ja Luxemburg.

00:02:28: Nee, also ich habe überhaupt keine Ahnung von Luxembourg.

00:02:30: Sarah ist ein wandelnder Wikipedia-Eintrag zu Luxemburgen.

00:02:33: Ja, das klappt nicht.

00:02:35: Okay, dann hätte ich aber schon gedacht dass es eigentlich eher schwierig ist weil eben doch irgendwas alles viel kleiner und vielleicht fast schon provinzieller ist und dadurch irgendwas fehlt.

00:02:50: Es ist kleiner, also ich kann es ja vielleicht so ein bisschen als Nicht-Luxburgerin einmal kurz besprechen.

00:02:56: Es ist kleinere aber es ist trotzdem Luxemburg City die Hauptstadt von dem Land und hat die Kulturförderung vom Hauptstadt eines Landes.

00:03:06: Das macht den Unterschied und sehr viel Kultur wird da gefördert.

00:03:09: Die Museenseintritte sind oft vor free, das wird auf die Bevölkerung zugegangen.

00:03:16: Es gibt einfach öffentliche Gelder und da war es für uns dann erst mal leichter.

00:03:20: In den Niederlanden gibt's ja auch Stimulierungsfonds oder bestimmte Fördermöglichkeiten, vor allem für experimentelles Design.

00:03:28: Und sowas gibt in der deutschen Förderlandschaft gar nicht so sehr.

00:03:32: Also Deutschland ist immer noch der Meinung das Design eigentlich durch die Industrie gefördert wird eben kein Industrie-Design macht, sondern viel research based Projekte entwickelt.

00:03:49: Fällt man da so ein bisschen unten raus oder darstellende Künste zum Beispiel wenn in Deutschland auch mehr gefördert.

00:03:54: aber im Designbereich waren wir dann eigentlich ganz happy dass Sarah durch ihren Luxemburg Bezug uns da immer wieder gefördert werden.

00:04:03: Also schon

00:04:03: ist das Standort Vorteil doch?

00:04:07: Ja auf jeden Fall

00:04:08: am Anfang.

00:04:09: Es war

00:04:09: am Anfang super wichtig.

00:04:10: Wir haben unser erstes Projekt, das war sogar unfinanziert... Die ersten Wolldecken, die wir gemacht haben.

00:04:19: Local Craft meets Design ist

00:04:20: das?

00:04:21: Das war das Motto und wir waren gerade fertig mit Studieren, kamen aus Amsterdam vom Sandberg ... Und da gab es einen offenen Call.

00:04:28: Es gab ein Open-Call.

00:04:30: Ich hab gesagt, Laura, das ist doch perfekt!

00:04:31: Dann haben wir die einzige Textilproduktion, die es in Luxemuth gab, kontaktiert und die waren super offen.

00:04:37: Es war halt auch so ein bisschen richtiger Moment, richtiger Ort.

00:04:40: Ähm... Dann ging es los, dann haben wir in der Ausstellung zwei Prototypen gezeigt.

00:04:46: Eine der beiden Decken war Hauptzerfressen von der Maschine weil wir halt nur die beiden hatten, die wir zeigen konnten und die Leute wollten sie halt einfach kaufen obwohl das eigentlich eine Ausstellung waren mit einem Prototyp.

00:05:00: Und

00:05:00: so war eigentlich... dann kam das eine zum anderen.

00:05:04: So haben wir

00:05:04: angefangen.

00:05:05: Okay, jetzt habe ich ja einfach nur die erste Zeile von eurem CV vorgelesen.

00:05:09: Wir sind schon voll die drinnen.

00:05:10: Aber das heißt ich lehfe weiter!

00:05:12: Eure

00:05:12: Arbeit vereinigt oder unites craft and industrial production durch Farbe Technologie Technik und Material.

00:05:22: Erzählt mal kurz was macht das Studiumaiers Fügmann?

00:05:27: So wenn ihr es mal so So runterpitschen müsstet, aber wir haben auch Zeit.

00:05:30: Ihr könnt

00:05:33: euch ausreden lassen.

00:05:35: Ja, ich sage immer ganz gerne dass wir Hands-on arbeiten das heißt wir arbeiten im Material mit dem Material wenig digital.

00:05:46: Wir starten oft mit einem Material oder einem Prozess und Ja, okay.

00:05:53: Farbe ist bei uns wichtig aber Farbe sehen wir als Material.

00:05:56: deswegen sage ich Material und Prozess Und nicht Farbe Als Startpunkt sondern wir sehen Farbe als Material und wir starten mit Material oder Prozess und so entwickelt sich dann ein Projekt.

00:06:09: meistens Haben wir eine relativ lange Projektdauer weil wir viel viele Experimente machen Sachen verwerfen mehrere Runden

00:06:18: haben bevor es jetzt zu einem Produkt oder zum Endresultat kommt.

00:06:25: Das geht bei uns oft nicht die Zeit von dem klassischen Uni-Projekt, das war eines der ersten Burnings, die wir auch hatten.

00:06:32: Das Projekt, da eigentlich nach einem halben Jahr meistens erst beginnen, wo man in der Uni damals immer präsentiert hat.

00:06:37: und stellt euch das so groß vor und schaut.

00:06:39: Und dann ist für uns aufs Studiumalist fügt man den Ort ganz wichtig!

00:06:43: Bei uns sind kein Studio was gut im Netz existiert, sondern bei uns.

00:06:48: der physische Ort in Berlin ist sehr wichtig.

00:06:51: Weil da unsere Muster liegen und unser Know-how liebt, das wir jetzt auch in den letzten Jahren

00:06:56: angesammelt haben.

00:06:58: Wir arbeiten sehr materialgerecht.

00:07:02: Und wir

00:07:03: versuchen oft herauszukösteln durch bestimmte Färbeprozesse teilweise auch wie reagierten Material auf Farbe versuchen wir rauszufinden, was sind die speziellen Qualitäten von einem Material?

00:07:17: Was macht diese Materialien so besonders?

00:07:19: und dann eben...was macht den Produktionsprozess oder das Arbeiten mit diesem Material, das Formen dieses Materials so besonders.

00:07:27: Und versuchen das dann herauszukitzeln.

00:07:29: Da müssen wir auch im Material arbeiten weil da ja oft Überraschungen passieren in dem Prozess.

00:07:35: Eigentlich sollen die Produkte, die wir schaffen, ihre eigene Geschichte einfach erzählen.

00:07:41: Wie beginnen so Projekte bei euch?

00:07:44: Teils, teils.

00:07:47: Da sehr viel auf Eigeninitiative.

00:07:52: Jetzt mittlerweile nicht nur, mittlerweile gibt es auch Commissions das Leute uns... Kontaktieren und uns entweder ein Brief oder obwohl so ein richtiges Brief hatten wir noch nie, es passiert dann meistens erst kennenlernen.

00:08:04: Und dann geht's los.

00:08:06: Find ich aber das wichtige Aspekt an zu erkennen, hey ihr habt einen Design-Schulde, das läuft und ihr guckt euch an und fragt, hatten wir schon mal ein Briefing?

00:08:14: Also ist wichtiger wie wer beendet sich auch eine Vorstellung für den Designprozess

00:08:19: hier?

00:08:19: Wir hatten ja schon einen Briefing!

00:08:21: Nichts

00:08:21: so richtig

00:08:22: ne?!

00:08:26: Na ja, gerade haben wir zum Beispiel.

00:08:28: Also das kommt schon vor aber es ist am Anfang war's bei uns schon sehr viel dass wir selbst initiiert Projekte gestartet haben Dinge die uns fasziniert haben dann versucht haben dafür Förderung zu bekommen.

00:08:41: parallel haben wir immer für Heller-Jongerius auch gejobbt.

00:08:44: deswegen ist unser Studio so eine Querfinanzierung aus allen möglichen Dingen und Aber natürlich auch in Residencies, in China immer wieder Kleinserien gefertigt.

00:08:55: Die dann verkauft... Also wir haben einfach so relativ viele Standbeine oder dann auch teilweise EU-Förderungen bekommen für verschiedene Projekte.

00:09:03: gerade in unseren Textilien.

00:09:04: mit den Naturfärben arbeiten wir ja sehr nachhaltig und das hat eine Zeit lang den Zahn der Förderung getroffen.

00:09:11: Dann gab es darüber immer mal ein bisschen Geld um das weiterzutreiben Genau.

00:09:16: Und inzwischen, wir hatten ja jetzt letzten Juni haben wir mit Quadrat drei Vorhangstoffe gelauncht und das war jetzt eigentlich so unser erstes klassisches Textil-Design.

00:09:28: was lustig ist bei uns gibt es schon zehn Jahre.

00:09:31: Und ihr seid aber

00:09:32: Textildesignerin

00:09:33: oder wie wüsste man das denn?

00:09:35: Wenn ihr am Sandberg wart dann seid ihr ja im Sandberg quasi.

00:09:38: Da hat man euch ja beigebracht, nicht mehr zu können.

00:09:41: Na wir

00:09:42: haben da ganz viel gelernt.

00:09:44: Das ist meist

00:09:45: nur lustig.

00:09:46: also mit TV-Youtopia's hieß

00:09:49: es auch schon.

00:09:50: Wir hätten irgendjemand gesagt Makin Deployable Unemployable und deswegen fände ich das.

00:09:55: aber ich finde es fühlt sich einfach richtig weil er wird immer durchgewackelt und neuen verknüpft und das ist richtig und wichtig.

00:10:03: Aber was ist sagen wir mal euer Minor?

00:10:05: Also von wo seid ihr sozusagen im Bachelor?

00:10:07: oder sowas gekommen?

00:10:08: Vom

00:10:08: Textil-Design.

00:10:09: Textil

00:10:09: und Flächendesign entweisen sie relativ klassisch auch mit Grundlagen, ich glaube auch vergleichbar mit Halle.

00:10:16: also mein Gefühl.

00:10:17: Naja ja weißen Sie es sogar noch das kommt darauf an unter welchem Professor, Professor wenn du da bist weil das sehr unterschiedlich ist.

00:10:24: manche sehen das sehr weit und manche sehr angewandt.

00:10:27: die durchläuft man aber alle man kriegt so die verschiedensten Aspekte

00:10:30: eigentlich.

00:10:30: Man muss aber in diesem Podcast immer sagen dass die Burg besser

00:10:33: ist.

00:10:34: Ah, wir sind ja jetzt auch hier.

00:10:36: Ja!

00:10:36: Aber

00:10:39: hast

00:10:41: du beide zusammen studiert?

00:10:45: Wir haben uns in der Tram zum Info-Veranstaltung kennengelernt.

00:10:55: Das Lustige ist, dass ich habe Laura gefragt was sie studieren will.

00:11:04: Sie meinte Bühne Kostüme oder Malerei und ich wollte Produktstudien.

00:11:10: Wir haben uns dann wieder gesehen in der Eignungsprüfung für Textil und haben dann zusammen studiert.

00:11:20: Und dann seid ihr in Sandberg und habt, wie lange ist man da?

00:11:24: Zwei Jahre.

00:11:28: Aber auch schon zusammen, mit dem Ziel, zusammen Sachen zu machen?

00:11:34: Ja.

00:11:34: Wir haben eigentlich ... Erst waren wir im Textil-Design in Weißensee, waren wir erst Freunde.

00:11:39: Wir waren in der gleichen Grundlagengruppe, das war noch mal wichtig.

00:11:43: Das heißt, wir haben das erste Grundlagen.

00:11:45: Dann sind die beiden Textiler in der Gruppe und dann haben wir sehr gute Freundinnen und haben unsere härtesten Kritiker im Textile in den ersten Semestern.

00:11:55: Also

00:11:55: waren wir voreinander.

00:11:57: Ja, gegenseitig.

00:11:58: Wenn ich wirklich wissen wollte wie gut mein Projekt ist, bin ich halt immer zu sache gegangen und dann radikal.

00:12:06: Und dann hat eigentlich Heller Jongerius, die hat ein Gastsemester gemacht in Weißensee und da waren wir beide im Projekt... Ich wusste wer es ist, Laura wusste es noch nicht!

00:12:15: Ich wuste gar

00:12:16: nicht wer er ist aber ich hatte das ganze Semester davor schon nur mit Farben verbracht.

00:12:19: deswegen bin ich nicht zu ihr getilgert.

00:12:22: Und dann hat sie uns eigentlich, wir haben da eigenständig noch Arbeit und sie hat uns dann im Anschluss gefragt, ob wir beiden Praktikum bei hier machen wollten?

00:12:30: Das war sozusagen der Anfang der Zusammenarbeit.

00:12:32: Das ist da wo Sie schon das Lab in Berlin hatte

00:12:35: gerade umgezogen.

00:12:36: Wir waren die ersten Praktikantinnen da genau und da haben wir dann gemerkt so oh wir können ja irgendwie auch ganz gut zusammenarbeiten.

00:12:43: Da ist sie auch immer ein bisschen stolz drauf.

00:12:46: Dann habe ich noch ein bisschen gebraucht, Laura hat mir schon

00:12:49: überzeugt und holt um Sarah.

00:12:53: Dann haben wir gesagt ja machen wir es!

00:12:54: Und beim Sandberg haben wir uns einzeln beworben aber die haben uns auch das war auch Thema im Vorstellungsgespräch ob wir auch einzel kommen würden.

00:13:02: da haben wir auch gesagt wir würden auch einzeln kommen aber wir würden trotzdem weiter zusammenarbeiten und dann haben die uns aber beide genommen.

00:13:12: Tatsächlich schon bei euch im Studio, als ich mit den Studierenden Jünger und Kühn besucht hab.

00:13:18: Und das ist ... aber ihr habt sozusagen auch dieses Heller-Jongerius-Lab ja dann noch sukzessive übernommen oder?

00:13:24: Das ist ja eigentlich derselbe Ort gewesen!

00:13:28: Das ist eher altes Studio in Berlin, aber sie hieß jetzt halt wieder in die Niederlande.

00:13:33: Ja genau, diesen Space haben ihn aber relativ groß verändert.

00:13:38: also der sah anders aus ein bisschen.

00:13:40: Also zumindest farblich...

00:13:42: Ja, das war aber so fließender Übergang.

00:13:44: Also Jungerius hat sich immer pöa-pö weiter verkleinert und dann haben andere Studios übergenommen.

00:13:50: also es war nicht so dass auf einmal alles leer und

00:13:53: dann ganz neu.

00:13:55: Und bevor wir über eure Lehrtätigkeit hier an der Grund sprechen, weil seid ihr jetzt hier gerade Gastprofessor oder gerade seit einem Jahr inzwischen schon?

00:14:03: Genau!

00:14:04: Und will ich trotzdem noch mal ein bisschen über euer Studium, aber vor allen Dingen auch diese Zeit danach Sprechen, weil in dem Podcast wir haben das jetzt schon so wie er lernt man und so ein Kram fast ein bisschen ausdiskutiert.

00:14:18: Aber diese Frage was passiert eigentlich nach dem Studium wo diese enge Betreuung oder auch dieses Mentoring oder nochmal Rückfragen zu Lehrenden oder auch Kommilitonen sukzessive weg fällt?

00:14:31: Wie ihr das gestaltet habt also welche was?

00:14:35: oder meine frage ist was habt ihr gelernt in diesen ersten Jahren nach dem Studium, was ihr nicht an der Hochschule lernen konntet.

00:14:46: Oder merkt das nur... Das konnten wir nur so

00:14:49: rausfinden?

00:14:51: Huch sehr viel!

00:14:55: Ja würde ich auch sagen.

00:14:56: also zum einen haben wir gerade schon angedeutet dass das auch eine Entscheidung war dann irgendwie ob man jetzt wirklich zusammen arbeitet und das haben wir oft herausgefunden indem man mal mit jemand anderem gearbeitet hat nach der Uni und dann gemerkt hatte oben, mit der Person läuft es aber nicht ganz so gut.

00:15:14: Bei uns ist eigentlich schon viel selbstverständlich.

00:15:16: also zum einen das haben wir glaube ich besser rausgefunden als wir dann aus der Uni raus waren Aber auch ja super viele.

00:15:25: Also

00:15:27: Ich glaub für mich war der größte Teil was ich auch ein bisschen meiner Education-Vorwerfe, was ich nicht genug gelernt habe ist wie wichtig Präsentationen und Vernetzung sind.

00:15:40: Und dass man sich immer wieder zeigen

00:15:46: muss...

00:15:47: Immer wieder seine Arbeit zeigen muss und nicht nur seine Arbeit, das auch wenn du auf den Opening gehst und mit dem man sprichst, dass das wichtig ist.

00:15:55: Nicht nur dein Portfolio wichtig ist sondern auch das Präsenz zu sein.

00:16:01: Das hab' ich erst viel später verstanden dass es nicht ausreichend im Design gut zu sein oder eine gewisse Qualität zu haben, sondern auch auf menschlicher Ebene und auch zu verstehen.

00:16:15: Dass das ein wichtiger Teil des Berufs ist – zu verstehen was läuft gerade?

00:16:19: Wo sind die Sachen?

00:16:21: Wo gehe ich hin?

00:16:21: Und dann einfach weitermachen!

00:16:23: Immer immer weitermachten!

00:16:24: Wie

00:16:25: hast du das gemerkt?

00:16:26: Wie ist dir

00:16:27: das klar geworden?

00:16:32: Waren wir optimistisch?

00:16:33: Ich weiß es nicht.

00:16:33: Wir haben dann einfach mal ein Studio gemietet,

00:16:35: naiv inzwischen.

00:16:38: Optimistisch!

00:16:39: Hoffnungsloser Optimist!

00:16:43: Wir haben im Sommer Graduation im Sandberg gehabt und sind dann zurück nach Berlin gezogen, haben sehr viel gefeiert dass wir fertig sind, dass wir nicht mehr studieren und dann hat's noch ein bisschen gedauert und ab ersten Januar hatten wir dann den Studio einen Raum wo wir uns einfach jeden getroffen

00:17:02: haben

00:17:02: und gesagt haben so was machen wir denn jetzt?

00:17:05: Und da kam dann dieser Open Call.

00:17:09: Ja, wir haben dann gelernt nach einem Open Call kommt der nächste Open Call und vielleicht kommt er auch schon während dem und man muss einfach weiter machen.

00:17:18: Es ist auch nie, dass es nicht nur das eine Dinge gibt.

00:17:21: Das gibt mehrere Sachen.

00:17:22: und dann haben wir gemerkt... Oh!

00:17:25: Wir waren in den Niederlanden unseren Master gemacht.

00:17:28: Wir sind viel in die Niederlands irgendwie noch vernetzt.

00:17:31: In Berlin gar nicht so doller und haben dann relativ lange gebraucht uns da besser zu vernetzen indem wir zum Beispiel ich gehe eigentlich auf jedes Muku-Disopening einfach und dann zu Galerien.

00:17:46: oder Ich war lange auf der Suche in Berlin nach der klassischen Design-Szene, bis ich gemerkt habe, es funktioniert vielleicht ein bisschen anders.

00:17:54: Man muss auch zu den Architekten gucken und in der freien Kunst gucken... Ja!

00:18:00: Und das haben wir glaube ich eine Zeit lang auch erst mal neglectiert.

00:18:02: Ich glaub da waren wir so fokussiert aus Machen, Projektemachen,

00:18:06: Weben, Design, Textildesign.

00:18:10: Wir haben dann gemerkt, dass man sollte schon noch mit so Funkenressenergie für das Openingabend ... was um die Ecke ist, wo man vielleicht einmal mal vorbeigehen sollte.

00:18:19: Also klar es ist auch immer ein Stück weit Überwindung sich dann da reinzuwerfen ganz vielen Leuten die man nicht kennt.

00:18:24: aber meistens sind wir ja auch zu zweit und ich glaube das ist ein Teil den haben wir nicht so beigebracht bekommen in der Uni Und ehrlich gesagt auch diesen ganzen bürokratischen Buchhaltungsteil von.

00:18:37: was bedeutet es eigentlich ein eigenes Studio zu haben?

00:18:40: Das ist natürlich ein sehr ödes Thema.

00:18:44: Das war bei uns, also wir haben danach so Kurse besucht vom Korean Transfer Center.

00:18:48: Ich glaube das gibt es gar nicht mehr von der UDK.

00:18:52: Gibt's das

00:18:53: noch?

00:18:53: Ja, aber Designfarm oder sowas würde das an der Weißensieher... Das hatten wir!

00:18:57: Genau, aber sowas hat das doch mit drin, oder?

00:19:00: Aber das gibt's

00:19:02: auch nicht mehr und das gab's auch noch nicht als wir gerade graduated waren.

00:19:06: Also, da waren wir eigentlich ein bisschen... also, wir waren da zwanzig-zwanzig.

00:19:11: Zwanzig, einzwanziger Stipendientinnen?

00:19:14: Ja, einundzwanzigg.

00:19:15: Einzwanzigszwanzzig.

00:19:17: Aber eigentlich später als der Rest.

00:19:20: die meisten kommen aus der Uni und werden da gefördert und wir waren so ein bisschen eine Ausnahme.

00:19:26: Das Stipendium hätte ich eh noch erwähnt, weil das für uns total gut war.

00:19:30: Nachdem man schon fünf Jahre im Beruf war, nochmal dieses Stipedium zu bekommen und die Zeit zu haben, noch mal zu reflektieren – wo sind wir eigentlich hingewachsen?

00:19:40: Weil

00:19:40: oft kommt ja wenn du eine Sache gut machst dann kommt der Folgeauftrag und wenn man wie wir so ein Octopus ist, der alles so ein bisschen macht, dann wächst man in jede Richtung und dann einfach sich nochmal hinzusetzen diese neuen Monate das Schiff zu steuern und auch überhaupt zu verstehen.

00:19:55: Wir waren irgendwie nur noch so ein bisschen am reagieren, gar nicht mehr so am agieren und deswegen denken wir dass eigentlich so Förderprogramme gerade auch für Leute die ihr Studio schon eine kurze Zeit haben total sinnvoll sind vielleicht sogar ein bisschen sinnvoller als direkt nach dem Studium weil man da ja eben noch so viele Optionen hat.

00:20:16: Und wenn wir es schon geschafft hatten, Design Studio drei bis fünf Jahre zu führen ... ist man sicher relativ sicher, dass man das machen möchte und uns hat das total geholfen dann auch mal diese Chancen bekommen?

00:20:26: Ja!

00:20:26: Ich finde auch jetzt, wenn ich nachdenke, wir haben im Jahr zwei Tausend Sechzehn in Mainland gezeigt auf der Möbelmesse.

00:20:33: Weil wir dachten, wir müssen auf die Messe zeigen einen eigenen Stand.

00:20:37: Und schlussendlich hat es uns nicht wirklich viel gebracht.

00:20:40: Mittlerweile sind wir eher... dazu übergegangen, immer noch auf die Messe zu fahren.

00:20:44: Aber eher mit ein paar Samples im Beutel und einfach ganz viel selber unseren Rucksack zu füllen und zu gucken und Leute zu treffen... Ja auch zu

00:20:54: schauen wie man möchte ich eigentlich kennenlernen?

00:20:56: Wo könnten diese Personen sein?

00:20:58: Wie sehen die Personen

00:20:59: aus?!

00:21:00: Das hätte ich vorher also so was

00:21:03: ja!

00:21:04: Und sich zu trauen, sowas

00:21:06: machen.

00:21:08: Aber hätte lassen würde ich jetzt mal sagen okay dieser BWL-Teil dieses hot-runn-business.

00:21:14: Wie funktioniert der einen dann?

00:21:15: Überschlussrechnung, was ist eine Umsatzsteuer nach Einkaufssteuer?

00:21:21: und das reicht ja vielleicht schon.

00:21:24: Ja

00:21:25: also es ist die meisten Steuerberater in Wissen oft mit uns auch nicht so richtig.

00:21:29: Es ist ja ein Spezialfall weil wir sind auch beide in der KSK drin.

00:21:33: was ja relativ normal ist auch im Designbereich, wenn man nicht selbst produziert.

00:21:39: Und da steigen eigentlich schon viele aus in der Beratung, wenn es auf Menschen zugeht.

00:21:44: Wir haben jetzt Gott sei Dank einen Buchhalter gefunden, dessen Sohn auch Künstler ist und er kennt sich so ein bisschen...

00:21:50: Der ist selber

00:21:50: betroffen?

00:21:51: Ja, der kennt sich einfach genau erst betroffen durch sein Sohn.

00:21:54: Aber der hat sich da total reingefuchst weil das einfach Mit diesen Stipendien werden die versteuert.

00:22:03: Es gibt so viele

00:22:05: Geschichten, lauter verschiedene Formen

00:22:10: von Einkommen.

00:22:12: Die klassischen Steuerberaterinnen haben da gar nicht das Know-how

00:22:18: und Check.

00:22:19: Ich

00:22:19: frag mal anders ... Wenn es angeboten worden wäre in der Hochschule?

00:22:24: Wer hätte hier hingegangen?

00:22:26: Wäre mein Ready gewesen, meinst du.

00:22:27: Na ja also ich erinnere mich... Ich versuche dann mit meinem selber zu erinnern.

00:22:31: Ich würde dir auch sagen, ah das hat uns Kinder beigebracht und da würden wir direkt kommen und sagen doch Christian!

00:22:36: Das war immer Donnerstags von dann und dann und äh Du warst nicht da.

00:22:40: Also das

00:22:41: ist so... Wir hatten so einen Kurs Und ähm..das war halt

00:22:46: ein.

00:22:46: Das

00:22:49: war relativ kurz.

00:22:50: Wie man preiskalkuliert?

00:22:51: Ja,

00:22:52: aber es war so ein BWLer irgendwie mit einem Hemd.

00:22:58: Auf jeden Fall hätte ich mir mehr Input von real funktionierenden Studios gewünscht und das ist auch generell.

00:23:04: jetzt sind wir bisschen ... bin ich schon bei einem anderen Thema, aber das ist also generell das was ich in der akademischen Landschaft so ein bisschen in Deutschland mit diesen sehr langen Professoren.

00:23:17: Was ich vermisse oder was ich jedes mal, wenn wir zum Beispiel als Herr Heller-Jongerius als Gastprofessorin hatten... Ich bin dahingerahmt weil ich dachte das ist jemand der mit der Industrie arbeitet, der wirklich im Beruf ist, der irgendwie die Farben für Vitra macht und weiß wie es geht!

00:23:33: Wohin ging in dem Moment wo wir in Weißen sie studiert haben?

00:23:37: Sonst wenig Leute waren, die direkt mit der industrie gearbeitet haben und ich hätte mir dann eher vielleicht jemanden gewünscht, der einen Designstil führt und der ein bisschen verstanden hat wie BWL und so.

00:23:48: Wie da die Wege gehen.

00:23:50: Das war

00:23:51: es echt das Designfarmstipendium auch wirklich macht?

00:23:53: Das hat das Design-Farmstippendium... Hat das bei uns?

00:23:56: also vielleicht kann man das auch so beschreiben.

00:23:58: wir sind raus aus der Uni haben fünf sechs Jahre Erfahrungen sammelt durften dürfen und haben dann nochmal dieses Design-... Designfarmshipendium an.

00:24:06: neun Monate und in der Phase konnten wir noch mal Themen, die in den fünf sechs Jahren vorher ungeklärt waren konnten wir wirklich noch mal uns Coaches suchen und aufarbeiten und auch unseren Take darauf finden.

00:24:22: Und auch sagen ein bisschen auch wieder Zielsetzung wo wollen wir eigentlich hin?

00:24:25: Wir haben jetzt fünf sechs Jahre sind wir im Freien Wirtschaft geschwommen aber wo lenken wir das Schiff?

00:24:32: Ja ich glaube ich teile das was du sagst dass es wichtig ist einerseits immer wieder so frisches, sagen wir mal, so frisches Gastblut reinzuholen.

00:24:44: Was auch nochmal vielleicht in der Design-Realität wirtschaftlich arbeitet die aktuell ist.

00:24:58: Erfahren jetzt wurde zu befahren seine Designerin, die sagen, ihr habt erst einmal ihren Brief gekriegt und wir machen gehen aber mit Briefings an die Studierenden ran.

00:25:05: also das ist doch dann anakronistisch an der Stelle Das ist das eine, das andere und das machen wir an der Burg.

00:25:15: Da gibt es irgendwie Kollegin Laura Strasser organisiert die sogenannten Nähkästchen Talks.

00:25:20: Das ist wo einfach Leute aus der Industrie kommen und also aus der industrie als Gestalterinnen und Gestalter arbeiten dass sie einfach erzielen immer aus dem Nähkästchen plaudern, wie läuft denn das eigentlich?

00:25:35: Mit was hast du zu tun?

00:25:36: und sowas.

00:25:37: Und im Design House bei uns, die Gründungszentrum gibt es auch regelmäßig, sagen wir irgendwie kommt Haus Otto also wenn der Podcast raus ist schon passiert aber dass immer wieder eigentlich so junge Leute dazugezogen wären und dir einfach mal ein bisschen davon berichten und ich glaube deswegen auch so ein bisschen gerade dieser dezente Schift in diesem Talk.

00:25:58: Wie geht denn das eigentlich?

00:25:59: Ich weiß noch gar nicht, ob man früher, wie du gesagt hast, jetzt während der Uni-Zeit überhaupt ready gewesen wäre.

00:26:05: Also ich denke, man kann auch nicht alles im Studium lernen und diese ersten Jahre nach dem Studium ist es ja auch irgendwie klar dass man in denen nochmal ganz viel lernt.

00:26:15: also ich glaube auch nicht, dass die Uni dazu da ist zu verhindern, dass man da nochmal ganz viele lernen muss sondern dann ist man eben nochmal anders in der Welt was die Union sehr gut geschafft hat, seine Kreativität, also seine Handschrift zu finden und auch mit seiner Kreativity umzugehen.

00:26:37: Was passiert wenn ich drei Nächte durcharbeite?

00:26:40: Bin ich danach noch fresh mein Projekt zu evaluieren oder sollte vielleicht doch ein paar Stunden Schlafarbeit.

00:26:45: Also so Sachen das ist ja total wichtig Fähigkeiten, auf die man dann irgendwie seinen Beruf am Ende aufbaut.

00:26:53: Und das ist auch eine Zeit, die kann man nicht so wieder nachholen dieser Austausch mit den Mitschuldierenden und Professorinnen.

00:27:01: Dann ist es vielleicht auch wichtiger, dass zu erfahren als irgendein BWL-Seminar zu haben oder eine Existenzgründung... Was ihr

00:27:08: fast ins Arbeitsamt bezahlen könnt.

00:27:08: theoretisch was ...

00:27:10: Genau!

00:27:11: Aber genau warum?

00:27:13: Nur, gegen jetzt ist das das auf jeden Fall was ist.

00:27:16: Was dann danach so mit voller Wucht kommt, dass man so realisiert okay, jetzt haben wir ein Business.

00:27:21: Wir sagten und ich wussten doch nicht mal, was Gründen ist?

00:27:24: Was ist denn jetzt diese Gründung?

00:27:26: Sind wir schon

00:27:27: gegründet oder gründen

00:27:28: wir noch nicht?

00:27:29: Das war eine Diskussion

00:27:30: die wir immer wieder

00:27:31: hatten.

00:27:31: Gründen wir gerade oder nicht?

00:27:34: Ich habe mich dem entwieselt als ich nach dem Studium... Wir haben einfach ein nicht-kommerzielles Medienkollektiv gegründet.

00:27:43: Also da war ich schon raus aus dem Gründen, dass ich ganz schön alles gar nichts mehr mit Geld zu tun, was der Nazi geführt hat, das es dann doch irgendwie

00:27:50: Geld

00:27:51: gebracht hat und aber alles lief über meinen Sparkassenkonto.

00:27:56: und das hat dann so viel geworden als die Kitabeiträge gestiegen sind und hab ich auch, ey Leute!

00:28:02: Das ist unfair!

00:28:03: So, ich schmeiß mich hier rein viel mehr Kita-Beitrag zu haben, wir müssen jetzt irgendeine Lösung finden.

00:28:14: Und dann wird aus dieser Not eigentlich heraus... Haben wir dann gegründet?

00:28:20: Weil das einfach die Grenze erreicht war und aber es hat auch drei Jahre gedauert.

00:28:26: Ja und die Erfahrung war wichtig!

00:28:28: Wir haben ganz viele Erfahrungen gemacht und daraus dann Schlüsse gezogen und so sind wir gewachsen wie wir gewachsen sind.

00:28:34: und ich finde immer cool ist bei uns Ich sag ja immer, wir sind langsam.

00:28:40: Aber dadurch finde ich auch irgendwie dass wir nachhaltig sind weil es nicht boom-boom-boom ist, da kamen wir mal eins nach dem anderen.

00:28:48: Wir haben ersten Raum gemietet den geteilt dann haben wir langsam die Fläche vergrößert Dann sind wir umgezogen in größeren, aber es kam alles.

00:28:56: Es war nicht, wir haben nicht direkt bei hundert angefangen.

00:28:58: Das ist ja richtig und

00:29:01: das ist vielleicht auch eine Designkompetenz dieses.

00:29:04: man fängt ja auch nie sofort an.

00:29:08: Ich lehne mich mal aus dem Fenster und in euren Bereich ein riesiges Jackage-Beebe anzufangen.

00:29:15: Das war meine Skizze.

00:29:18: Man arbeitet sich mit einem Prototyp beschragen, tastet sich vor... Das war vielleicht zu viel, gehe ich noch einen Schritt zurück aber eigentlich kann ich mich nicht halten.

00:29:26: Ich geh doch wieder dran nach vorn.

00:29:27: Also das ist genau das da eigentlich mit drin ist und ich glaube dass viele Gründungen aus der Kultur und Kreativwirtschaft dass eigentlich, wenn sie aus einem prozessorientierten Business kommen das durchaus organisch angehen

00:29:44: könnten.

00:29:45: Ja wir vergleichen uns dann vielleicht auch manchmal mit Menschen die einfach das schneller hingekriegt haben.

00:29:52: Wer wäre in eurer

00:29:52: Welt?

00:29:53: Wir teilen zum Beispiel das Studio mit Adrianos Kundert und er hat später graduated und hat sein Studio auf jeden Fall schon weiter gebaut.

00:30:04: Es gibt auf jeden Fall, ich glaube vor allem auch in den Niederlanden.

00:30:06: Ich meine da ist ja auch die Förderkultur eine andere denn dann haben wir uns manchmal einfach langsam gefühlt.

00:30:12: Ja

00:30:13: aber ich vergleiche das auch so ein bisschen mit.

00:30:15: es gibt Studios die ploppen auf, sie haben ne perfekte Homepage, ein perfektes Logo, die haben ne Brand schon aufgebaut und dass ist bei uns gewachsen.

00:30:25: Also langsamer gewachsen Und das ist so vergleichlich, dass er... Dass wir nicht BAM!

00:30:32: Wir haben nicht meist Fügmann als Produkt designt und dann auf den Markt gebracht.

00:30:36: Sondern bei uns fing es erst mit dem Projekt an, dass wir unsere Ölvore sehr langsam wachsen lassen.

00:30:43: Das war auch am Anfang nicht richtig klar, wo's hingeht.

00:30:45: Ob es mehr Richtung Produkt geht oder bleiben wir im Textil.

00:30:50: Dass es einen starken Augenmerk auf Farbe hat, war auch

00:30:53: nicht... Ja, das

00:30:57: war schon klar.

00:30:58: Es war schon nie unwichtig aber es ist...

00:31:01: Ich glaube man kann schon auch so PöA-Pö seine Brand aufbauen und trotzdem eine ganze Ecke schneller sein als wir.

00:31:08: Wir waren halt einfach sehr nachhaltig in unserem Wachstum.

00:31:14: Optimistisch

00:31:14: nachhaltigen!

00:31:16: Aber ich finde

00:31:17: das interessant

00:31:17: dass das so ein... Das ist halt so ne blöde Vergleichsmasche.

00:31:23: also dieses

00:31:24: Und die anderen, ich hatte immer diesen Traum nach dem Studium von so einem Airquart richtigen Designstudio.

00:31:34: Also da ist es ein Tisch und dann sind eine IMAX und dann hast du vielleicht einen Praktikanten oder noch irgendjemanden und die arbeiten da die ganze Zeit und man macht das mit und irgendwie sowas ... bis jetzt nie stattgefunden.

00:31:48: So und irgendwann, nee und ich habe irgendwann gemerkt, ne Ich kann das auch gar nicht, ich könnte niemals diese Verantwortung allein für dieses System in dieser Form übernehmen.

00:32:01: Das habe ich gemerkt, ich werde gerne mit im Raum aber nicht in der Rolle des Chefs oder irgendwie sowas.

00:32:09: also diese Konstruktion hat... Der Wunsch danach war da aber die Erkenntnis dass sich das nicht kann war irgendwie auch schon da und ich hatte keine bessere Lösung Außer zu wissen, dass das nicht funktioniert.

00:32:22: aber irgendwas anderes muss gehen.

00:32:25: Dadurch haben sich bei uns die Systeme an der Stelle entwickelt und deswegen dauert es eben weil es eben... Du hast vorhin noch von experimentellen Design gesprochen.

00:32:38: man kann ja nie in einem Standardkuchenform einen super-experimentellen Kuchen backen.

00:32:43: Also

00:32:45: gitsch!

00:32:45: Hattest

00:32:45: du diesen Scheißvergleich?

00:32:51: Es darf dann auch seine Form finden.

00:32:57: Ja, ich denke es ist einfach so eine Selbstfindung.

00:33:00: in welcher Form will ich denn arbeiten?

00:33:03: In welche Form arbeiten wir zusammen?

00:33:07: Welchen wollen wir überhaupt als Kundinnen haben?

00:33:10: Das muss man ja alles pürpür rausfinden und da haben wir uns halt viel Zeit

00:33:14: genommen.

00:33:15: Wie arbeitet ihr denn zusammen?

00:33:21: Sarah schon das Studio erwähnt, also wir treffen uns einfach jeden Tag wo wir können im Studio und arbeiten gemeinsam.

00:33:29: Wir tauschen uns sehr viel aus über alles mögliche.

00:33:32: ich würde soweit gehen dass ich denke dass wir inzwischen sehr sehr ähnliche Seegewohnheiten haben weil für uns einfach immer die gleichen Sachen immer wieder zusammen auf Messen gehen also zusammen in Ausstellungen gehen uns einander Dinge zeigen.

00:33:46: oft reichen inzwischen schon zwei, drei Worte aus und man weiß einfach was die andere meint.

00:33:53: Aber gerade in so Anfangsphasen von Projekten versuchen wir uns auch immer ein bisschen in Ruhe zu lassen weil ja, weil oft muss man die Zeit haben erst mal eine abstrakte Idee mit jemandem im Kopf hat hinzugehen und ein kleines Sample irgendwas zu entwickeln bevor dann der... die andere kommt und direkt sagt, nee, aber daran glaube ich nicht.

00:34:16: Und deswegen haben wir für uns gelernt, dass gerade in dieser Pre-Sample-Phase einander auch ein bisschen in Ruhe zu lassen und einander erst mal die Chance zu geben, okay, hole mich mal ab, mache eine kleine Skizze, mache einen kleinen Material-Sketch, webt ein Stückchen damit ich dich besser verstehe oder gleich die Idee erstmal mit dir selber abbefordern, sie mit mir abgleist.

00:34:40: Ich glaub, grob kann man sagen ich zeichne oft irgendwie erst mal was.

00:34:45: Und schreibt da so ein paar Wörter?

00:34:47: Das ist mein erster

00:34:48: ... Sarah rappt eigentlich!

00:34:50: Ich mach einen kleinen Rap mit einer kleinen Zeichnung und Laura webt oft erst oder sucht irgendwelche Sachen zusammen und dann kommen wir wieder an einem gemeinsamen Tisch.

00:35:04: Ein gemeinsamer Tisch.

00:35:05: Ich bin tic-langsamer

00:35:06: auf jeden Fall.

00:35:06: Sarah kann innerhalb von einer halben Stunde... Eines geht sie nach der anderen raus pfeffern und da bin ich nicht so.

00:35:14: Ich

00:35:14: brauche oft

00:35:15: mehr Zeit, brauchen ein paar Arbeitswege auf dem Fahrrad.

00:35:21: Da sind wir schon recht unterschiedlich eigentlich.

00:35:25: Und dann sitzen wir an einem gemeinsamen Tisch gegenüber voneinander und zeigen uns die Sachen und schauen woran wir glauben.

00:35:33: Dann heißt das noch lange nicht, dass der Kunde daran glaubt.

00:35:36: Aber meistens sind die Sachen, wo wir beide dann glauben ... Die gehen vielleicht nicht in das Projekt, aber sie sind im Studio und sind irgendwie in unserem Kosmos.

00:35:46: Und sie tauchen dann vielleicht nochmal auf.

00:35:50: Das ist so ein bisschen unsere

00:35:51: ... Genau!

00:35:53: Wir denken oft, weil wir auch nicht so ähnlich sind in unseren ... Ja... aufsprechen uns andere Konzepte oder auch andere Farben, andere Ästhetiken an.

00:36:04: Und wenn wir beide in the game sind dann denken wir immer so alles bedeutet schon was.

00:36:10: Meistens werden wir beide dran glauben.

00:36:13: Okay das sollte man jetzt vielleicht nicht direkt wegschmeißen.

00:36:16: Nee, nee!

00:36:19: Aber das heißt... Es gibt ein Open-Call, da ist es ja dann immer bei einem Open-call kein Briefing aber es gibt so einen Teamsetting und dann hat jeder von euch ne Ahnung eine Idee oder irgendwie irgendwas im Hinterkopf und dann fangt ihr erst mal an Pardon my French, jeder für sich so ein bisschen loszumäuseln und dann geht's und dann ist der Moment okay.

00:36:41: jetzt wenn ich jetzt weiter machen würde gegebenenfalls in der Sackkasse rennen und jetzt brauche ich einfach Feedback.

00:36:47: Also im Idealfall

00:36:48: ist es

00:36:49: so,

00:36:50: oft ist dann aber auch zwischen Tür- und Angeln irgendeine dirty Übergabe... Ach mal da weiter, das habe ich irgendwas, glaube ich, da ist gerade irgendetwas.

00:36:58: Guck dir das mal an!

00:37:00: Also im idealverwehrt er's so strukturiert, aber bei uns ist schon immer viel

00:37:04: los.

00:37:05: Ich wollte nämlich grade

00:37:05: fragen

00:37:07: wie geht die?

00:37:08: Das sind ja nicht nur Entwicklungs- oder Ideenfasen sondern wir haben wahrscheinlich noch mal auf meine Hand, dann nochmal acht.

00:37:16: Parallel der Projekte die in unterschiedlichen Phasen sind und wie ihr handelt und wie organisiert ihr ja eurer Studie?

00:37:24: Weil auch das lernt man ja auch nur on the go!

00:37:29: Wie man

00:37:29: jetzt

00:37:30: mit dem ganzen Wahnsinn außerhalb von der Technik kam.

00:37:33: Es ist ja auch viel Kommunikation genau bei Kommunikations so ein bisschen dass wir inzwischen beide schauen okay für welche E-Mail brauche ich die andere überhaupt?

00:37:43: oder welche kann ich auch noch besten wissen und Gewissen

00:37:46: einfach

00:37:47: schnell beantworten, wenn man gerade eh dran sitzt.

00:37:50: Und dann es gibt aber trotzdem sehr viele Tops immer, die wir einfach gemeinsam besprechen müssen, gemeinsam überlegen müssen... ...und da muss man dann auch immer aufpassen dass das kreative und die Projekte nicht hinten runterfallen in dieser ganzen Kommunikation.

00:38:04: Das ist schon ein Thema bei uns.

00:38:06: Also ein gewisses Maß an Injurieren ist auf jeden Fall gesund glaube ich.

00:38:10: Also manche Sachen,

00:38:11: nein

00:38:12: nicht aneinander aber Sachen die

00:38:15: drängen.

00:38:16: also es gibt immer Sachen die drennen und man kann es jetzt man kann's priorisieren nennen oder man kann sie ignorieren nennn.

00:38:23: Aber ein bisschen was ignorieren ist ganz gut,

00:38:26: ist ganz gesund.

00:38:27: Ja sonst ist das einfach sehr stressig und irgendwie haben wir jetzt schon gerade jetzt in das letzte Jahr war schon sehr intensiv bei uns.

00:38:36: Ist es was anderes, ob man viel arbeitet und dabei gestresst ist?

00:38:40: Oder ob man viele arbeitet.

00:38:42: Und das ...

00:38:44: Das versteh ich nicht!

00:38:46: Ich will's verstehen

00:38:46: aber ich verstehe es nicht.

00:38:47: Na ja also ich glaub wir sind beide Menschen die sich auch schnell von Dingen mal ein bisschen stressen lassen und daran arbeiten wir gerade da so'n bisschen zu schauen.

00:38:58: was brauchen wir eigentlich beide damit es nicht so stressig für uns ist.

00:39:03: Vor die Lage

00:39:04: kommen vor die Lage kommen.

00:39:06: Genau, es bedeutet nicht dass man unbedingt weniger arbeitet oder so oder mehr chillt, mehr pausen macht sondern das ist eher die Art und Weise wie wir arbeiten.

00:39:15: und ist man die ganze Zeit so unter Strom und ja wieso zwei Mäuschen und musselt irgendwie rum und du?

00:39:20: Wir müssen noch dieses und wir müssen noch das.

00:39:22: oder versucht man trotzdem irgendwie dabei entspannt zu bleiben und dann halt auch vielleicht mal kurz nicht die responsivste Person zu sein im E-Mailverkehr oder sowas.

00:39:32: Zu sagen, okay, die E-Email hat ehrlich gesagt eigentlich doch bis morgen Zeit.

00:39:36: Wenn ich jetzt mal kurz aus diesem Stress höre, muss alles sofort schaffen rauskommen?

00:39:40: Genau!

00:39:41: Ja wir haben vorhin über das Reagieren und Agieren geredet.

00:39:45: Das ist immer wieder Thema bei uns dass wir manchmal wenn es zu viel wird kommen wir nur in so einen reinen Reagiermodus was wir nur noch auf externe Impulse reagieren.

00:39:56: Da versuchen wir wieder ins Agi anzukommen und selber zu sagen, okay.

00:40:02: Was wollen wir?

00:40:03: Und was müssen wir jetzt?

00:40:05: oder was können wir jetzt?

00:40:06: Habt ihr da im Alltag einen Ton entwickelt wie ihr da in den Fokus zurückfindet?

00:40:13: Ich glaube es ist auch nicht bei uns beiden.

00:40:14: Es ist unbedingt

00:40:15: gleich...

00:40:17: Wie gesagt mir hilft total Fahrradfahren und dass ich ein Arbeitsweg auf dem Fahrrad habe.

00:40:21: Ich hatte mein Studio eine Zeit lang gegenüber von mir.

00:40:24: Das war nicht so gut für mich.

00:40:26: Also ich mag gerne Arbeitsweg auf dem Fahrrad haben, zum Beispiel.

00:40:31: Ja

00:40:32: für mich ist das gleich und wir haben ganz am Anfang bei mir in der WG gearbeitet.

00:40:36: Das war schrecklich für mich.

00:40:37: Ich finde auch gut dass es einen Weg gibt.

00:40:43: Und dann sonst mit der Work-Life Balance dachte ich immer früher eher nie ich sollte abends gar nichts mehr machen.

00:40:53: Und wenn es aber jetzt irgendwie in meinem Kopf die eine E-Mail gibt, dem ich stresst, dann mach' ich sie.

00:40:57: Dann finde ich's besser sich zu machen und dann ist das weg.

00:41:02: oder aber aus sich die Freiheit rauszunehmen, wenn man gesagt hat, man macht abends noch mal was und das Leben ist doch zu viel zu sagen.

00:41:08: Nee, dann

00:41:09: mache ich's halt nicht.

00:41:11: Da sind wir beide entspannter geworden.

00:41:14: Man sagt ja, man hat's nicht geschafft!

00:41:15: Das versteht man glaube ich jetzt viel besser als vorher.

00:41:21: Ja... Wir hatten halt einen Coach, der meinte man soll eigentlich den Terminkalender nur halb

00:41:26: voll haben.

00:41:27: Weil der Rest sich eh ergeben und also davon sind wir weit

00:41:31: weit weg.

00:41:34: Der Chef macht seinen Kalender immer nur halbt voll.

00:41:36: Ja, das ist sinnlos!

00:41:37: Wie soll das gehen?

00:41:38: Wir machen ihn halt beide halbvoll, dann ist

00:41:40: es ganz gut.

00:41:42: Und dann kommen noch ein paar Unvorherrten sehen.

00:41:45: Dann habe ich irgendwie keinen Platz mehr drin.

00:41:49: So macht es bei uns...

00:41:51: Aber vielleicht ist das, muss man sagen, erfahrene Leute machen lassen.

00:41:59: Das kann man sich halt sagen?

00:42:02: Ja aber ich glaube wenn man mehrmals krasse Rückenschmerzen hatte irgendwie permanente Migräne und irgendetwas so merkt, es passiert jetzt immermehr, ich muss mal was ändern dann ändert man's.

00:42:18: Und solange es aber noch geht habe ich den Eindruck Mach es halt Leute auch einfach noch.

00:42:25: Also ich glaube, das braucht halt immer mal oder was ist nicht?

00:42:27: Dass die dritte Scheidung kommt und schon wieder sagen.

00:42:30: Also irgendwas ist immer... Was man in so einen Impuls braucht, der ihn dann wirklich in einem Change einswingt.

00:42:39: Ja!

00:42:40: Und wir müssen ja sagen Wir sind selbstständig.

00:42:43: also jetzt haben wir die Gastprofessöer aber eigentlich sind wir im Core sind wir selbstständigt und wenn Projekte kommen Es ist sehr schwierig zu sagen Nee, du.

00:42:52: Ich nehm sie nicht!

00:42:53: Weil ich weiß ja nicht wie es weitergeht.

00:42:55: also wir planen meistens auf ein halbes Jahr.

00:42:59: Wir haben eine gewisse Sicherheit durch immer mal wieder heller Jungerius-Jobs.

00:43:05: aber es gibt eigentlich so eine wahre Sicherheit gibt's nicht mehr.

00:43:10: Aber da bin ich auch zum Beispiel... Da bin ich das auch etwas was ich gelernt hab nach dem Studium zu verstehen dass immer was kommt Es kommt bei uns immer was.

00:43:17: Es gibt natürlich Phasen wo es mehr Projekte gibt andere Farben.

00:43:21: Jetzt kommt auf Gewalt

00:43:22: und dann ist wieder so eine kleine Flaute, also... Aber dann

00:43:24: kommt wieder was!

00:43:25: Das heißt nicht dass das da nichts mehr keine Projekte oder keine Ausschreibungen mehr kommen?

00:43:32: Ja über diese Wellen habe ich mir auch schon mal Gedanken gemacht und ich glaube, ich denke es ist zu großes Wort.

00:43:39: Ich glaube man hat plötzlich zu viel zu tun.

00:43:43: Dann ist man in so einem Überheib und kommt kaum raus und man hat kaum die Zeit zum Networken auf Gang wie sich so rumzutreiben.

00:43:50: Und dann ist diese Phase, wo der Job... Also ne?

00:43:55: Wo man sozusagen dieser eine große Projekt-Test vielleicht fädelt so langsam aus und wie kann man noch schon mal wieder acht Stunden geschlafen.

00:44:02: Und dann hat man so ein bisschen Raum.

00:44:04: Ist aber immer noch auf so einem hohen Adrenalinlevel.

00:44:09: Dann treibt man sich plötzlich wieder draußen auf diesen Events rum und redet mit jemanden oder hey hier und ah ja coole Idee.

00:44:14: Ohja das lasst uns das doch mal zusammen machen und schwupp die Wupp!

00:44:17: Hat man schon wieder das nächste Ding an der Wacke weil man sich halt wieder, also das ist vorhin was du gesagt hattest dieses Networking sich draußen zeigen.

00:44:27: Sich als Person oder als Team im Spiel behalten immer so ein bisschen im Weg rumstehen dass man immer ein Eier stimmt die gibt es ja noch und nur so.

00:44:38: dann schon bald macht man das wieder öfters und das führt dann auch wieder zu so nächsten

00:44:43: Sachen oder wenn hat

00:44:45: irgendwas eh wieder verschieben müssen und das fängt an.

00:44:51: Wir haben allerdings mit, dass diese Zyklen... Also wenn wir investieren in unsere Außenwirkung oder in unsere Kommunikation.

00:44:58: Dass das oft locker ein halbes Jahr bis ein Jahr dauert, bis wir die Früchte davon tragen.

00:45:03: Das ist gar nicht so, jetzt haben wir wieder mehr Zeit nett zu arbeiten und eine Woche später haben wir einen Job sondern es ist eher so ich habe euch doch da vor einem Jahr kennengelernt und seitdem denke ich an euch und will unbedingt mal mit euch arbeiten.

00:45:16: und jetzt ist mir ein Projekt über den Weg gelaufen.

00:45:18: also Bei uns hat das oft so, oder wir merken auch wenn wir investiert haben in einem sehr experimentellen Projekt zum Beispiel.

00:45:27: In Aufmerksamkeit dass man da mal ein Artikel drüber schreibt oder sowas weil es eben neuartig ist.

00:45:32: Das sind ja offensichtlich die monetären Projekte sondern eher die wo man irgendwie zur Textilkultur was beitragen will.

00:45:39: Wenn wir investieren, dann dauert es oft schon noch so ein halbes Jahr oder ein Jahr bis Leute mit konkreten Anliegen auf uns zukommen.

00:45:46: Also das planen wir inzwischen auch ein bisschen mit ein, dass alles hat einfach viel längere Zyklen als wir am Anfang dachten.

00:45:55: Aber vielleicht gibt's ja mehrere Zyklinge?

00:45:57: Vielleicht gibt es ja die kurzen... So eine kurze Sinuswelle und da drüber läuft aber noch ne große Sinuswelle, die aber wiederum versetzt funktioniert so dass es eigentlich immer irgendwas los ist.

00:46:11: Und diese, das euch eben nur so vorkommt als wäre nix los in der Illusion.

00:46:15: Ich glaube

00:46:15: auch, dass wir gerade in diese Phase ein bisschen reinkommen wo einfach irgendwie immer was los ist und wo wir ja auch

00:46:23: mal ein bisschen entspannen können.

00:46:25: Entspannen?

00:46:27: Na ja!

00:46:28: Man kann finanziell ein bisschen entspannen, aber man hat mehr diese Themen.

00:46:33: Will ich jetzt irgendwie in einem halben Jahr oder einem Jahr in den Burnout landen oder halt nicht?

00:46:38: Habt ihr Praktikanten oder Praktikannten?

00:46:41: Ja gerade eine sehr tolle aus der Burg.

00:46:45: Aus dem Dexil du

00:46:46: weißt?

00:46:49: Ja wir haben immer wieder Praktiken Aber sonst niemand.

00:46:54: Also es gibt für uns beiden und dann gibt's ein oder zwei Praktikanten.

00:47:00: Das ist auch okay, glaube ich.

00:47:02: Ich glaube, dass ich auch lange diese, was ich von meinte, dieses Designstück, da sind ja so Leute irrsinn.

00:47:07: Wir wissen... also das ist ja nochmal einen Kommunikationsaufwand.

00:47:10: und so wie ihr euch beschrieben habt, nee, ihr braucht auch mal diesen Backspace wo jeder für sich vom Gehen entwirft, dann braucht ihr den Zusammenspace und wenn dann aber noch drei Leute dastehen noch entweder angeleitet werden wollen oder noch ein Feedback brauchen.

00:47:27: Deswegen ist auch unsere Praktikantin nur vier Tage eigentlich die Woche da, weil man für einen Tag zumindest allein im Studio haben also alleine oder nicht alleine wo wir uns um niemand kümmern oder interagieren müssen, wo dann auf die kreativen Prozesse dort finden.

00:47:44: Ja, es kommt auch voller die Praktikanten darauf an ehrlich gesagt.

00:47:47: Also viele sind ja sehr sehr selbstständig andere dann weniger.

00:47:52: Das ist auch immer so ein bisschen Typ Sache.

00:47:58: Speaking of Gastprofessor.

00:48:01: Seit einem Jahr seid ihr jetzt hier in der

00:48:03: Burg und

00:48:06: also wir nehmen doch mal unsere Hörerinnen mit.

00:48:08: was macht ihr da?

00:48:10: Was ist eure Denomination

00:48:12: oder

00:48:13: eurer Auftrage?

00:48:15: Wir unterrichten Farbe, Lichtraum in den Grundlagen.

00:48:19: Das heißt im ersten Studienjahr verbringen die alle Studierenden im Wintersemester eine Woche mit uns und dann im Sommersemester auch noch ne Woche.

00:48:29: Im Wintersemestern machen wir eher ne etwas klassischere Farbenlehre wo wir uns verschiedene Farbsysteme anschauen, wo wir einen Tag mit Albers, mit Josef Aber Farbübungen verbringen.

00:48:49: Und

00:48:51: ich würde grob für dich sagen, das erste Semester versuchen wird die Studierenden ins Schauen zu kriegen also wirklich in was ist Farbe?

00:49:00: Wo ist Farben und wie?

00:49:03: es?

00:49:03: meine persönliche Verbindung zu farben, jeglicher Art Das können auch für mich multiple Grautöne sein.

00:49:14: Man versucht die Studierenden so ein bisschen anzuschubsen, dass sie ihre eigene Farb-Erfahrungen machen.

00:49:21: Und dann im zweiten Semester gibt es eine etwas freire Gruppenarbeit, wo's eher mehrmals machen muss.

00:49:28: Also natürlich nach... also auch hinschauen.

00:49:30: Ja und teilweise auch konzeptueller, also das man verschiedene Aspekte von Farbwarnung und Farbwirkung versucht noch mal auf die Spitze zu treiben als Gruppe.

00:49:41: Wir wollen die Studierenden einfach ermutigen, sich mit ihren Farbvorlieben zu beschäftigen.

00:49:47: Die besser zu verstehen versuchen denen zu sagen dass das Farbe ein sehr großes Kommunikationsmittel ist, dass man nicht unterschätzen sollte und vielleicht auch schon frühzeitig in seine Projekte integriert und nicht erst irgendwie am Schluss.

00:50:06: Es geht natürlich viel um die Relativität von Farbe, was Sarah gerade auch schon angedeutet hat mit diesen Josef Albers Übung.

00:50:11: Da geht es ja ganz viel darum wie unterschiedliche Proportionen und unterschiedliche Rückwände oder Unterlagen, farbige Unterlagen Farbtöne verändern können und das einfach zu verstehen dass unser menschliches Auge gar nicht so gemacht ist dafür jetzt Farben ganz präzise in jedem Kontext zu jeder Tages- und Nachtzeit zu erkennen sondern eigentlich viel mehr auf dieser helldunkel Kontraste anspricht und die Konturen von Dingen, die waren einfach evolutionsbiologisch wichtiger für den Menschen.

00:50:45: Und dadurch ist eben Farbe so relativ und so kontextabhängig.

00:50:49: und das versuchen wir denn natürlich zum einen mitzugeben, dass immer mit zu bedenken, immer mal ein Testdruck machen, ein Testanstrich einfach... Die versuchen Farbe immer in dem Kontext, wo man es dann noch zeigen oder präsentieren.

00:51:04: Oder wo das Produkt auch sein wird zu betrachten.

00:51:07: Ja und dann auch wie reden wir über Farbe?

00:51:09: Also ist ja auch sehr an unserem Sprachgebrauch und irgendwelchen Sprichwörtern drin.

00:51:15: Genau!

00:51:15: Und dann haben wir auch einen kurzen Abschnitt über die Farbinustrie und Farbtrends.

00:51:21: und warum hängt auf einmal jedem Laden die gleiche Farbe.

00:51:26: Aber das ist halt das erste Semester.

00:51:27: Das ist so ein bisschen der Kosmosfarbe.

00:51:30: Wir machen jeden Tag es ein bisschen unter einem anderen Stern.

00:51:35: Machen jeden Tag eher so knappere Übungen, genau.

00:51:37: und im zweiten Semester sind die meisten Studierenden dann eigentlich auch ganz froh dass sie mal länger an der Übung arbeiten können und nicht alle halbe Stunde in einer

00:51:48: Wahl zu schicken.

00:51:49: Ja und wir versuchen den auch mit auf dem Weg zu geben das Sie jetzt in den Grundlagen am Anfang des Studiums wirklich sich ausprobieren sollen.

00:51:58: also einfach ihren Take auf Farbe, dass sie das Studium dafür nutzen Sachen auszuprobieren und auch ihre Farbrezepte zu finden.

00:52:08: Es sind ja in den Grundlagen alle Designstudiengänge drin.

00:52:13: Das ist ja nochmal das spannende.

00:52:14: Das macht ja nicht nur farbelig Traum für die Textil-Designer oder die Innenarchitektin sondern für Mode, Multimedia, Kommunikation usw.. Habt ihr das Gefühl, dass die Farbe sich für alle eigentlich in der Grundlage gleich leeren und also Aspekt oder Farbe als Material sich für aller eigentlich oder für alle Ansätze gleich grundverständlich ist?

00:52:49: Ich würde sagen schon.

00:52:50: Also selbst wenn die Spieldesignerin Viele von den digitalen Tools basieren ja auf Analog-Phänomen am Ende.

00:53:03: Wir reißen auch die Digitalen Tools an in dem Kurs, aber man versteht auch viele digitale Tools besser wenn man sich einmal mit den analogen Mischverfahren zum Beispiel auseinandergesetzt hat.

00:53:18: Was ich noch sagen muss, uns geht es viel darum Leuten auch die Angst vor Farbe zu nehmen.

00:53:21: Weil wir immer wieder in unserem Berufsalltag auf Menschen stoßen... ...die eher unbund, also eher farblos gestalten und nicht nur aus einer Entscheidung heraus sondern auch aus so einem Respekt vor Farben.

00:53:40: Weil Farbe ja so viel kommuniziert und weil man sich dann irgendwie unsicher ist Oder auch Privatpersonen mit ihren Interiors oder so, die sagen so nie.

00:53:49: Ich habe einfach irgendwie Angst dass mir das alles zu viel wird und ja gerade dieser Aspekt einfach seine eigenen Farbpräferenzen kennenzulernen Mit denen zu arbeiten und eben vielleicht dadurch halt auch eine Farbkompetenz zu entwickeln Dass man sich schon früh damit auseinandersetzt.

00:54:10: Ja das finde ich unglaublich wichtig.

00:54:17: Kurzer Exkurs dazu wegen dieser Mut zur Farbe.

00:54:20: Das finde ich so wichtig, weil das... Ich bell selber, da bin genau diese Person die du beschreibst und also ich mich immer ziehe, mich für eine Farbe zu entscheiden.

00:54:31: Ich hab dann mal meine Go-to Farben, die gehen aber sobald es irgendwie Da gehe ich aufs Glatteis und das kann ich auch mal ganz schlecht argumentieren.

00:54:42: Also, wie du meintest über Sprache sprechen oder Farbe sprechen, so eine... In den Studierenden meckele ich immer an wenn die sagen ja, wenn sie aus einem Subjekt herausargumentieren.

00:54:55: Ja mir gefällt, dass ich finde, das ist schön, das merke ich immer bei Farben, da tappe ich rein.

00:55:01: Das merkte er schon, wie ich es rumstotte, das gelingt mir nicht Und ich habe das auf Instagram gesehen, ihr wart letztens bei Tomislav Topvich auf dem Hof.

00:55:13: Du warst da?

00:55:13: Genau und wir haben uns noch mit ihm im Büro geteilt in Berlin und da haben wir dieses Jahr gebrauchen so Pin-Wende an der Wand und er so ja los kommen die machen wir gelb

00:55:24: aber wir

00:55:24: machen sie abgestuft.

00:55:27: vorne sind die so quiche Bundgelb und dann werden immer blasser.

00:55:30: Der hat ja auch Farbendesign gelernt.

00:55:36: Man hatte so eine Praxiserfahrung gehabt und mit einem Grund-Selbstvertrauen hat er die Dinger gelb angemalt in diesen Abstufungen, und es sah

00:55:46: fantastisch

00:55:47: aus!

00:55:47: Und das war für mich markant klebengeblieben.

00:55:52: wie Respekt ich vor diesem Selbstverdlernen durch Praxiserfahrungen erarbeitet im Selbstvertrauen, im Umgang, also dass man es überhaupt abschätzen kann... Weil so nicht den Raum in Bezug nehmen, das Lichter in Bezug nehmen.

00:56:08: Denkt das Case die anderen Sachen, die da drin stehen.

00:56:11: Mega!

00:56:11: So wirklich echt

00:56:13: mega.

00:56:13: Also habt ihr gemacht?

00:56:14: Na klar.

00:56:15: Unser geil.

00:56:16: Klar war er super.

00:56:20: Der hätte dann ja auch wieder drüber streichen können.

00:56:22: Ja.

00:56:22: Das wollte ich auch jetzt sagen.

00:56:24: Was wäre

00:56:24: denn das Schlimmste gewesen was hätte passieren können?

00:56:29: Ja

00:56:29: genau.

00:56:30: Deswegen groß und also finde ich cool ist hier... braucht eine Weile, das muss man früh anlegen dieses ... Wissen.

00:56:38: Obwohl zum Beispiel also klar wenn man jetzt überhaupt nicht mit Farben kann oder viele Firmen arbeiten ja inzwischen auch mit CMF-Designern die dann genau darauf spezialisieren also Color Material Finish und da kommt es dann ist es wirklich so noch mal so ne outgesourced Fähigkeit die sie sich dann reinkaufen am Ende und sagen so in welchen Farben bringen wir die Kollektion ins raus?

00:56:58: In welchen Oberflächen Qualitäten?

00:57:01: Aber das wissen z.B.

00:57:02: die meisten Studierenden auch nicht, also da haben wir dann auch Beispiele in der Vorhinein... Wir haben immer mal wieder so kleine Theorie-Teilchen, Beispiele davon wie solche Studios arbeiten und es ist für die meisten auf jeden Fall neu dass es das auch gibt als Berufszweig.

00:57:19: Und

00:57:20: ihr habt ja vorher noch gar keine Lehrerfahrungen in dem Sinn.

00:57:24: Wie seid ihr?

00:57:26: Welches Vermittlungskonzept habt ihr oder habt ihr auch nicht?

00:57:31: Also wir haben vorher schon so Workshops gegeben, das gab es schon.

00:57:35: Es gab jetzt noch keine Professur.

00:57:38: Ich gehe daran mit dem Konzept radikale Ehrlichkeit.

00:57:42: Ich bin sehr verfügbar bei den Studenten.

00:57:46: Ich sage auch immer ich kann alles gefragt werden.

00:57:50: Manche Studierenden fragen mich aus Sachen die ich nicht weiß wo ich dann aussage, ich weiß es nicht.

00:57:58: Sagt

00:57:59: ihr, weiß es nicht?

00:58:03: Na ja.

00:58:03: Also zum Beispiel im Bereich digitale Farbe da bin ich... Da fehlt mir immer noch ein Wissen.

00:58:10: aber ich versuch dann Orte oder ich versuche irgendwohin zu lenken dies dann wissen.

00:58:16: Aber ich finde so eine Ehrlichkeit ist für mich sehr wichtig.

00:58:20: auch Ich habe am Anfang gesagt dass wir auch neu sind.

00:58:25: Ich

00:58:26: bin zu jeder Gruppe gegangen und habe gesagt, nicht nur ihr seid jetzt hier neu in der Burg sondern wir auch.

00:58:33: Wir wissen auch vieles nicht aber wir können es ja zusammen rausfinden.

00:58:37: Aber ich hab im ersten Semester schon gemerkt dass wir sehr viel zu vermitteln haben.

00:58:44: Also ich merke das sind Grundlagen

00:58:47: d.h.,

00:58:48: die Leute müssen zu uns kommen ist kein frei gewähltes Projekt.

00:58:52: D.h.

00:58:52: ich merken immer, dass ein Teil vielleicht weniger

00:58:56: Lust auf

00:58:57: Farbe hat oder auf unser Projekt.

00:58:59: Aber ich merke auch, dass es immer wieder Studierenden gibt die wirklich der am liebsten noch mehr wissen wollen.

00:59:06: Ja...

00:59:08: Aber habt ihr was, woran ihr euch orientiert?

00:59:10: Also wie ihr's aufgeleist?

00:59:15: Ich glaube immer erstmal relativ

00:59:18: viel Wissen... Du meinst das didaktisch!

00:59:20: So eher so

00:59:21: didaktische.

00:59:25: Ich

00:59:25: finde schon ein bisschen erst mal relativ viel Input, viel so reinbomben.

00:59:31: Teilweise auch Sachen die sie nicht alles verstehen und ich mag am liebsten diesen Moment wenn ich dann eine Stunde geredet habe, dann höre ich auf mit reden und ich sehe überall so gefühlt große Fragezeichen über dem Kopf Und dann hole ich sie nochmal ab.

00:59:50: Dann bin ich da Ich bin offen, ich bin verfügbar.

00:59:56: Oder ich hole die Studierenden ab und sage, es ist okay wenn ihr jetzt verwirrt seid.

01:00:00: Hier liegen noch mal Bücher.

01:00:02: Nehmt euch die Zeit!

01:00:03: Schaut die Bücher an.

01:00:05: Fragt mich.

01:00:09: Gebt euch auch selber den Raum ein bisschen?

01:00:12: Ja, das ist ja auch nur fair.

01:00:13: Ich glaube dass... Es ist ja

01:00:15: alles

01:00:16: kompliziert.

01:00:20: Man kann's doch alles einfach machen.

01:00:21: aber ich glaube ein wichtiger Punkt in der Lehre oder einer Kunsthochschule ist eine Sensibilisierung für Komplexität und muss man auch mal mit Komplexkeit konfrontiert werden.

01:00:34: Und irgendwann entwickelt man nach mehreren Überforderungssituationen, das sind ja nicht alle mit Fragezeichen.

01:00:40: viele oder alle haben Fragezeiche, aber andere Fragezeichende.

01:00:45: wenn du ne Stunde redest Da habe ich so ein Set an Fragezeichen, die ich strukturiert abarbeiten

01:00:51: müsste.

01:00:51: Was ja okay ist!

01:00:52: Dazu bist du wieder da.

01:00:53: Weil dieses Servicegedanke das der Prof mit Ausrufe zeichnen kommt oder mit anderen Punkten ist vielleicht auch ein altes Bild.

01:01:03: Wir stellen zusammen Fragen und los geht's.

01:01:06: Hätte ich ja schon für einen probaten didaktischen Ansatz.

01:01:12: Ich glaube was?

01:01:15: Was wir vorher quasi, bevor wir überhaupt unser erstes Semester hier gelehrt hatten auch schon gemerkt haben ist dass wir natürlich am liebsten das lernen wollen was uns selber so an Farbe fasziniert.

01:01:27: und im Nachhinein denke ich auch dass das so am meisten den Funken überspringen lässt wenn man selber von was begeistert ist.

01:01:34: Von verschiedenen Aspekten aus der Farbtheorie.

01:01:37: Das können ja auch irgendwelche realen Effekte sein.

01:01:40: die reichen wir dann auch einfach weiter mit der gleichen Passion.

01:01:44: Und das hat uns auch so Selbstbewusstsein gegeben.

01:01:47: Weil man natürlich am Anfang nicht weiß, machen wir das richtig?

01:01:49: Ist es das was man lernen muss und dann zu merken ja aber wir können ja auch nur dass so wirklich gut weitergeben was uns selber fasziniert.

01:01:59: Daran haben wir uns dann auch ein bisschen gehalten würde ich sagen

01:02:03: Ja und das gibt einem dann auch selbst bewusst sein Dass man merkt wenn man für etwas brennt dass die Schwierenden dann

01:02:10: auch motiviert sind.

01:02:12: Und trotzdem ist es mir immer wichtig, in den Kurzen oder in den Tagen hier in der Burg auch zu vermitteln.

01:02:19: Es ist okay wenn ihr das nicht seht wie ich weil auch Albers vermittelt macht noch eine Erfahrung und es gibt auch viele Erfahrungen die sieht Laura anders als ich.

01:02:29: oder also es gibt Beispiele da hat jeder eine eigene Erfahrung und ich finde es wichtigen Raum zu schaffen wo man auch sagen kann sorry ich sehe das nicht und wir hatten dass jetzt auch im ersten Semester Studierende

01:02:41: im Sinn von Sehen.

01:02:43: Also wenn wir ja von Farbe sprechen, meinst du wirklich optisches Seh-

01:02:46: und neurologisches

01:02:48: Verständnis?

01:02:49: Ja!

01:02:51: Dass man... dass Leute sehen ein Grau wirklich als grau andere Sehen einen Grau als blau oder ist da.

01:03:00: und dann gibt es wirklich Übungen die sieht man nicht und das ist okay oder dem nimmt man nicht wahr.

01:03:08: Das ist sehr unterschiedlich.

01:03:10: auch welche Übung bei verschiedenen Studierenden für den Klick, jetzt hab ich's verstanden.

01:03:15: Da muss man so eine Palette immer wieder liefern, weil einfach dann unsere Augen doch unterschiedlich sind oder unsere Sensibilität für bestimmte Wahrnehmung ... Also es ist nicht eine Übung, wo wir sagen würden, ja

01:03:29: da ... Serbstrak

01:03:32: in einem Podcast!

01:03:32: Sehr abstrakt!

01:03:33: Sehr abstrakt.

01:03:34: Sehr abstrikt, wie ein Phänomen im Audio-Format

01:03:37: zu erklären.

01:03:39: Kommt ihr mal vorbei?

01:03:42: Wenn ihr aber So ein Stück zurück, gucken würdet und jetzt wo ihr seit einem Jahr eigentlich schon da seid.

01:03:52: Wo würdet ihr sagen das wäre schon cool gewesen wenn man das vorher jemanden mitgeteilt hätte?

01:03:59: Bezüglich Designlehre.

01:04:03: Das ist eine schwierige Frage.

01:04:05: ich glaube wir haben eher immer wieder so diese didaktischen Momente wo man dann auf einmal merkt also ich dachte zum Beispiel vorher dass es ausschließlich um die Lehrinhalte geht und ich habe mit der Zeit gemerkt, dass wenn man anfängt auch... also viel über sich zu erzählen oder eigene Wahrnehmung, eigene Erfahrungen, die man gemacht hat.

01:04:28: Dass sich dann die Studierenden auch öffnen.

01:04:30: Also dass man eigentlich viel mehr über sich selbst reden kann als ich vorher dachte oder sowas.

01:04:34: aber Ich weiß jetzt nicht ob ich mir gewünscht hätte das mir das jemand vorhersagt?

01:04:37: Ich glaube auch, dass jeder ein leicht anderer Lehrer-Innentyp ist.

01:04:44: Ich glaube Sarah ist nämlich eher so, ey es gibt keine Fehler und

01:04:48: ich bin halt

01:04:49: vielleicht ein bisschen...ich weiß nicht.

01:04:52: Ein bisschen nerdiger dann in manchen farbtheoretischen Aspekten.

01:04:56: also ich glaub jetzt ist ja nicht jeder der gleiche die dackt und ich glaube mal muss das auch so.

01:05:02: mein Mann ist Lehrer.

01:05:03: mit dem habe ich da noch sehr viel geredet weil ich glaube man muss seine eigenen Charakter finden.

01:05:08: was ist denn mein pädagogischer Charakter?

01:05:11: oder wie bin ich denn?

01:05:12: welche Personen, die muss man ja dann auch so aus sich rauskitzeln und kennenlernen.

01:05:16: Und dann merkt man glaube ich nach und nach was funktioniert besser?

01:05:20: Was ist schlechter?

01:05:22: Also... Ja!

01:05:24: Und inzwischen gibt mir das Lernen auch ganz viel Ruhe, was ich auch nicht gedacht hätte am Anfang.

01:05:28: Was ich dachte am Anfang dass es einfach für mich immer aufregend bleiben wird von der Gruppe zu sprechen.

01:05:36: Ich merke aber inzwischen, dass man auch ganz ruhig sein kann in diesen Vorträgen.

01:05:42: Also so für mich.

01:05:43: Und ich glaub, Sarah hat andere Learnings also ...

01:05:46: Ja, ich hab immer am Anfang persönlich genommen, wenn jemand da ist.

01:05:50: Wenn jemand erscheint, habe ich das sehr ...

01:05:53: Wenn zu wenig oder eher weniger?

01:05:54: Wenn eher wenige Studierende da sind und da hab ich auf jeden Fall gemerkt, dass man das nicht persönlich sieht.

01:06:04: Und dass es auch manchmal einfach so Hochschulinterne Sachen gibt.

01:06:11: dann ist halt eine Party im

01:06:14: Konsum

01:06:14: gewesen am Tag vorher oder und da, dass es sich da lohnt auch ein bisschen sich

01:06:20: umzuhören.

01:06:21: Und dann versteht man die Sachen auch besser.

01:06:24: Oder man kann reagieren.

01:06:26: Man kann sagen okay, dann

01:06:28: fangen wir ja erst um elf

01:06:30: an?

01:06:30: Ja aber dafür hochmotiviert.

01:06:34: Genau ich war inzwischen auch immer

01:06:36: so ein Deals

01:06:39: Hey, guck auf die Uhr.

01:06:40: Du musst zum Zucker.

01:06:41: Es ist wie bestwarmt drin.

01:06:42: Das ist nämlich ... Wir nehmen diesen Podcast bei thirty-thausend Grad Celsius auch.

01:06:48: Ähm ja so fühlt sich es an... Das war toll!

01:06:51: Schön, dass wir darüber sprechen konnten.

01:06:53: Schön, das ihr hier seid und schön, dass ihr noch ein halbes Jahr da seid.

01:06:57: Ja ganzes Jahr?

01:06:58: Ganzes Jahr!

01:06:59: Das heißt bis Wintersemester siebenundzwanzig achtundzwantzig.

01:07:05: Mega.

01:07:07: Das heißt Ich überlege gerade, wenn jetzt junge Designerinnen und Designer anstrebende jetzt hierher kommen wollen, dann könnten die sich noch bewerben.

01:07:20: Nee das schaffen sie nicht, ne?

01:07:21: Nein,

01:07:22: das ist gerade rum!

01:07:23: Das ist

01:07:23: rum?!

01:07:24: So ein Mist!

01:07:25: Aber

01:07:26: alle anderen, die vielleicht sich dafür... Genau okay ich habe gesagt, ich schneide nicht.

01:07:32: diesen Fehler lasse ich jetzt drin.

01:07:35: Cool hat mich gefreut

01:07:37: uns auch.

01:07:38: Ich drücke es einfach im Konsens auf diesen roten Knopf.