00:00:02: Hura-Hura, ein Design Podcast der Burg.
00:00:21: Guten Tag!
00:00:22: Das ist eine neue Folge des Hura Hura Podcasts.
00:00:24: mein Name ist Christian Zöllner.
00:00:25: ich bin Professor an der Burkibichenstein Kunsthochschule Halle Der besten Design und Kunsthochschule auf der ganzen Welt Und in diesem Podcast geht es um Fragen des Designs und um die Frage was kann man eigentlich machen damit man das gut lernen kann?
00:00:41: Heute zu Gast ist Pascal Hin.
00:00:43: Hallo Pascal!
00:00:44: Hallo Christian Danke für die Einladung.
00:00:46: Sehr gerne, du bist mir live zugeschaltet aus Berlin in einem... Du sitzt gefühlt im Borrusbunker.
00:00:54: hinter dir ist unfassbar tolle Kunst zu sehen
00:00:59: und
00:01:03: man hört den Sichtbeton hört mit live raus.
00:01:06: ich hoffe wir können das drin lassen wenn ich hier durch meine ganzen Audio Tools durchgelaufen bin.
00:01:13: Und um aber unsere Hörenden ... so ein bisschen mit reinzunehmen Pascal.
00:01:17: Hast du mir deinen CV geschickt?
00:01:19: Und es hat sich als erprobt erwiesen, da mal kurz durchzugehen und lustigerweise... ...und haben sich ja unsere beiden Wege an unterschiedlichen Stellen überschnitten.
00:01:32: Aber wir gehen das mal schrittweise durch!
00:01:36: Ich würde das jetzt einfach hier total gerne in die Kamera halten.
00:01:39: aber das ist ja ein Podcast und ganz wichtig Wir sind ein Audio Podcast, wir bleiben ein Audio-Podcast.
00:01:43: Diesen Quatsch mit den Videopodcasts machen wir nicht mit.
00:01:46: Das ist nämlich viel zu viel Arbeit!
00:01:48: Genau du hast an der UDK dein Diplom gemacht was zwischendrin bei Les Atelier in Paris hast... ...wir reden so von... ...zwo-tausende-elf, zwo-tausend-zwölf, zwei tausend vierzehn hast du deinen Diplomen gemacht?
00:02:04: Du warst... Praktikant bei L-Design in Paris, du hast einen Schip bei der Fabrika gehabt.
00:02:14: In ... sagst du schnell?
00:02:18: Triviso in Italien und finde ich, also abgesehen davon dass ich dich gut leiden kann... Du hast halt bei Steelcase drei Jahre lang oder über drei jahrelang gearbeitet als Industrial Designer in einer großen Firma Innerhalb dieser großen Marktprozesse und dann noch mal drei Jahre bei Konstantin Gritschitz als Senior Designer gearbeitet, bevor du vor ca.
00:02:48: drei Jahren dein eigenes Studio aufgemacht hast, Pascal Hien Design Office.
00:02:53: ist das ungefähr so richtig?
00:02:55: Ja, auch gut.
00:02:57: Genau!
00:02:57: ... wo du überall ausgestellt hast, ganz fantastisch.
00:03:02: Oktober-Zwt-Elf ... ... Exploring Alcantara, tolles Projekt was noch an der UDK entstanden ist mit wirklich tollen Entwürfen als Studierende.
00:03:12: und zuletzt ... ... Triennale Milano Forest Test, Zweiundzwanzig... ... und im London Design Museum Einundzwzig und ... ... Radical Craft Exhibition im Direktorenhaus in Berlin.
00:03:25: Und um aber jetzt mal so ein bisschen hier ins Gespräch zu kommen Und das ist ja ein Podcast, wo es auch um Design Education geht.
00:03:32: Pascal was hast du in diesen vielen Stationen nach dem Studium gelernt?
00:03:40: Was dir die Uni nicht hat beibringt können?
00:03:45: Gute Frage!
00:03:48: Also ich denke wir können ja mal von vorne anfangen an der UDK.
00:03:54: Ich glaube es gibt den Teil, den man an der Uni lernt und dann geht man so ins Praxis... ... und lernt dann dort, aber ich denke was so an der UDK oder... ...und dann auch an der NC in... ...oder Les Atelier in Paris wichtig waren.
00:04:09: War also diese Experimentierfreude mit Material,... ...auch dieses einfach viel in der Werkstatt zu verbringen... ...um Sachen auszuprobieren.
00:04:19: Das glaube ich wirklich so als Kern vorwissen bezeichnen... ...was man da aus der Uni kam.
00:04:24: Einfach zum einen natürlich die Skills, aber dann... Klassisches Skills wie drei D etc.
00:04:31: Aber schon irgendwie dieses Recherchieren, dieses Experimentieren mit Material und dann wenn wir in die Praxis gehen es überspringen vielleicht so einige Sachen.
00:04:43: aber ich hatte schon mit der Zeit in Paris auf einmal das Gefühl dass ich so hungrig bin nach anderen Kulturen.
00:04:55: Es geht auch so ein bisschen aus meiner Biografie heraus.
00:04:57: Ich bin davor schon viel umgezogen und das hat mich in Paris eigentlich auch schon angekickt.
00:05:06: Während deines Austauschstudiums oder während des Praktikums?
00:05:11: Wegen beides war er bei uns in Paris.
00:05:15: Und ich würde sagen, ich kam aus Deutschland irgendwie mit einem gewissen Bild im Kopf was Design ist oder sein könnte Und da hatte das sehr so auf dieses technische Experimentieren mit Material etc.
00:05:30: fokussiert.
00:05:31: und in Paris haben wir auf einmal über Schönheit geredet, was es eigentlich bedeutet an einem Produkt?
00:05:39: Das hat mich total schon von Anfang an beeinflusst.
00:05:44: Also auch dann danach der Weg nach Italien um wieder von einer anderen Kultur etwas mitzunehmen.
00:05:52: Und ja, so ging dann eigentlich der Weg in Paris über dieses internationale Leben, weil ich dann eben von der Fabrika gehört.
00:06:00: Das ist eine kreativ Schmiede oder ein Scholarship gewesen in der Nähe von Venedig im Prinzip und dort was hat man dort gelernt?
00:06:12: Man muss das glaube ich auch ein bisschen beschreiben, was das ist.
00:06:14: Ich bitte
00:06:14: darum!
00:06:15: Ich war nie da, ich habe es immer nur von dir gehört klingt unglaublich toll.
00:06:21: Deswegen erzähl es uns, bitte!
00:06:25: Ja die Fabriker wurden ursprünglich von Benetton gegründet.
00:06:29: Luciano Benetten, man erinnert sich vielleicht an diese Kampagnen von Beneten, die damals wirklich weltberühmt worden... Da gab's den Oliveiro Toscani, das ist ein berühmter Fotograf der diese Kampaignen gemacht hat für Benetten.
00:06:46: Und ja, die sind so ein bisschen dieses Founding Principle von der Fabriker gewesen.
00:06:52: Also Olivero Tuscani, der dann im Prinzip eine Art Ort geschaffen hat zusammen mit der Unterstützung von Bennetten um junge kreative oder junge Künstler von allen möglichen Disziplinen und von allen wirklichen Ländern zusammenzubringen für einen Jahr.
00:07:10: Man musste unter fünfundzwanzig sein Dann ist man dort im Prinzip durch einen Auswahlprozess oder so, man nannte das Trial.
00:07:20: Man ist also für zwei Wochen hin hat er mitgearbeitet an den Projekten und wurde dann entweder ausgewählt oder nicht... ...und da bin ich eben durchgekommen zu der Zeit.
00:07:28: Das war so während meinem Diplom noch an der UDK in Berlin bin ich zu diesem Trial und bin dann ja da durcherweise gleich reingekommen und genau bin dann direkt nach der Uni dahin.
00:07:43: Und ja, was nimmt man damit?
00:07:45: Ich glaube... Was einfach auch wieder unglaublich spannend war, dass diese ganzen Leute, die da hinkamen.
00:07:52: Die waren halt von überall her, ne?
00:07:54: Die waren aus Limien, die waren aus Japan, die kamen aus der Türkei.
00:07:59: Also die waren multikulturell und dann waren sie auch noch multidisziplinär.
00:08:03: also es gab Musiker, es gab Filmschaffende Es gab Schriftsteller und es gab eben auch Designer und zusammen hat man an Projekten gearbeitet.
00:08:13: Und das war eigentlich so.
00:08:13: das Schöne, dass man auf einmal gemerkt hat, dass die mehr Multidisziplinität oder je mehr kulturellen Background man irgendwie auch vom Projekt bringt.
00:08:26: Ist es wertvoller oder stärker wird das Produkt?
00:08:29: Das war auf jeden Fall ein Learning, dass wir nicht nur sozusagen das Produkt als Beispiel den Stuhl so als Problem lösen des Elementen zieht sondern Aus seiner Disziplin heraus auch lernt, wie kann ich das Produkt kommunizieren?
00:08:45: Wie muss ich das vielleicht fotografieren?
00:08:46: Brauche ich dazu einen Film oder eine Ausstellung?
00:08:49: und wer kann mir dabei helfen das zu kreieren.
00:08:53: Und da wurde dann auf einmal mir bewusst dass ein Objekt eben nicht nur oder wir im Design eben nicht Nur Probleme lösen oder an Funktionalen Themen arbeiten oder Materialien forschen Sondern, dass jedes Produkt oder jede Idee eigentlich mit einer Erzählung kommen muss.
00:09:13: Also mit einer Story.
00:09:17: Und das würde ich sagen war dann auch so diese Zeit zu ...
00:09:20: Ja?
00:09:21: So zum Jahr-Zwischen-Syndrom wo auch dieses Storytelling im Design immer wertvoller wurde also ... Wo so Design Studios wie Former Phantasmer etc.
00:09:31: irgendwie größer geworden sind indem sie eben oft irgendwie anhand von Objekten ... Geschichten erzählt haben oder
00:09:41: Fragen.
00:09:41: Ja die Prozesse so krass nach vorne gestellt haben auch, weil es die Liege eigentlich
00:09:46: ist.
00:09:48: Und das war für mich ein totales Learning, dass jede Idee auch eine gute Story braucht und die hilft dir das Produkt zu verkaufen nicht nur an den Ende Nutzer sondern eben auch an die Firma mit der du vielleicht irgendwann mal arbeiten wirst.
00:10:04: Die hilft dir auf jeden Fall als Worte helfen dir total viel Und kreieren eine andere emotionale Bindung an dem Produkt als jetzt vielleicht diese funktionale Lösung, du kannst darauf sitzen.
00:10:17: Hatte ich das dann aber... Das klingt erst mal nach einem starken Fabriker-Learning und Richtung Steelcase und Konstantin wie?
00:10:27: Also da kommen ja noch einmal ganz andere Lernkurven rein weil die ja wo ich fast denke naja Also, ich empfinde das von außen betrachtet ja alles.
00:10:37: Zumindest SteelKids als eine große Firma.
00:10:39: kommt da überhaupt eine Person mit einer Story durch?
00:10:44: Wie kannst du da überhaupt die Storykompetenz oder wie hat dir dir da geholfen in den Prozessen, in denen du da involviert warst voranzukommen?
00:10:54: Ja, ich glaube was dann einfach der Schritt war für mich insoweit logisch weil... Ich dort halt in so einer extrem, also an der Fabriker jetzt, in einer extrem kreativen Bubble war.
00:11:07: Das waren alles so, das war die kurze Design-Disziplin.
00:11:11: oder haben wir uns ausgetauscht?
00:11:13: Aber was mich interessiert hat danach ist ein bisschen okay, was ist das Real Life, wo vermisch ich mich eben auch innerhalb von der Firma mit anderen Disziplinen, sei es jetzt Engineering oder Marketing... Procurement, wie sie alle heißen so die verschiedenen Disziplinen, die dann heben.
00:11:32: Die es eben braucht um ein Produkt auf den Markt zu werfen.
00:11:35: und das war dann glaube ich eher der Fokus oder das Learning in dem Umfeld dass man auch gemerkt hat, dass wir einfach einen Teil von einer Kette sind.
00:11:47: Man könnte sagen in Zahnrätchen aber wir sind auch Teil von einem zirkulären Wirtschaft am Ende des Tages.
00:11:55: Wir sind mehr oder weniger im Anfang als Designer.
00:11:58: Wir treffen Entscheidungen, die viele Leute so im Laufe der Kette sagen wir mal irgendwie auch beeinflussen und deren Leben beeinfluchen.
00:12:08: Sei das jetzt irgendwie.
00:12:09: also kannst du natürlich sagen okay der Endnutzer, der das kauft, der wird natürlich davon beeinflusst von meinen Entscheidungen.
00:12:16: aber es sind ja ganz viele Leute on the way Das kann die Person in der Fabrik sein, die jeden Tag den Stuhl zusammenschraubt.
00:12:24: Und bei Stiches ist es so dass du wenn du ein Stuhls Designs hast, also er wird einfach in Zehntausenden und Hunderttausenden Stückungen produziert.
00:12:34: Und diese Personen, die das zusammenbaut, muss auch eine Familie ernähren.
00:12:38: Die wollen auch gesund arbeiten in guten Konditionen.
00:12:43: Und das gehört eben auch mit Bedacht.
00:12:45: Diese Entscheidung, die wir dann halt eben am Anfang treffen eigentlich Das war total wertvoll, das hat mir auch total gegrounded irgendwie.
00:12:54: Also dass man nicht so aus einer Ego-Perspektive vom Design her denkt sondern... ...dass man einfach auch für dieses Miteinander erkennt, dass wir Teil sind eines Ökosystems und dass wird es auch wirklich beeinflussen kann.
00:13:07: also ich hatte bei Steele Case den größten Eindruck, dass sich da einen Impact haben, dass ich da was mitgestalten kann für die Endnutzer als vorher.
00:13:18: Am Ende sind meine Entscheidungen in den Produkte geflossen, die wirklich in Masse produziert wurden und da hatte ich viel mehr das Gefühl, dass es eben ein Wert erzeugt oder mehr wert.
00:13:31: Und jetzt hast du aber dein eigenes Designstudio gegründet?
00:13:36: Fehl dir das
00:13:38: so ein bisschen?
00:13:39: Oder anders erzähl mal wo stehst du gerade mit deinem Designstudium für wen arbeitest du und wie kann man sich das vorstellen?
00:13:49: Ich würde gerne noch mal Konstantin erwähnen, weil es auf jeden Fall beeinflussender Faktor ist in meinem Lebenslauf.
00:14:03: Aber da habe ich so ein bisschen die Probe auf Exempel auch gelernt wie funktioniert einen selbst laufendes Design Studio und was wir Komponenten brauchen vielleicht um... um erfolgreich zu sein.
00:14:14: Und was das Spannende bei Konstantin war, dass er eben so divers gearbeitet hat also nicht nur im Industriedesign sondern auch im Ausstellungsdesign oder im konzeptuellen Design in Galerien und so weiter und sofort.
00:14:28: diese Mischung dieser Dreiklang vielleicht haben sich so ich weiß nicht ob er das beschreiben würde aber die haben sich gut verbunden miteinander und vermischt Ja getießt irgendwie so ein bisschen.
00:14:42: also während wir halt im Ausstellungs-Design viel gelernt haben auch für das heißt zum Thema Sport, Sport und Design oder Deutsches und Design ist Ost.
00:14:53: Das war natürlich eine Inspirationsquelle die wir dann wiederum in einem Galerie Kontrext irgendwie... experimentell ausprobiert haben, um dann wieder daraus aus diesem Learning irgendwas in eine Applikation zu bringen.
00:15:05: Eine Massenprodukt und vielleicht auch andersrum.
00:15:08: also dass man aus dem Massen-Produkt kommt und merkt so hey das können wir einfach nicht machen weil es die Kundschaft nicht bezahlen würde oder der Kunde nicht möchte.
00:15:18: aber vielleicht machte sie im Galeriekontext viel mehr Sinn oder in einem Ausstellungskonto.
00:15:22: Das war schon dieser Dreiklang der war super wichtig das zu verstehen wie das funktioniert ... und so ähnlich fahre ich eigentlich auch in meinem Studio jetzt, dass sich danach einfach das waren dann so zehn Jahre ... ... Arbeitserfahrung, sagen wir mal für andere.
00:15:40: Dann einfach das Gefühl hatte okay, ich will das jetzt selber probieren bin auf verschiedene Faktoren aber ... ... ja war einfach so ein Faktor wo ich gemerkt habe so okay jetzt oder nie... Genau, bin ich da einfach mal ins kalte Wasser gesprungen und habe mein Studio gegründet.
00:15:58: Das braucht ja nicht viel.
00:16:00: Designstudio ist eigentlich sehr simpel.
00:16:04: Brauchst einen Schreibtisch und ein Stuhl,
00:16:06: guten
00:16:06: Computer, bisschen Klebeband, bisschen
00:16:09: Pappe... Eine Katamatte?
00:16:11: ...Katamatte genau!
00:16:12: Also du brauchst eigentlich sagen wir mal unter zehn tausend Euro, um ein Designstudium zu gründen.
00:16:21: Was dann aber sage ich mal, der Invest ist die Zeit danach.
00:16:26: Die Zeit ist der große Invest weil es dauert einfach sehr lange um erstmal die Beziehungen zu den Herstellern zu finden Vertrauen zu finden.
00:16:37: das war bei mir vielleicht ein bisschen schneller oder einfacher weil ich schon etwas Erfahrung mitgebracht habe.
00:16:43: aber trotzdem muss sich auch von Null anfangen und dann dauerte eine Produktentwicklung ja mindestens zwei Jahre ... bis es sich irgendwie einigermaßen auszahlt oder wenn überhaupt.
00:16:55: Das ist ja dann auch immer so eine Frage, ob sich auch wirklich verkaufen wird.
00:16:59: Genau und diese Zeit muss man irgendwie schaffen zu überbrücken... Und das hat bei mir so funktioniert dass ich eben... Oder ich versuche es zum Funktionieren zu bringen sagen wir mal so.
00:17:10: Immer noch im Prozess.
00:17:12: aber ja Das war natürlich eine lange Überlegung, um dahin zu kommen.
00:17:17: Auf eine finanzielle Überlegungen gehe ich jetzt diesen Schritt von einem relativ guten Gehalt und auch einer Sicherheit in dieses Null.
00:17:27: Und das wieder aufzubauen ist ein steiniger Weg aber auch ein spannender Weg.
00:17:31: Ich bin es weiter die richtige Entscheidung.
00:17:39: Ich gucke so ein bisschen auf die Uhr weil wir wollen ja eigentlich über deine tollen Texte reden.
00:17:42: Aber ich habe noch eine Frage, weil ich die wichtig finde.
00:17:44: du hast ... die so eine Connection nach Indien und du arbeitest in regelmäßigen Abständen, also ich sehe das auf dem Instagram.
00:17:54: Es taucht doch manchmal an anderen Plattformen auf, wo unglaublich schöne Objekte entstehen.
00:18:01: aber im indischen Kontext kannst du es noch... Du scheinst da irgendwie dran beteiligt zu sein, aber das verstehe ich nicht so richtig.
00:18:08: Kannst du es kurz erläutern was das ist?
00:18:13: Das kommt noch aus der Zeit von einer Fabrika.
00:18:16: Also dort habe ich eine Hinderen kennengelernt derzeit.
00:18:21: Die heißt ein Hitterbarte und die ist dann im Prinzip direkt noch, also wir waren ungefähr zur gleichen Zeit dort und sind auch zur gleichen zeit ähnlich wieder gegangen.
00:18:32: Ich bin zu Stilkes und sie ist zurück nach Indien dort überlegt, was ihr denn so am besten macht und wir sind irgendwie weiter im Kontakt geblieben.
00:18:40: Und aufgrund auch dieser Arbeit die wir da vorgemacht haben in der Fabrik hatte immer diese kulturellen Themen zu besprechen das ist der stell dir vor du triffst dich am tischen hast ein Projekt über... weiß ich einen Service aus Keramik oder sowas.
00:18:53: alle müssen Teller Tassen etc.
00:18:54: machen.
00:18:55: und jetzt erzählt aber die Inderen Ich esse auf dem Boden und wir haben keine Kerameck.
00:19:01: und wie
00:19:02: sieht
00:19:02: die Person aus?
00:19:03: Ja, Japan erzählt halt auch was ganz anderes.
00:19:07: Und diese Themen und dann wieder in Konfrontation mit den Deutschen und unseren Gewohnheiten, das fanden wir immer ultra spannend.
00:19:16: Das haben wir eigentlich weitergeführt.
00:19:17: Da gab es ein erstes Projekt in Indien, also sie hat mich eingeladen für einen Privatkundenmöbel zu gestalten.
00:19:25: Dann sind wir so das erste Mal auf dieses Thema Handwerk aus Indien natürlich gestoßen.
00:19:31: Es war jetzt auch so vor ungefähr zehn Jahren Und sind dann durch die Dörfer-Dage gereist und haben uns angeschaut, wo das alles herkommt.
00:19:41: Es gibt so ein dickes Buch,
00:19:43: d.h.,
00:19:43: Handcrafts of India oder sowas.
00:19:45: Das haben wir durchgewältzt und einfach geguckt, wo sind diese Orte?
00:19:49: Wo man Sachen findet... ...und haben in dem Zug überlegt wie kann man diese Coexistenz zwischen Handwerk und Industrieprodukt aus Indien irgendwie weiterführen?
00:20:02: Wie kann man es so eine neue Ära bewegen, ohne jetzt irgendwie nostalgisch zu sein oder zu dekorativ.
00:20:08: Sondern irgendwie mit einer klaren Stimme.
00:20:11: und daraus ist dann letztendlich aus diesem ersten Projekt.
00:20:14: das hat sehr gutes Feedback bekommen.
00:20:17: auch international hatten wir so ein bisschen so ein Go irgendwie.
00:20:21: Man merkte es ist ein Thema was die Leute interessant finden.
00:20:26: Dann ist da über die Jahre eine Marke draus entstanden die heißt Saar.
00:20:29: Wir produzieren Möbel in Indien für Indien.
00:20:35: Alles kommt aus Beobachtungen raus zwischen meistens mir und Nikita eben, also eine Person von außen.
00:20:43: Eine Person von innen die sozusagen auf die Kultur gucken und den wir uns fallen Sachen rauf.
00:20:48: daraus entstehen dann Gespräche Dialoge und dann am Ende entsteht daraus ein Produkt.
00:20:53: sei es ein Stuhl oder sei es Accessory ist sehr.
00:20:57: ich könnte den ganzen ganzen Podcast wahrscheinlich mit diesem Thema.
00:21:02: Dann unterbreche ich dich und frage, wenn du sagst es entsteht ein Stuhl.
00:21:06: Vorher hast du gesagt einen Privatkunde das sind ja dann One-Offs nehme ich mal an.
00:21:09: oder was ist ich im Set von sechs sieben Stühlen die um den Tisch stehen?
00:21:13: Aber wenn ihr jetzt mit dem Brand arbeitet... ...und du ja nochmal gesagt hattest dass der Impact den du... ...das so nen Impact bei Steelcase verspürt hast wie ist es da also was für ne Skalierung reden wir hier und wie fühlst du da Impact?
00:21:32: Die Skalierung ist so, dass die Marke jetzt, sag ich mal an einem Punkt ist.
00:21:37: Also das sind nicht mehr nur One-offs machen sondern dass wir die Designs im Prinzip umgesetzt haben in serielle Produktionen.
00:21:45: Das ist teilweise noch sehr ... Ich würde sagen ein bisschen anders als in Europa weil der Markt auch ganz anders tickt.
00:21:54: in Indien also der Kunde will eigentlich immer einen Special haben egal was.
00:21:59: Und wir müssen eigentlich den Markt erst so ein bisschen erziehen oder mithelfen mit dem Markt zu verziehen.
00:22:03: Also gerade dieser Background dann von Steelcase, dass man sozusagen Produkte seriell auch herstellen kann.
00:22:11: Der hilft mir da total und den bringe ich da auch mit ein.
00:22:15: aber du kannst dir das so vorstellen, dass wir jetzt... Wir machen so im Schnitt zwei drei Restaurants im Jahr, dann gibt es mal einen Hotel, dann gibts ganz viel Privatwohnungen Eszimmern, Sachen so fast.
00:22:29: Also es geht so, das sind jetzt keine Stückzahlen von zehntausend aber schon tausende und da ist halt immer im Versuch, dass sie immer weiter seriell auch zu fahren.
00:22:47: Gut!
00:22:48: Jetzt hast du am... ...Achtundzwanzigsten April.
00:23:01: Ich hatte mich sehr gefreut, ich habe es tatsächlich auf meinem allerliebsten Social-Netzwerk gesehen.
00:23:06: Nämlich bei LinkedIn.
00:23:07: weil das so unfassbar langweilig ist und man da nicht so lange drauf bleibt finde ich das am allerbesten.
00:23:11: und dann hab' ich gesehen dass du ein Post gemacht hattest mit dem Titel MySense on MilanDesignWig.
00:23:21: Und... ...ich hatte den gelesen und gedacht mmh das ist aber eine bolde Position Pascal die du hier einnimmst Und fand es total spannend.
00:23:31: und da über den weg bin ich nochmal auf dich zugekommen gesagt okay, dann müssen wir drüber reden weil.
00:23:37: Du oder so habe ich den tags in der Situation gelesen.
00:23:41: ich hab mir jetzt die letzten tage immer noch mal gelesen und der schwächt sich das ein bisschen ab aber da hatte das gefühlt wow du nimmst du vertritt diese industrie design positionen und zwar Ich zitiere dich.
00:24:24: ehrliche position weil du genau dieses also wahrscheinlich weiß dieses dieses affordable und accessible und dass es dir um die serielle produktion geht.
00:24:37: Und das finde ich fand nicht total stark, weil... und darauf gehst du ja dann auch ein auf diesen sogenannten collectables markt der sehr in diesem ich sag jetzt mal skulpturalen position Wo der Gebrauchswert der Dinge gar nicht so sehr im Vordergrund steht, sondern die ästhetische Differenz und die Identifikation vielleicht mit dem Auto der Autorin.
00:25:02: Also wir verlinken alles unten in den Show notes.
00:25:04: das kann man sich alles durchlesen Und ich wollte eigentlich nochmal mit dir darüber sprechen.
00:25:10: Jetzt auch wo dieser Artikel ein paar Wochen gealtert ist wie stehst du dazu oder kannst du noch mal Das ist ja alles auf Englisch geschrieben.
00:25:20: Auf Deutsch?
00:25:21: Was meinst du?
00:25:24: Lassen Sie uns da noch kurz dazu ins Gespräch kommen, weil ich versuche eine kluge Frage zu stellen.
00:25:29: Pascal das sind ja alle sehr starke Positionen.
00:25:32: aber auch was willst Du eigentlich raus?
00:25:35: Ach ja, ich glaube ich hatte einfach das Gefühl von jetzt nach ein paar Messen.
00:25:41: also es ist ja eine Entwicklung die sich irgendwie ankündigt schon seit Jahren dass ich irgendwie ab und an da stand und so ein bisschen meine Prinzipien hinterfragt habe.
00:25:51: Oder zumindest die Prinzipien, mit denen ich das Studium angetreten bin oder die ich weiterhin vertrete auch hinterfrage ob das jetzt hier richtig sind oder ob ich irgendwas verpasst hab.
00:26:03: Also
00:26:04: sind diese Prinzipien aber der Fokus auf traditionelles Gestalten für die Serie, das zugänglich und für die Kundinnen und Kunden leistbar ist?
00:26:15: ... oder welche Werte meinst du da?
00:26:18: Ja, ich denke schon.
00:26:19: Ich glaube, ich bin einfach immer damit aufgewachsen... ... dass es vielleicht auch eine Frage an dich und deine Studenten wie die heute darüber nachdenken.
00:26:26: aber für mich war das eigentlich immer klar,... ...dass ich mal Teil von der Industriedesign unternehmen oder also dass ich in der Industrie arbeiten will.
00:26:34: Dass sich meine Arbeit entweder innerhalb einer Firma oder an Firmen verkaufen will.
00:26:39: Und ich würde die Produkte sehen, dass sie auf dem Markt sozusagen formen.
00:26:46: Und das auch in einer gewissen Stückzahl.
00:26:48: Also ich hatte immer den Gedanken, dass... Ja, ich glaube es ist vielleicht auch so ein Mindshifter oder ich habe auch einen.
00:26:54: zum Beispiel mein alter Chef bei Steelcase der hatte mal irgendwie Lust er wollte gerne ein Produkt irgendwie designen was sich mindestens fünfhunderttausend Mal verkaufen und das war so sein Ziel der Telefone oder Kopfhörer gemacht Und das war halt nicht mein Ziel, aber schon in der Richtung irgendwie... Das waren so meine Werte oder ist mein Stil im Produktdesign oder Industrie-Design wenn ich es so definieren möchte.
00:27:24: Wo ich meinen Interesse sehe.
00:27:25: Jetzt will ich das auch gar nicht so Werten sehen.
00:27:28: Ich glaube, wenn du so mein Artikel nochmal durchliest jetzt auch im Nachhinein Ich wollte das nicht als so Rand oder sowas sehen, sondern eher was meine Intuition ist.
00:27:39: Das ich würde gern einen reflektierten Blick auf die Szene werfen und wie sie sich entwickelt.
00:27:48: Und dass eben als Designer der Industrie auch arbeitet also eben nicht als Journalist oder Journalist hin und auch nicht als Marke.
00:27:56: Ich will keine Agenda oder so was verfolgen Sondern ich will eigentlich relativ einfach aufgrund von meiner Erfahrung oder meinen Lebensweg so ein bisschen berichten, wie ich diese Dinge sehe.
00:28:09: Und das hat auch im Nachhinein, jetzt ein paar Wochen später ist ja der nächste Artikel erschienen, weil ich auch ein tagules Feedback gekriegt habe.
00:28:18: Man merkt irgendwie, dass man da einen Zahn der Zeit und dass man nairf getroffen hat.
00:28:25: ... um das vielleicht auch noch mal klarzustellen, so dieses ganze collectible Design oder conceptual design wie man es jetzt nennen will.
00:28:37: Ich will's auch gar nicht abwerten oder bei Seite schieben... ...das ist glaube ich sogar eher ein sehr relevanter Markt mittlerweile.
00:28:43: deshalb ist es zu groß.
00:28:45: Es ist glaub ich auch einfach einen wirklichen Mark-Shift den es gibt und den man nicht irgendwie auslassen sollte oder so.
00:28:54: also es gibt auf jeden Fall in der Relevanz in dieser Welt.
00:28:58: Es ist, ja es ist vielleicht halt einfach nicht mein Weg und ich glaube das gute daran an den Mainland zum Beispiel.
00:29:03: Das ist halt dass man auch sagen kann okay, ich suche mir halt das aus was mir gefällt und die anderen gehen halt in den anderen Weg so der für sie wichtig ist.
00:29:13: Aber wenn du von dem Market-Shift da sprichst also wie gewürdest du den?
00:29:18: Also weiß ich ja cool finde wir hatten Es ist jetzt schon bestimmt fünf Jahre her, während Corona hatten wir noch mal ein Gespräch auch in so einer Art Podcast-Format.
00:29:27: Das war aber nur Hochschulintern und da hattest du den, das fand ich klasse, unterschieden zwischen Market Leading und Market Following Design.
00:29:40: Und ja fällt mir gerade ein wenn wir hier wieder so zusammensitzen.
00:29:46: Da ist mir aufgefallen dass du einfach ein großes Wissen um diese Marktzusammenhänge hast.
00:29:52: die habe ich als sagen wir jetzt mal salopp gesagt im prof in diesem elfenheim Elfenbeinturm hochschule weniger und gerade in diesen bereich Fast nicht.
00:30:06: Ich sehe, ich kriege es nur gefiltert medial.
00:30:09: wenn ich mal alle paar jahre nach meyland oder irgendwo hin fahre oder design block dann sehe ich so Tendenzen und Und versuche möglichst erfreut und nicht zu kritisch zu sein.
00:30:24: Weißt du, weil ich Angst vor so einer... Aber was machen die jungen Leute?
00:30:28: Das ist alles rotz!
00:30:29: Wir wissen das nicht so wie früher.
00:30:30: Also auf diesen Gedanken will ich gar nichts zulassen.
00:30:32: Sondern ich will eigentlich eine... Guck mal hier, die Jungen Leute, das machen sie gerade.
00:30:36: Das ist deren Position und ich möchte es gerne verstehen warum und wieso und weshalb.
00:30:40: Und jetzt ist aber meine Frage eben auch an dich.
00:30:44: Was steckt denn da dahinter hinter diesem...?
00:30:48: Diesen Schiff.
00:30:49: Was ist das für eine Industrie, die sich da... Also wenn wir sagen, wir sind Industriedesigner und Industriedeuseinerin?
00:30:56: Das ist die Industrie.
00:30:57: Die verändert sich.
00:31:00: Was is'n was los?
00:31:04: Ja ich glaube dadurch dass ich so oft umgezogen bin habe ich vielleicht diese Netzwerke von denen du redest oder diesen Einblick in diese Industrien nicht nur eben in Deutschland sondern auch irgendwie international und sehe halt wie sich die merkt es verändern.
00:31:18: Zum Beispiel in Deutschland oder Europa geht da gerade gar nichts, während in Indien grad alles boomt und man kann es ja auch ganz gut ablesen so was gerade passiert aber... Es
00:31:29: ist vergleichbar mit der allgemeinen Wirtschaft sozusagen.
00:31:31: also du kannst jetzt sagen eigentlich auf links gucken okay?
00:31:35: Also das ist schon ein krasser Indikator.
00:31:37: einfach Es wird gerade weniger gebaut, also wird auch weniger Möbel gekauft.
00:31:44: Also es gibt ganz einfache Logik, wo man sich immerhin orientieren muss.
00:31:49: und ja dann gibt's natürlich auch Market-Shifts in Sinne von dass vielleicht es internationaler Markt wird, also das sozusagen Marken aus Asien, sei es mehr oder egal International irgendwie unsere lokalen Märkte.
00:32:10: Ich würde jetzt nicht sagen überschwemmen, aber einfach mit dazukommen.
00:32:14: Das heißt es entsteht eine andere Wettbewerb auch und was dann viele lokale Marken halt versuchen ist irgendwie so ins Premium zu gehen, was meiner Ansicht nach nicht der beste Weg immer ist.
00:32:30: also ich weiß nicht ob du heute noch dir ein Bürostuhl wie viel meinste kosten Büro Stuhl heute?
00:32:37: Der Rostel kostet ja auch bis zu
00:32:40: ca.
00:32:40: €.
00:32:42: Genau, das ist kostet sogar mehr wenn du einen guten willst oder einen guten Marke.
00:32:46: Das ist schon ein Hub und im Vergleich gibt es dann auf Amazon einen Gerustreffer von €.
00:32:55: Wir werden die Entscheidungen getroffen von manchen Leuten.
00:32:58: Das hat natürlich einen riesen Impact auf die Industrie und wenn du die Zahlen mal anguckst, dann ist es ja auch wirklich gerade extrem schwierig gerade in Europa.
00:33:09: Dann gibt es verschiedene Länder, die haben halt andere Strategien gefunden.
00:33:13: Ich würde sagen, die Dan sind sehr gut darin gewesen in den letzten Jahren damit auch zu arbeiten aufgrund von guten Markenbuilding und Branding, guten Sourcingstrukturen also wo diese Sachen produziert werden und wie sie dann weiterverkauft werden.
00:33:33: Kannst du das kurz erklären?
00:33:34: Also finde ich total wichtig und spannend, also wenn Du von Sourcing-Strukturen sprichst heißt es, woher beziehen Sie Ihre Hölzer, ihre whatever-Metalle Kunststoffteile und wo wären die assembled?
00:33:47: Genau ja!
00:33:50: Es gab ja auch einen ganz tollen Schiff der ist schon vor ein paar Jahren passiert dass sozusagen die einzelnen Möbelhersteller oder leuchten Hersteller etc... ... weggegangen sind von der eigenen Produktion.
00:34:01: Also viele von diesen Marken sind eigentlich nur noch ... ... Editoren von Möbeln und nicht mehr eigene Produzenten.
00:34:07: Das ist eigentlich ein Verlag, genau.
00:34:10: Die suchen sich sozusagen andere Produktionskapazitäten, das heißt jetzt... Es ist nicht nur in Asien aber es kann auch nach Portugal gehen oder nach Osteuropa ... ... und halt eben nicht mehr lokal vielleicht im Dänemark produzieren oder in Deutschland.
00:34:24: Das macht natürlich einen großen Unterschied was dann die Stückzahl ist.
00:34:32: Das ist so ein Thema, dass wir vielleicht so die Marken auch selber ihre Kernkompetenz der Produktion verloren haben oder abgegeben haben?
00:34:41: Dann gibt es das Thema eben Übersee, dass es günstigere Produktionsmethoden gibt oder Werke einfach günstige Arbeitskosten letztendlich, günstigen Energiekosten, die das beeinflussen.
00:34:56: Na was gibt's noch, ja und dann eben genau diese internationale Competition auch irgendwie.
00:35:02: Dass es mittlerweile gute Marken von Über City gibt, die durchaus vergleichbar sind mit Produkten, die wir hier herstellen.
00:35:09: Wenn du über sie sagst...
00:35:11: Dass wir eigentlich weg so wie in der Politik oder im weltlichen, dass wir weg von dieser, wie sagt man, monokularen Welt zu einer multipularen Welt gehen.
00:35:21: Und genauso funktioniert das auch Industrie-Design oder Möbeldesign und einem Verkauf von diesen Dingen.
00:35:28: Auch der Kunde hat sich verändert, vielleicht heutzutage gab es vielleicht wieder gar nicht mehr.
00:35:34: Gerade die junge Generation in Produkte aus Deutschland kaufen ist vielleicht sehr total spannend was gerade eine chinesische Marke irgendwie produziert oder indische Markel oder was das eigentlich mit den ganzen Diaspora, die ganzen Leute die irgendwie ihre Ländern verlassen haben um bessere Bildung zu bekommen kaufen die lieber vielleicht ihre Produkte von zuhause.
00:35:54: also es vermischt sich alles sehr sehr auch was toll ist super spannend was da gerade passiert und dann vielleicht.
00:36:04: Ich will ich glaube ich gehe mal so ein bisschen machen wir zu großen bogen
00:36:08: machten groß.
00:36:11: das beeinflusst natürlich auch, ja wo wir als Designer unsere Jobs finden Also wenn wir aus der Uni rauskommen und wie wir uns vielleicht verhalten müssen auf dem Markt.
00:36:22: Ich glaube, dass das schon auch schwierig geworden ist als Produktdesigner.
00:36:27: Wenn ich jetzt mal meinen Beispiel annehme so Möbel-Design oder Leuchtendesign würde ich sehr, sehr... Das bezeichne ich ja als klassisch irgendwie aber es kann ja auch ein anderer Weg sein.
00:36:37: Aber also ich glaube, es gibt nicht viele Jobs mit meiner Qualifikation die es in Deutschland eigentlich noch gibt, also wo man das noch machen kann.
00:36:49: Der Bedarf an deiner Kompetenz ist relativ gering?
00:36:52: Genau!
00:36:53: Es gibt nicht mehr so viele Marken oder ja... Also das gibt sie halt nicht nur noch lokal.
00:36:59: Man muss wirklich auch international arbeiten.
00:37:02: Das ist glaube ich das große Learning auch jetzt.
00:37:04: So hätte ich diesen indischen Kunden und auch ein paar andere, die dann mittlerweile dazukommen.
00:37:11: Dann könnte ich das gar nicht stemmen.
00:37:13: Also, das ist glaube ich heutzutage Gang und Gebe.
00:37:17: Damit muss man einfach rechnen.
00:37:19: Man muss über seinen eigenen Teller Sand gucken.
00:37:21: Das geht es nicht.
00:37:23: Naja oder also total gut was du sagst mit dem Internationalen?
00:37:30: Ich würde dir ergänzen wollen.
00:37:35: Du hast – und jetzt verstehe mich nicht falsch – dein Fixes Sagen wir mal Skill Portfolio das was du kannst womit du womit Du wo drin du eine meisterhaftigkeit hast und der die nutzenden gruppe ist nur dann groß genug wenn du global gehst.
00:37:58: andere möglichkeit also das ist ja das ist auch Eine anstrengung in diese globalität zu gehen.
00:38:04: es erfordert eine intellektuelle eine flexibilität des erfordern körperliche Mobilität, auch eine finanzielle Kredibilität.
00:38:14: Also man muss das ja alles irgendwie erstmal können.
00:38:18: Das andere ist aber dass man seinen Kompetenzportfolio erweitert und guckt okay wie kann ich denn mit den Grundlegenderen Skills die jetzt nicht in der Ausspielung leuchte Möbelstück sind sondern eben in anderen Milieus meine Kreativdienstleistungen an den Mann, an die Frau bringen.
00:38:41: Ich glaube wir sind als Gestalterin und Gestalter... ... per se und dann auch nochmal durch das Hochschultraining so flexibel uns eigentlich an den Stellen anzupassen.
00:38:53: Und je nachdem wie stark der individuelle Trigger-und-Wunsch ist was ganz Besonderes zu erreichen.
00:39:02: Also du sagst hey ich will in dieser Industrie viele Ich will hohe Stückzahlen produzieren und gar nicht aus so einem Ego-Verdoppelung raus, sondern einfach weil es ein logischer Glaubenssatz vorhanden ist dass man das halt so macht.
00:39:19: So fair enough!
00:39:20: Und wenn du das so willst dann musst du halt genau diesen Weg gehen wie du das machst.
00:39:25: Und ich glaube aber, dass viele junge Menschen vielleicht diesen sehr strengen Glaubenschatz nicht haben auch aufgrund der... Wir wachsen schon in eine unglaublich diversifizierten Design-Szene auf, wo es unterschiedliche Ausspielmöglichkeiten und je nachdem wo ich mich hin treibt.
00:39:46: Und ich dort anfange zu wirken, dort fange ich halt an anzuwurzeln.
00:39:50: So und ich glaube plus da nochmal die Möglichkeit der sehr niederschwelligen Internationalität durch Social Media.
00:40:02: also man kann sich sehr schnell sehr bereit promoten Wenn man das so ein bisschen in seiner Jugendlichkeit schon mit gelernt hat, dann ist es was anderes als dass vielleicht ältere Personen machen.
00:40:14: Deswegen sehe ich da eine solche Dinge und ich glaube du hattest vorhin gefragt.
00:40:19: Wollen denn unsere Studis noch so Industrie-Designerin werden?
00:40:23: In diesem klassischen Sinne... Also ich kann jetzt nur von der Burg sprechen.
00:40:27: Ich glaube nicht im Gesamten Und ich glaube auch Weil genau diese Jobprofile ... so selten geworden sind.
00:40:36: Also die... oder mein... und jetzt, da bitte ich dich um Rat oder auch um Hilfe vielleicht weil ich mich gegebenenfalls irre.
00:40:44: aber wenn ich in die... Wenn ich sehe wie viele Produkte auf dem deutschen Markt sind oder sagen wir mal aus Deutschland heraus verfügbar Beispielsweise über Amazon oder Temu, oder Ski-Innen oder irgendwie sowas.
00:41:05: Dann ist die Designleistung dieser Produkte nicht europäisch und nicht deutsch sondern größtenteils oder gegebenenfalls aus dem asiatischen Raum.
00:41:15: Und dort wird das Alltagsprodukt gestaltet was ich hier benutze.
00:41:22: Auch aus dem Grund weil die Kaufkraft es nicht zu hoch.
00:41:26: wir wollen aber trotzdem weiter kaufen, kaufen die günstigen Sachen vermeintlich günstigen Sachen aus Asien und so weiter.
00:41:32: Also diese Entwerferinnen- und Entwerfekultur ist gar nicht, die ist offshore sozusagen oder nicht mehr on ground in einem bestimmten Sektor sozusagen.
00:41:46: Deswegen glaube ich dass das weniger ist?
00:41:52: Ja glaub' ich auch!
00:41:54: Es sind so ein paar super komplexes Thema was wir hier besprechen.
00:42:01: Aber
00:42:05: ich denke ja wie du meintest, man muss in diesem Feld heutzutage arbeiten will.
00:42:11: Muss man flexibel sein und muss eben diesen Ortswechsel eingehen können oder man fokussiert sich halt lokal.
00:42:22: ebenso wie das schon meint ist irgendwie.
00:42:24: es gibt natürlich jetzt auch ganz andere Tools, wie man sich sozusagen zeigt und es verbreitet.
00:42:30: Das ist vielleicht ein großer Teil dieser Veränderungen, dass man nicht mehr nur einfach eine Webseite machen kann sondern dass man auch relativ schnell in eine Follower-Schaft aufbauen kann und dass wir ja auch irgendwie das so an der Uni vor allem auch in die Wiege gelegt bekommen wie man es macht.
00:42:47: Und jemand kann ja bauen, man kann es herstellen.
00:42:49: Man kann ja heute entscheiden dass ich was gestalten will und dann suche ich mir einen Produzenten und dann mach' ich das lokal.
00:42:58: Dann finde ich vielleicht auch noch ein Kunden der das irgendwie hier in seine Wohnung sein muss, finde ich alles total in Ordnung.
00:43:04: Es geht mir dann eher so darum wie kriegt man das skaliert?
00:43:11: Also wie kommst du weg vor... also wie kannst Du denn trotzdem eben diesen Impact haben?
00:43:17: ... indem wir uns ja alle irgendwie auf die Fahnenstange schreiben.
00:43:21: Diese Werte, wie kannst du trotzdem diese Werte vermitteln und nicht am Ende des Tages ... ... sag ich mal für viel Geld irgendwie einen Objekt gestalten was sich eigentlich auch wieder nur Reiche leisten kann?
00:43:33: Das ist so ein bisschen... Die Frage also wie kommt man da hin?
00:43:38: Es gibt natürlich auch den Weg das darüber zu machen.
00:43:41: Es gibt so Leute wie Bestes Beispiel wahrscheinlich Sabine Mascheli aus aus den Niederlanden, die hat genauso angefangen und hat mittlerweile große Kunden.
00:43:52: Und hat einen Impact auch auf einem großen Markt.
00:43:59: aber es ist ja es ist genau so wie mein Weg wahrscheinlich ein steiniger und dann mittlerweile eben auch sehr kompetitiver weil das sehr viele Leute gibt, die das versuchen zu machen.
00:44:11: Aber ich kann mir total vorstellen dass, weißt du, es gab ja so eine Art Shift Auch in der Bürowelt vielleicht, um da mal ein Beispiel zu setzen.
00:44:20: Es gab diese ganzen Büromarknungen von Steelecales, Hermann Miller, Citra etc.
00:44:25: und die haben höhenverstellbare Tische und... ...Bürostüte verkauft, größtenteils vielleicht noch ein paar Schranksysteme aber es waren eine sehr, sehr Büromöbel getriebenen Welt.
00:44:36: Büros sahen eben so aus wie sie aussahen.
00:44:39: Und dann kam immer mehr Büros, die so ein bisschen aller Co-Working Space, ein bisschen mehr dieses Home Thema mit reingenommen haben und irgendwie man sprach von Pflanzen.
00:44:50: Und es muss irgendwie mehr sich.
00:44:52: wie kann ich das Büro mehr nach zu Hause anfühlen?
00:44:55: Dann gab's eben diesen Schiff, dass viele der Marken auf einmal sich so kleine Marken dazu gekauft haben.
00:45:03: Sagen wir mal, Hermann Willer hat damals Häge kauft und Muto und Steven hat dann mal Zwickabe und etc.
00:45:10: gekauft also jetzt auch nochmal Und ihr das ein bisschen darzustellen, wie so die Entwicklung auch ist.
00:45:16: Also diese größeren Marken, die wirklich weitaus größer sind als alles was man sich in Europa vorstellen kann.
00:45:25: Tonnet oder Tector und Vitra ist dagegen im Vergleich relativ klein.
00:45:33: Dann haben sie eben gesagt okay wir wollen diesen, man hat es damals Ancillary-Markt genannt?
00:45:38: Wie bitte?
00:45:39: Ancillary, also so ein bisschen Accessory-Market irgendwie.
00:45:42: So gut kann ich mit Objekten aus der, die sich hier für den Zuhause Kontext im Büro so eine Gemütlichkeit schaffen und dann kann Launch Systeme auf einmal haben, wo wir über Hersteller angefangen, solche Sofa-Systeme zu bauen etc... Und das beeinflusst immer mehr und du musst ja auch mal überlegen, wo es herkommt.
00:46:03: Davor haben die irgendwann, die haben Cubicles gebaut Boxen gebaut vor ein paar Jahren.
00:46:10: Das hat sich ja extrem verändert, dann haben sie alle Wände runtergerissen und sagen war das Open-Office wichtig?
00:46:15: Dann wurde allen bewusst wo je?
00:46:18: man kann gar nicht mehr telefonieren, wir brauchen wieder irgendwelche Boxen, wir müssen irgendwelchen Wände hochziehen damit man irgendwie kommunizieren kann ohne andere Leute zu stören.
00:46:26: Das ist Thema Acoustic weil man Riesenthema und dann eben diese Homewelle so und die Marken die dann auch gut eingerichtet haben mit anderen Marken und eigentlich jetzt so ein großes Portfolio anbieten.
00:46:39: Und jetzt ist meiner Ansicht nach der nächste Trend, dass ich warum sollte in Facebook nicht einen einzelnen Designer anstellen um den jetzt irgendwie eine coole Cafeteria zu bauen, Design und zu bauen?
00:46:54: Also warum überhaupt noch zur Marke gehen... ...und warum nicht einfach jetzt irgendwie diesen extra Sonderweg gehen um wirklich was ganz spezielles und das ganze Tailor-Mate
00:47:05: ...
00:47:05: Produkt zu bekommen.
00:47:07: Demzufolge ist dieser ... ... Conceptual Collectible Market auch meiner Ansicht nach, hat wie groß und hat das Potenzial?
00:47:16: Ja
00:47:16: ich verstehe weil es nämlich gar nicht so sehr um die... Achtung eine Frage!
00:47:25: Würdest du sagen dass der Collectible Markt also sagen wir mal One of interessante Objekte Da wird künstlich verknabbt, das ist alles sehr besonders und sehr hochwertig.
00:47:42: Das es da aber im Outcome oder fast sogar im Impact gar nicht so sehr um die Objekte selber geht sondern um die Brandkommunikation der entwerfenden Person damit sie sich im Markt positioniert?
00:47:57: um dann sag jetzt mal one of Einrichtung wie beispielsweise jetzt diesem Facebook Cafeteria.
00:48:06: Was für ein bizarres Beispiel, aber lass es uns daran bleiben.
00:48:08: Ja das
00:48:10: kann auch ein Restaurant sein oder einen Shop irgendwie.
00:48:16: Das ist eigentlich ein klassisches...
00:48:18: Genau und dann bist du in dem kleinere Client.
00:48:24: Eine Sprache die andere Leute auch attraktiv finden mit denen sie sich identifizieren können Und dann kann man das einordnen und kann sozusagen seine Einzelentwürfe, sei es ein Stuhl oder einen Regal oder etc.
00:48:39: da auch reinbauen.
00:48:41: Was man natürlich nicht vergessen sollte ist dass das alles Zeit in Anspruch nimmt ... jetzt so sein eigenes Label zu gründen, nimmt genauso viel Zeit weg vom Design wie... ... seinen eigenen Interior-Design Studio mit anhängender Produktion aufzubauen.
00:49:01: Also es ist natürlich schon die Zeit geht dann auch weg von dem Design.
00:49:06: Diese zehn Prozent bleiben vielleicht noch übrig, die man dann designen kann.
00:49:10: den Rest muss man halt die Produktion manage oder das Verkauf kommt natürlich auch mit dazu.
00:49:16: Oder deine Brandkommunikation?
00:49:18: Genau
00:49:18: ja.
00:49:19: aber Aus unserem Gespräch heraus nennt ein Versuch eine Logik.
00:49:25: Könnte man aber sagen, also nehmt man reussiert im Markt mit Collectibles schafft sich dadurch ein fängt an Netzwerke zu machen ist auf den Westen unterwegs lernt Leute kennen kriegt vielleicht über diese sehr interessante ästhetische oder konstruktive Position die man eingenommen hat einen Auftrag für eine Boutique.
00:49:50: Das wird wieder gesehen.
00:49:52: Man kommt so rein ins Spiel und lernt aber dann darüber, wie neue Leute kennen.
00:49:59: und wenn man zum Beispiel den Willen oder den Wunsch hat größer Seriel zu arbeiten ist das ja der erste Step in the Game um diese Person zu treffen mit denen man dann in den Austausch tritt um dann in seine serielle Arbeiten ... zu machen, also.
00:50:21: Könnte ja sein, weil am Ende bekirrt man hier einen Markt, eine Marke.
00:50:25: Man hat natürlich sehr interessant für jemanden wie... Boah ich will gar keine Beispiele nennen.
00:50:30: aber wenn jemand irgendwie mehrere hunderttausend Follower hat auf Instagram ist das natürlich extrem interessant für eine Marcke.
00:50:37: Das ist eine riesige Plattform für die uns nicht nur sozusagen auch ein Werbeplattform, ... eine Positionierung irgendwie näher.
00:50:48: Also man kann sich damit ja auch in einer Art Charakter aneignen, den man vielleicht gar nicht hat.
00:50:53: In der Tech Company so ein Facebook-Wilfelleicht oder einen Apple-WILFELLEICHT mit Personixy zusammenarbeiten um eben... ...in ein Image zu kreieren und
00:51:07: ich lösche
00:51:07: das.
00:51:08: So ist der Weg, denke ich, den wir heute gehen können.
00:51:11: Der ist vielleicht ein bisschen anders als er früher war
00:51:15: Aber ich hatte vor einigen Folgen Roger Robinson zu Gast und Roger Robinson ist, ich würde mal sagen Dab Poet aus England.
00:51:27: Der schreibt sehr gute Gedichte und kommt aber auch so aus diesem Dab MC aus dem MC total toller Typ.
00:51:37: Und er hat gesagt dass in seinem Autorenumfeld Leute gibt die am hunderttausend Follower, aber kriegen keine tausend Bücher verkauft.
00:51:49: Also das ist da trotzdem so ein Gap zwischen dieser Aufmerksamkeitsökonomie geht wo es um Sichtbarkeit geht dass sich das aber tatsächlich on-ground in Umsätze übersetzen lässt.
00:52:07: Das ist gar nicht so zwingend gegeben.
00:52:08: also ich glaube das ist dann nochmal eine difficile Angelegenheit.
00:52:10: Wo genau da die Grenze verläuft und woran man erkennt ... eine Tragfähigkeit hat oder nicht, ist es mir tatsächlich unklar.
00:52:18: Ja und das ist auch echt glaube ich ein Wort Collectible-Design... ...oder Conceptuallys.
00:52:23: Auch wirklich super schwer, das so zu virtualisieren... ...und also vor allem gemein an meiner Ansicht nach.
00:52:29: Also es gibt da noch mal total viele Nuancen,... ...die teilweise auch extrem gewundert sind.
00:52:35: Ich finde wie von vorhin schon erwähnt die Arbeit vom Former Phantasmal... ...ist wirklich wichtig.
00:52:40: Das ist ja auch in dieser Welt.
00:52:42: Man erarbeitet dann schöne Galerie, aber die Galerie gibt mir einen Sprachrohr um gewisse Themen anzusprechen.
00:52:49: Oder Fernando La Paz auch super spannend was der macht mit indigenen Völkern oder Bevölkerung in Indien und vielleicht auch ein Teil der arbeite ich dann in Indiens versuche.
00:53:03: es ist irgendwie so.
00:53:05: das ist schon auch wertvoll finde ich.
00:53:09: Das ist meine Art des Nachrichts.
00:53:11: Ich würde es auch innovativ nennen.
00:53:14: Wenn du mich fragst, was war das letzte Innovative im Design?
00:53:17: Was war
00:53:18: denn das letzte innovative im
00:53:19: Design?!
00:53:20: Dann würde ich sagen, was ist das?
00:53:21: Also dann war's dieses Storytelling!
00:53:23: Dann war so diese Runde nochmal ein Design zu nutzen, einen Sprachwort zu kreieren und gewisse Themen anzusprechen mit Objekten... Als wir an der Fabrika waren, haben wir für Dike gearbeitet.
00:53:40: Dike macht Klimaanlagen ist ein total unsexy Produkt.
00:53:45: aber wenn man dann eine Ausstellung mit Dike in Macht und über Luft redet und wie man Luft kühlt und wärmt und daraus poetische oder konzeptuelle Objekte gestaltet, dann ist das auf einmal total spannend Marketing-Thema, aber man kann natürlich auch ganz andere Umstände damit ansprechen.
00:54:07: Und das finde ich schon sehr wertvoll auch.
00:54:14: In dem Text zu Milan sprichst du auch von einem Collective Afford that could make a difference und zwar geht es dir um glaube ich um Nachhaltigkeit also um Fragen der sagen wir mal ressourcenschonenden Nutzung und Produktion.
00:54:38: Das ist natürlich in einer bestimmten Skalierung möglich, das ist so ein bisschen immer bizarrt es auch schwer den Studierenden zu erklären.
00:54:44: Ich klar produziere ich in eine unglaublichen Menge aber ich kann trotzdem Ressourcenschrund arbeiten.
00:54:50: Carola Zweck hat mal gesagt jedes Gramm was du einem Bürostuhl sparsst der irgendwie dreihunderttausendmal produziert wird jetzt kann nicht schlecht rechnen sind dann halt drei Tonnen oder drei Kilo.
00:55:03: Ich
00:55:03: kann da ein ähnliches Beispiel geben, ich habe im Regal des Infestil-Case entwickelt.
00:55:08: Da haben wir nur einmal durchgerechnet wie viel Wesselwürmer braucht, pro Regalbrett brauche man vier Schrauben und dann hab' er einmal cogniziert wie viele Schraube wir eigentlich in den nächsten paar Jahren da verbauen werden.
00:55:20: Das war eine Summe!
00:55:21: Es ist einfach unglaublich ja?
00:55:24: Und da macht es einen wirklichen Impact irgendwie ob das Ding irgendwie fünfzehn Cent kostet oder dreizehnt Cent.
00:55:33: Brauchen wir vier Schrauben, können wir auch zwei nehmen?
00:55:35: Da kann
00:55:36: man es stecken.
00:55:37: Genau also das ist dann halt wirklich total... Das sind schon Fragen wo ich wieder zurückkomme, da hat man wirklich auch Impact.
00:55:46: Aber man kann's auch auf einem kleinen Level sehen finde ich.
00:55:49: Ich find' schon wenn man das Collectible Design nochmal einmal kurz einordnet und es gibt das eine oder andere wo ich manchmal denke so ja just because you can doesn't mean that you have to.
00:56:00: Irgendwie geht halt auch um diese Sichtbarkeit.
00:56:03: Also es geht um das Bild, es geht gar nicht um das Objekt.
00:56:06: Es geht um die Aufmerksamkeit, die ich vielleicht irgendwie in einem Social-Media-Post erzeugen kann damit.
00:56:11: Das geht auch so ein bisschen im Reize aber ist es wirklich irgendwie das gute Produkt am Ende?
00:56:16: Wenn man sich das wirklich reinstellen, ist das wirklich wert, dass jetzt zu machen... ...das ist so'n bisschen vielleicht die Fragestellung und hast du damit jetzt irgendwie die Welt verbessert?
00:56:25: oder was passiert jetzt?
00:56:28: Und das ist so n bisschen meine Fragestellerung.
00:56:30: und dann indem man Nachhaltigkeit Für mich ist eben, was ich sehe.
00:56:36: Ist das, dass es ultra schwierig ist für den Einzelnen oder die einzelne Firma wirklich Veränderungen zu schaffen auf diesen Themenfeld?
00:56:48: Sondern es braucht eigentlich wie ich beschrieben habe einen Gruppenerford und es braucht auch eine Abstimmung untereinander.
00:56:58: also zum Beispiel ganz einfaches Beispiel Tech da, eine Marke mit der ich zusammen arbeite.
00:57:03: Die haben dieses Jahr zum ersten Mal zusammen mit Tüssen-Grupp einen grünen Stahlrohrstuhl aus grünem Stahl hergestellt.
00:57:14: Ja, ich glaube Gründenstahl ist blau?
00:57:16: Ich weiß nicht.
00:57:17: Aber es
00:57:18: geht
00:57:18: nämlich darum... Aus nachhaltig erzeugten Stahl was ja mit einem Marmutaufgabe ist alleine schon.
00:57:26: aber so ein Hersteller wie Tector oder allgemeiner, eigentlich eine Möbelfirma ein Möbelhersteller.
00:57:33: Die haben so geringe Stückzahlen im Vergleich zu was die da verbauen, die haben überhaupt keinen Impact.
00:57:39: also sie können das nicht alleine.
00:57:41: Sie können es nicht pushen.
00:57:42: gerade kann vielleicht die Automobilindustrie aber so einen einzelnen Erhändler der hat einfach nicht die Kraft da eine Veränderung herzustellen dass wirklich alle nur noch diesen grünen Stahl verkaufen.
00:57:55: und dann Da denke ich schon, dass wir uns absprechen könnten.
00:57:58: Nicht nur die Marken unter sich sondern auch die Designer und das ist da auch die Politik.
00:58:02: Das ist einfach ein collected effort gift irgendwie den weiter zu treiben.
00:58:11: Dann sehe ich schon bei anderen Firmen, die da wirklich seit Jahren dran arbeiten.
00:58:15: Und es ist ja auch so wie dann mein Schiff.
00:58:18: Es ist einfach gerade nicht mehr top of the mind.
00:58:22: eine Weile lang, wo das wirklich so auch mit als Marketingstrategie benutzt wurde.
00:58:27: Als ich Nachhaltigkeit auf die Fahne zu schreiben, während wir eigentlich so als Designer meiner Ansicht nach das... Ich will darüber eigentlich gar nicht reden!
00:58:36: Das sollte irgendwie ganz klar sein.
00:58:38: Also ich finde nicht, dass zurück zur Geschichte, ich will nicht über Material reden und ich will noch nicht über Nachhaltigheit reden.
00:58:48: Ich will über was anderes reden.
00:58:49: Ich will, dass du das Produkt nicht kaufst weil du gut drauf sitzen kannst in meinem Fall.
00:58:56: Das ist dein Primärgrund.
00:58:57: Ja?
00:58:58: Ich will auch nicht, dass es als Primär-Grundkraft nachhaltig ist sondern ich will eigentlich, dass dich damit irgendwie identifizierst... ...dass du da mit der Geschichte oder dass das irgendwie als wertvoll siehst und dann bist du auch bereit den Preis zu zahlen
00:59:12: vielleicht.".
00:59:16: Aber das eine ist ja der Kauf Impuls oder der Kaufgrund.
00:59:22: Aber das andere ist ja, dass dahinter liegende Nutzungsversprechen und ich glaube gerade bei einem teuren Bürostuhl...
00:59:28: Klar da ist es sicherlich auch mit Faktor.
00:59:32: Das ist schon gut drauf gewürdigt.
00:59:33: Ich bin ein bisschen
00:59:35: übergesprungen aber ich glaube eigentlich nur so auf diesen Punkt ... Ja, ich bin viel mehr ausdacht nach Emotionen.
00:59:44: Ich würde nicht so technisch über Produkte reden.
00:59:47: Ja, ich glaube wir müssen ja auch.
00:59:49: Du hast vorhin den Drei Klang angesprochen und ich glaube vielleicht ist es ja auch so.
00:59:57: die dieses ist ja auch eigentlich eine blöde Diskussion zwischen diesen Zwischen den den Industrie CDU jetzt nicht liebe Hörden habe Ich mache so diese Air Quartz, also den Industri designern und den whatever Concept Schildesignern.
01:00:13: du hast es vorher gesagt der Drei klang aus irgendwie Serieller Produktion, sagen wir mal kundenspezifischer Arbeit und vielleicht auch galeriebezogenem Aus Kontexten ausbrechen.
01:00:33: Und jetzt lass uns mal was Verrücktes machen dass das eigentlich das Creative Mind einfach auch so ich sag jetzt mal am Leben hält.
01:00:43: Das sind ja unterschiedliche Sachzwänge in die man da rein rutscht und die gehören alle irgendwie dazu.
01:00:49: es ist halt nur schwer alles in einem Projekt umzusetzen ist doch gut.
01:00:53: Hier machen wir das dann machen wir dass und jetzt werden wir uns hier noch mal das und auch cool haben wir schon, aber es wird mal gucken was kommt der war das man noch machen und sowas und ich glaube das könnte ja total gut funktionieren.
01:01:03: und ich.
01:01:06: Nämlich wo was ist so ein so ein shared experience?
01:01:11: sie will vielleicht beide haben?
01:01:13: Das ist älte sein in paris Wo du hast der Praktikum gemacht, ich hab da Praktikum gemacht und Ari Glevi das mit Pippo Leoni zusammengemacht hat.
01:01:23: Der ist genau in diesen Dreiklang unterwegs gewesen.
01:01:27: Absurde Skulpturen und so One-Off Produktionen aber... Ich habe denn hier stehen für Vitra einen So ein Desktop, Werkzeugtrail, Toolbox.
01:01:43: Wo du denkst her sehr geil und in dieser oder für Linie Rosé und da noch für Bakara also irgendwo so tausend Sachen gemacht... Und irgendwie hatte diese ganzen Bälle so jongliert und hat eigentlich von überall eigentlich das beste sich rausgezogen.
01:01:59: und ich finde dass es ein Schien zu damaliger Zeit ein verlässliches Konzept zu sein.
01:02:08: vielleicht ist es ... mit weniger Nullen hinten dran, vielleicht heute immer noch.
01:02:13: Aber wer weiß?
01:02:15: Ja also es geht schon auch denke ich und das ist auch ... ... finde ich erstrebenswert weiterhin.
01:02:21: Also ich find's, wenn das total spannend bin ich so arbeiten könnte... aber ich habe auch viel dazu.
01:02:27: nur ein irgendwie mal so'n Quote von Konstantin The Gallery Comes Later.
01:02:34: Das war jetzt irgendwie ein interessanten Satz.
01:02:41: Weil ich glaube, wenn man sich so nur auf das eine ist.
01:02:44: Wenn man sich schon von Anfang an in der Galerie sieht dann weiß ich nicht ob das wirklich unseren Beruf beschreibt.
01:02:54: Produktdesign oder Industrie ist für mich schon auch wirklich das Angewandte und zwar eigentlich im großen Teil.
01:03:03: aber dieser Dreiklang die Mischung fand ich halt immer auch spannend weil sie sich ... gegenseitig auch inspiriert.
01:03:13: Man kann so viel voneinander lernen... und vielleicht kann man das auch in der Lehre vermitteln, dass es irgendwie diese drei Wege kiebt.
01:03:25: Ich glaube was du gerade sagst, The Gallery Comes Later ist ein fast schon frecher Schiff innerhalb des Design-Nachwuchs-Szenes.
01:03:40: Why not?
01:03:44: Ja klar kommt die Leute.
01:03:45: aber was interessiert mich?
01:03:46: das, was du sagst.
01:03:47: Also dieses Ich gehe jetzt in die Galerie ja weil... why not?
01:03:54: und und ist da so eine vielleicht so eine Art von fährt von hinten aufgezäumt Perspektive aus etablierten Designpositionen vielleicht eintritt.
01:04:06: Aber hey!
01:04:07: Das ist ein bisschen.
01:04:10: Also alle machen das schon irgendwie, gehen an der Stelle so ihren Weg.
01:04:15: Und wenn er... Wie der ist?
01:04:18: Der ist ja für jede Generation von Designerinnen und Designern und vor allen Dingen auch... Das muss doch nix mehr mit Generationen zu tun!
01:04:26: Alle finden da irgendwie ihren Weg und es entscheidet sich am Ende immer mit den Nutzenden.
01:04:31: Wenn das ökonomisch oder ergonomisch aus welchen Gründen failed was gelernt.
01:04:42: Also dann ist es ja auch kein große... Ist jetzt nicht so schlimm, wenn dein Marmor-Kerzenständer sich nicht verkauft?
01:04:51: oder hast du auch jetzt ne dreißig Millionen Stück davon produziert?
01:04:55: Das kann ja auch ganz klein ausprobiert werden, was funktioniert und das ist hier fast schon Open Source weil alle sehen's also man alle ... beobachten, welche Vektoren da plötzlich raus schießen aus dieser... Naja fast schon so Mittel.
01:05:15: Also es ist ja dann doch am Ende alles eine ... ... Mittelmäßigkeit die wir sehen.
01:05:19: und dann sind immer so ein paar Spitzen, die ... ... der Leuchtturm sind.
01:05:24: Und die werden dann, die sind dann der Trend
01:05:27: in gewisser Weise.
01:05:28: Ja total.
01:05:29: Es gibt natürlich auch noch eine Masse an anderen Leuten, die nicht sichtbar sind, die auch interessante Karriere wehgegehen.
01:05:35: Also das finde ich auch ... das Spannende am Design, oder?
01:05:40: Das also mal sehen wie viele Leute so aus dem Studium heraus dann im Ende noch in diesem einen Bereich den man sich so vorgestellt haben.
01:05:48: Hat arbeiten sondern vieles sind ja auch ganz woanders.
01:05:51: Ich
01:05:51: würde sagen weniger als fünfzig Prozent
01:05:55: Ja.
01:05:56: aber ich glaube schon dass die Werte die vermittelt werden im Studium die sind halt eben wirklich auch allgegenweitig... ...oder allgemein anwendbar.
01:06:05: Ich finde es schon also merkt man immer wieder wie gut Tools uns sozusagen mitgegeben wurden, um in verschiedenen sozialen Kontexten irgendwie auch zu funktionieren und zu arbeiten.
01:06:21: Also ich habe auch Designerinnen so ein Beispiel.
01:06:25: Ich habe ein paar Designerin, die arbeiten ganz oben in der Strategie bei wahnsinnig krassen Unternehmen wo du denkst wow wer hätte das gedacht dass der Weg auch geht?
01:06:37: Ich finde es total spannend, was auch gar nicht mehr ... ... am Produkt sondern vielmehr in der Strategie oder im Service Design.
01:06:46: Oder auch digital.
01:06:48: also hat sich ja wirklich sehr erweitert was die Möglichkeiten von ... ... Design in Anführungszeichen irgendwie sind ne?
01:06:57: Und ich glaube ich bin da so ein bisschen romantisch auch
01:07:01: und damit enden wir.
01:07:03: Weißt du das ist eine Superschlusswort weil ich find romantische richtig meines Erachtens nicht drum hat, du bist halt sehr true.
01:07:10: Und ich glaube an der Stelle wird der Weg schwierig.
01:07:14: aber
01:07:15: hundert Prozent Respekt dass du ihn gehst und ich glaube keep up the good work.
01:07:21: Also diese... jetzt haben wir gar nicht über deinen tollen Text über die warum du nicht nach Kopenhagen gefahren bist.
01:07:28: Den ist aber in den Show Notes drin und den könnt ihr lieben Hörenden euch da durchlesen.
01:07:36: Wir haben ja jetzt schon das Schlusswort gehabt mit Romantik und jetzt brechen wir hier einfach rigoros ab.
01:07:41: Und zwingen die Hörenden einfach einen anderen Podcast weiter zu hören, vielleicht aber auch eine frühere Folge.
01:07:46: Wir haben über Formafantasma gesprochen, Folge fünfzig, über Concelling Ritchit, Folge vierzig, Axel Kufus hat bei dem du studiert hast, Folge vielleicht dreißig oder so.
01:07:58: Und jetzt müsste man noch mal ein bisschen gucken wo sich es noch so quer verlinken lässt.
01:08:02: Pascal, ich danke dir ganz herzlich für deine Zeit.
01:08:05: Ich habe viel gelernt.
01:08:07: Gut, danke dir auch.
01:08:09: Super!
01:08:10: Wir bleiben noch in der Leitung und wir sagen den höheren Tschüss.
01:08:12: Au revoir und bis bald.
01:08:34: Tschüss!